Mis­si­on, Wis­sens­trans­fer und kul­tu­rel­le Glo­ba­li­sie­rung

Im Zuge der Sensibilisierung für die Vernetzungen von Geschichte lassen sich Missionen als Kontaktzonen, als dritte oder hybride Räume verstehen, in denen sich kulturelle Transferprozesse in besonderer Weise verdichteten und dynamisierten. Unter dieser Prämisse wird untersucht, welches Wissen mit welchen Folgen für das Verhältnis Europa – Nicht-Europa durch die Dynamiken des Transfers in den Missionen generiert und verbreitet wurde. Bildeten sich Mischformen europäischer und nicht-europäischer Sinnbildungen oder auch Widerständigkeiten gegen europäische Kategoriebildungen? Wie sahen die Prozesse der Aushandlung und der Akkulturation überhaupt aus? Diese und angrenzende Fragenkomplexe werden konfessionsvergleichend für Südindien für das 17. und 18. Jahrhundert untersucht. Gerade aus der konfessionsvergleichenden Perspektive sind weitergehende Erkenntnisse zum Verhältnis von Mission bzw. Glauben und Wissen und der Haltung der Konfessionen zum Anderen bzw. Fremden in der Frühen Neuzeit zu erwarten.

Tagung „Christianity Translated: Knowledge circulation and epistemic transformation through missionary enterprise (16th – 19th ct.)“ gemeinsam mit Prof. Dr. Ines Zupanov (CNRS / Paris) und Prof. Dr. Marion Eggert (RUB), Juni 2013.

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