Fortbildungsreihen

In unserer zunehmend digitalisierten Welt werden die Funktionsprozesse der täglich von uns genutzten digitalen Medien für die meisten Menschen immer schwerer durchschaubar. Informatik wird häufig als sehr komplexes Thema wahrgenommen, das nur von wenigen Menschen verstanden werden kann. Das muss jedoch nicht so sein! Im Rahmen dieser Fortbildung machen Sie deshalb erste, handlungsorientierte und spaßige Zugänge zur Informatik, bauen eigene informatische Kompetenzen auf, entwickeln aber auch Ideen für die Vermittlung von einer informatischen Denkweise bei Grundschulkindern und nehmen konkrete Konzepte für den täglichen (Sach-)Unterricht mit. 

Besonderes Vorwissen im Bereich der Informatik oder im Umgang mit digitalen Medien wird NICHT benötigt.

Die Teilnehmenden lernen verschieden Zugänge zu einer informatischen Grundbildung kennen, sie erwerben Wissen über die verschiedene Zugänge und verbessern ihre Kompetenzen zur Vermittlung von ersten informatischen Inhalten im Rahmen des Sachunterrichts der Grundschule.

Methodische Gestaltung: Inputphasen, praktische Erprobung von verschiedenen Zugängen, Diskussion von möglichen Unterrichtskonzepten, Reflexion von praktischen Umsetzungen der im Rahmen der Fortbildung thematisierten Konzepte.

 

  • Leitung: Marc Heinemann
  • Dozentinnen: Marc Heinemann
  • Ort: Zoom und in Präsenz (Blended Learning)
  • Kosten: Kostenfrei
  • Anmeldung bis zum 15.01.2026 (bitte geben Sie Ihre Schulform an)
  • Termine:
  • Veranstaltung: 17.02.26             14:00-17:00  Online
  • Veranstaltung: 17.03.26             14:00-17:00  Uni Kassel (Standort Heinrich-Plett-Straße, AVZ)
  • Veranstaltung: 14.04.26             14:00-17:00 Online
  • Veranstaltung: 19.05.26             14:00-17:00 Uni Kassel (Standort Heinrich-Plett-Straße, AVZ)
  • Veranstaltung: 16.06.26             14:00-17:00 Uni Kassel (Standort Heinrich-Plett-Straße, AVZ)
  • Zur Anmeldung 

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz führt zu spürbaren Veränderungen bei der Unterrichtsgestaltung. Viele Lehrkräfte nutzen bereits KI-gestützte Tools für die Materialerstellung oder für die Unterrichtsplanung - oft mit einem Gefühl, Zeit zu sparen, aber nicht unbedingt einen besseren oder sinnvolleren Unterricht zu gestalten.

Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte, die künstliche Intelligenz nicht nur als ein Effizienzwerkzeug nutzen möchten, sondern ihren Unterricht bewusst, sinnorientiert und pädagogisch reflektiert weiterentwickeln wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moderner Sprachunterricht so gestaltet werden kann, dass er für Lernende bedeutsam wird - und für Lehrkräfte professionell erfüllend bleibt.

Die Fortbildung verbindet theoretische Impulse, praxisnahe Erprobung und kollegialen Austausch. Der eigene Unterricht dient als Ausgangspunkt: Sie sammeln sogenannte Sinn- und Bedeutungsmomente (d.h. Situationen, in denen das Lernen besonders gelingt, herausfordert oder ins Stocken gerät) aus Ihrem Unterricht.  

In einem ersten Workshop lernen Sie, diese Erfahrungen systematisch zu reflektieren und daraus konkrete Unterrichtsideen zu entwickeln, Mithilfe eines KI-gestützten Unterrichtsconstructors entstehen kleine, flexibel einsetzbare Unterrichtsszenarien, die gezielt auf Sinn, Autonomie und Bedeutsamkeit ausgerichtet sind.

Zwischen den Workshops erproben Sie diese Unterrichtsideen im eigenen Unterricht. Dabei steht das Wahrnehmen von Entwicklungen, Überraschungsmomenten und neuen Lernwegen im Vordergrund.

Im zweiten Workshop stehen Austausch mit Kolleg:innen und die gemeinsame Reflexion im Mittelpunkt. Sie analysieren, wie sich Ihr Unterricht entwickelt hat und welche Impulse Sie in Ihre zukünftige Praxis mitnehmen.

 

Was bietet mir die Fortbildung?

