Über uns
Das Fachgebiet Förderschwerpunkt Lernen mit Schwerpunkt sprachliche Grundbildung verbindet zwei zentrale Bereiche: die Förderpädagogik bei Lernschwierigkeiten und die sprachliche Grundbildung. In Forschung, Lehre und Transfer stehen präventive und förderdiagnostische Ansätze im Mittelpunkt – mit dem Ziel, inklusive Bildungsprozesse zu stärken. Das Fachgebiet ist in den Aufbau eines stark inklusionsorientierten Studiengangs eingebunden – mit dem Ziel, Lehrkräfte auszubilden, die Unterricht für alle Schüler*innen gestalten können. Zudem ist es interdisziplinär angelegt und fungiert als Schnittstelle zwischen den Fachbereichen 01 und 02. Eine enge Kooperation besteht mit dem Fachgebiet Förderschwerpunkt Lernen mit Schwerpunkt mathematische Grundbildung.
Thematische Schwerpunkte des Fachgebiets sind:
| Kritische Reflexion kategorialer Zuschreibungen sonderpädagogischer Förderbedarfe und Entwicklung von Prozessstandards, die Diagnostik und Förderung als Aufgabe multiprofessioneller Teams in allgemeinbildenden Schulen verstehen – mit dem Ziel, dass alle Schüler*innen entsprechend ihrer auch temporär bestehenden Bedarfe Unterstützung erhalten, ohne dass dies kategoriale Zuschreibungen erfordert. |
| Untersuchung der Zusammenhänge zwischen sprachlicher Entwicklung und Lernprozessen sowie der Rolle von Emotionen beim Lernen – dabei auch mit Blick auf mehrsprachig aufwachsende Schüler*innen. |
| Untersuchung von Schreibprozessen und der Bewertung von Schreibprodukten. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass globale Textbewertungen Lehrkräfte vor erhebliche Herausforderungen stellen – objektive und reliable Beurteilungen sind auf diesem Weg kaum zu erreichen. Darauf aufbauend werden förderdiagnostische Verfahren entwickelt, die eine differenzierte Erfassung von Textproduktionskompetenzen ermöglichen und passgenaue Fördermaßnahmen ableiten lassen. |
| Studienwerkstätten als Räume für forschend-entdeckendes Lernen und Begegnung, in denen Studierende eigene Zugänge zu Fachinhalten, didaktischen Fragestellungen und Fördermaterialien entwickeln können. Durch Transferformate entstehen Verbindungen zu außeruniversitären Akteur*innen – so werden Innovationsgedanken in die schulische Praxis getragen und zugleich fließen Impulse aus der Praxis in die universitäre Lehre zurück. Der Nutzen dieser Arbeit wird systematisch erforscht und die Ergebnisse der Arbeits- und Forschungsprozesse dokumentiert. |