Pro­jekt­be­schrei­bung

PRO­NET-D „Pro­fes­sio­na­li­sie­rung im Kas­se­ler Di­gi­ta­li­sie­rungs­netz­wer­k“

Die Universität Kassel war mit dem Projektvorhaben PRONET-D auch bei der zusätzlichen Förderrunde der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ für den Bereich Digitalisierung erfolgreich. Der Name des Projekts macht bereits deutlich, dass das Projekt den Gedanken der Professionalisierung durch Vernetzung aus den PRONET-Projekten in Bezug auf die Digitalisierung weiterführt. Die Projektlaufzeit ist März 2020 bis Dezember 2023.


Zentrale Ideen von PRONET-D sind


  • die (Weiter-) Entwicklung von Lernumgebungen zur Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen bei angehenden Lehrkräften,

  • die gezielte Unterstützung des Transfers von Konzepten zur Digitalisierung über die Fachgebiete und Phasen der Lehrerbildung hinweg und

  • der Aufbau eines Netzwerks, das den Transfer in andere Fachgebiete und Phasen der Lehrerbildung unterstützt und die Einbindung von Studierenden als Akteure in Transferprozessen vorsieht.

     

Das Vorhaben PRONET-D knüpft an die Kasseler Projekte PRONET und PRONET2 der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an, indem es den Gedanken der Professionalisierung durch Vernetzung in Bezug auf die Digitalisierung weiterführt. In PRONET aufgebaute Strukturen werden genutzt und mit Blick auf eine nachhaltige Verankerung des Themas Digitalisierung in Forschung und Lehre an der Universität Kassel weiterentwickelt.

In sieben Teilprojekten (TP) werden innovative Lernumgebungen für die Lehrerbildung fachbezogen bzw. fachübergreifend entwickelt und evaluiert. Die Teilprojekte sind den beiden zentralen Maßnahmen „Mit digitalem Feedback im Studium arbeiten“ und „Digitale Medien gestalten, einsetzen und reflektieren“ zugeordnet. Die sieben Teilprojekte sind in sechs Unterrichtsfächern (Mathematik, Biologie, Physik, Chemie, Sachunterricht, Wirtschaft) und in den Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften verortet und wirken damit in unterschiedliche Studienbereiche hinein. Zusätzlich decken sie alle in Kassel studierbaren Lehramtsstudiengänge ab.

Als konzeptueller Rahmen für die Charakterisierung der Lehr-Lern-Settings dient der europäische Referenzrahmen DigCompEdu. Im Rahmen der Evaluation greifen alle Teilprojekte auf das empirisch belegte Modell von Mishra und Koehler (2006) zum Technological Pedagogical (and) Content Knowledge (TPACK) zurück und evaluieren die Lerneffektivität ihrer Lernumgebungen jeweils mit Blick auf ausgewählte Facetten des Modells. Inhaltliche Verbindungen und Synergien zwischen den Teilprojekten beider Maßnahmen ergeben sich durch die inhaltlichen Themenstränge kooperatives Arbeiten, Erklärvideos (je zwei Teilprojekte) und Lehr-Lernlabor-Settings (fünf Teilprojekte).

Die Teilprojektevaluationen werden durch die teilprojektübergreifende Begleitforschung ergänzt, um Einstellungsänderungen und Haltungen der Studierenden im Projektverlauf quantitativ und qualitativ zu erfassen.

Alle Teilprojekte beteiligen sich am Aufbau eines Netzwerks, das den Transfer der Ergebnisse und Produkte in die Breite der Kasseler Lehrerbildung unterstützt. Das Netzwerk wird über das Digital Lab Lehrerbildung (DiLab) gestützt, das als virtuelle Studienwerkstatt angegliedert an die in PRONET etablierte zentrale Lehramts-Studienwerkstatt konzipiert ist und insbesondere den phasenübergreifenden Transfer sowie studentische Initiativen des Netzwerks unterstützt.