  • Sie entwickeln konkrete, sofort einsetzbare Unterrichtsideen, die zu Ihrem eigenen Unterrichtskontext passen.
  • Sie lernen, KI sinnvoll und verantwortungsvoll in Planungs- und Reflexionsprozesse einzubinden.
  • Sie gewinnen neue Perspektiven auf Ihren Unterricht und Ihre eigene professionelle Rolle.
  • Sie profitieren vom Austausch mit Kolleg:innen und nehmen nachhaltige Impulse für Ihre Unterrichtsentwicklung mit.
  • Technische Vorkenntnisse stellen keine Voraussetzung dar. Neugier, Offenheit für Reflexion und Interesse an sinnorientiertem Unterricht reichen vollkommen aus.

 

  • Leitung & Referentin: Dr. Yulia Edeleva
  • Termine: April-Mai 2026; 2 Workshops (jeweils 4 UE) zzgl. eigenständiger Vor- und Nachbereitung
  • Ort: online

Digitale Medien prägen die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen – und verändern damit auch die Unterrichtskultur. Dieses Seminar nimmt diese Entwicklung kritisch-konstruktiv in den Blick und fragt danach, wie digitale Medien religiöse bzw. religionsbezogene Lernprozesse inklusiv, gerecht und lernwirksam unterstützen können.

Im Zentrum steht der Ansatz der Diklusion, der digitale Medien und Inklusion gemeinsam denkt. Ausgehend von einem weiten Inklusionsverständnis (der alle Lernende einschließt) wird erkundet, wie digitale Werkzeuge dazu beitragen können, unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Sprachstände und Ausdrucksformen zu berücksichtigen, ohne religiöse Bildung zu verkürzen. 
Dabei geht es nicht um einen rein digitalen Religionsunterricht, sondern um einen reflektierten, pädagogisch verantworteten Medieneinsatz.

Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen (Digitale Grundbildung, Inklusion, Diklusion) mit praktischer Erprobung, u. a. durch eine Exkursion in die Medienzentrum Kassel (vstl. am 23.04.26) und die Entwicklung eigener digital-inklusiver Unterrichtsideen für den Religionsunterricht (, die ich sehr gerne mit Ihnen im Unterricht erproben würde).

Als Forschungswerkstatt angelegt, eröffnet das Seminar einen Raum für Neugier, Offenheit, Kreativität und gemeinsames Ausprobieren in einem bislang wenig erschlossenen religionspädagogischen Feld.


Die Fortbildung findet im Rahmen eines regulären universitären Seminars statt, zu welchem sich demnach auch Studierende anmelden. Selbsterklärend verfügen Studierende nicht über den selben Erfahrungsschatz wie erfahrene Lehrkräfte. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass sich sowohl  Lehrkräfte als auch Studierende gegenseitig inspirieren und neue Perspektiven aufzeigen können, sodass beide davon profitieren.


Ich freue mich in diesem Sinne sehr, Sie kennenzulernen!

Die Fortbildungsreihe richtet sich an Tandems aus Fachlehrkräften und Förderpädagog:innen (Lehrkraft für Förderpädagogik). 

Die Teilnehmenden lernen Methoden und Strategien zur Umsetzung lernförderlicher kooperativer Unterrichtsmethoden in heterogenen Schulklassen.
Die teilnehmenden Tandems schaffen gemeinsam Voraussetzungen für die Umsetzung kooperativen Lernens bei Lernenden mit Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich.
Die teilnehmenden Tandems beschäftigen sich mit Grundlagen der effizienten Zusammenarbeit zwischen förderpädagogischen und Fachlehrkräften mit dem Ziel der Verbesserung der Unterrichtsqualität.Die Teilnehmenden reflektieren die Umsetzung multiprofessioneller Kooperation und kooperativer Unterrichtsmethoden und passen diese an die eigenen spezifischen Erfordernisse an.

Eine gemeinsame Anmeldung der Tandempartner:innen ist wünschenswert.
Die Fortbildungsreihe wird im Rahmen des Forschungsprojekts KleVer der Universität Kassel wissenschaftlich begleitet. Ziel der Begleitung ist u.a. die kontinuierliche Anpassung des Fortbildungsangebots an individuelle Bedarfe der teilnehmenden Tandems.

Die Teilnahme ist dank Projektförderung kostenfrei. Für Verpflegung während der Veranstaltung ist gesorgt.

  • Leitung: Prof. Dr. Natalie Fischer, Prof. Dr. Susanne Jurkowski, Prof. Dr. Timo Lüke
  • Dozentinnen: Prof. Dr. Natalie Fischer, Prof. Dr. Susanne Jurkowski, Prof. Dr. Timo Lüke, Dr. Katrin Gabriel-Busse, Robin Gleim, Felix Piegsda, N.N.
  • Ort: Online und in Präsenz
  • Kosten: Kostenfrei
  • Anmeldung bis zum 17.05.2026
  • Zeitlicher Umfang: 4 Fortbildungsgruppen mit Tandems aus Fachlehrkraft und Förderpädagog:in, 6 Module (2 Module á ca. 4h, 4 Module á ca. 3h) verteilt über das gesamte Schuljahr 26/27
  • Termine: tba
  • Zur Anmeldung zur Fortbildungsreihe
  • Mehr zum Projekt 

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Bildungsziel - doch wie lässt sie sich im alltäglichen Unterricht tatsächlich aufgreifen, ohne zusätzliche Inhalte "on top" zu packen?

Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, die nachhaltigkeitsorientierten Unterricht nicht nur planen, sondern besonders gut geeignete Unterrichtsmomente erkennen, reflektieren und weiterentwickeln wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sog. kritische Unterrichtsmomente - etwa unerwartete Schüleräußerungen, emotionale Reaktionen oder kontroverse Fragen - als produktive Anlässe für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dienen können.

Die Teilnehmenden lernen zentrale BNE-taugliche pädagogische Ansätze (u.a. Learning-by-Design, Multiliteracies, kooperatives Lernen) kennen. Mithilfe einer BNE-Safari - einem innovativen Beobachtungs- und Reflexionsinstrument in Form einer AR-Brille (für eine echte Unterrichtsbeobachtung) oder eines Kartenspiels - reflektieren Sie Ihren eigenen Unterricht gezielt unter einer Nachhaltigkeitsperspektive. So wird sichtbar, wo BNE bereits angelegt ist und an welchen Stellen sich nachhaltigkeitsbezogene Lernimpulse entwickeln lassen.

In ko-kreativen Action-Lab-Phasen analysieren und reflektieren die Teilnehmenden ihre Beobachtungen gemeinsam, entwickeln konkrete Handlungsoptionen und übertragen diese auf zukünftige Unterrichtssituationen. Die Fortbildung verbindet dabei wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit praxisnahen Methoden und bietet Raum für Austausch, Reflexion und kollegiales Lernen.

Sie gewinnen: 

  • eine geschärfte Wahrnehmung für nachhaltigkeitsrelevante Unterrichtsmomente;
  • mehr Sicherheit im Umgang mit offenen, komplexen BNE-Themen;
  • konkrete Werkzeuge für eine nachhaltige, sprachlich sensible Unterrichtsgestaltung;
  • neue Perspektiven auf den eigenen Unterricht als Lern- und Gestaltungsraum für Zukunftskompetenzen.

Die BNE-Safari kann sowohl analog (Kartenspiel) als auch digital (eine echte Unterrichtsbeobachtung mit einer AR-Brille) genutzt werden. 

  • Leitung & Referentinnen: Dr. Yulia Edeleva und Gina Do Manh (TU Braunschweig)
  • Termine: Juni 2026; 2 Workshops (jeweils 4-6 UE)
  • Ort: tba

 

Die Gedenkstätte Breitenau befindet sich seit 1984 am historischen Ort eines preußischen Arbeitshauses, in dem während der NS-Zeit ein frühes Konzentrationslager und ein „Arbeitserziehungslager“ (AEL) untergebracht waren. Breitenau war die zentrale Verfolgungs- und Haftstätte für die Stadt und den Regierungsbezirk Kassel. Unter den zwischen 1933 und 1945 rund 10.000 Inhaftierten waren fast sämtliche Verfolgtengruppen der Nationalsozialisten, darunter nach heutigem Kenntnisstand 186 Jüdinnen und Juden.

Anhand von Quellen aus dem Archiv der Gedenkstätte Breitenau lassen sich zum einen individuelle Biografien von jüdischen Verfolgten und in Breitenau Inhaftierten (1933-1945) rekonstruieren und zum anderen verschiedene Formen und Auswirkungen von Antisemitismus erkennen und untersuchen.

Nach einem einführenden Vortrag beschäftigen sich die Teilnehmer:innen auf der Grundlage der Quellen mit individuellen Lebensgeschichten und Formen von Antisemitismus. Sie erkennen, in welchen unterschiedlichen sprachlichen Formulierungen und Alltagshandlungen sich antisemitische Haltungen äußerten, wie diese von den jüdischen Verfolgten erfahren wurden und welche Folgen sie für die Menschen hatten. Darüber hinaus wird an den konkreten Beispielen deutlich, welche Formen des Antisemitismus jeweils die Entscheidungen von Machthabenden beeinflussten. In einer abschließenden Arbeitsphase sollen Ansätze des didaktischen Umgangs mit den gewonnenen Erkenntnissen diskutiert werden.  

  • Leitung: Prof. Dr. Christine Pflüger, Universität Kassel und Dr. Ann Katrin Düben, Gedenkstätte Breitenau
  • Referent:innen: N.N.
  • Termin: 25.09./26.09.2026
  • Ort: Gedenkstätte Breitenau
  • Anmeldung bis zum bis zum 01.09.2026