Ja­kob Rosch­ka, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Universität Kassel
Fachbereich 05
Soziologische Theorie
Nora-Platiel-Str. 5, Raum 3116
34109 Kassel

Tel. +49-561 804-7638
Fax +49-561 804-3464

E-Mail

Sprechstunde:
Montags, 13-15 Uhr oder nach Absprache.
Bitte um vorherige Anmeldung per E-Mail.

Forschungsinteressen:

  • Soziologische Theorie, insb. Pragmatismus, Praxistheorien, Neomaterialismen
  • Politische Ökologie und Umweltsoziologie
  • (feministische) Wissenschafts- und Technikforschung
  • kritische Verbrauchendenforschung
  • Soziologie der Partizipation und Gestaltung

seit 04/2020 – Wissenschaftliche Mitarbeit im Fachgebiet "Soziologische Theorien" sowie Mitglied des Promotionskollegs "Sozio-technische Gestaltungskompetenz in der digitalen Gesellschaft" des Wissenschaftlichen Zentrums für Informationstechnik-Gestaltung an der Universität Kassel

2017-2020 – Studium der Soziologie und Informatik an der Universität Kassel, Abschluss M.A. Soziologie

2017-2018 – Praktikum und Mitarbeit am Institut für Partizipatives Gestalten in Oldenburg

2016-2017 – Ausbildung zum Mediator nach den Standards des Bundesverbands Mediation in Hannover

2013-2017 – Studium der Soziologie, Politik, des Öffentlichen Rechts und der Verwaltungswissenschaften an der Universität Münster, Abschluss B.A. Soziologie/Politik

2012 – Abitur in Eisenach

Ämter/Mitgliedschaften

– Mitglied im Direktorium des Wissenschaftlichen Zentrums für Informationstechnik-Gestaltung an der Universität Kassel (seit 12/2020)

Dissertationsprojekt: "Designing Response-Able Futures – Muster ver/antwortenden Gestaltens intelligenter Energiesysteme" (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt widmet sich der Gestaltung intelligenter bzw. sich selbst erhaltender Systeme und fragt nach Mustern ihres antwortenden und verantwortenden Gestaltens. Sie tut dies im kontrastierenden Vergleich zweier Fälle: 1.) Der Gestaltung intelligenter Stromnetze (sog. Smart Grids). Das sind sich durch Informations- und Kommunikationstechnologien selbst steuernde Infrastrukturen, die dadurch natürliche (planetarische, klimatologische), technische und soziale Praktiken koppeln. Und 2.) der Gestaltung sich selbst erhaltender Energiesysteme im Fall der Permakultur-Gestaltung. Die Arbeit fragt dabei danach, wie sich ein verallgemeinertes praxissoziologisches Konzept des Gestaltens (von Zukunft, von Systemen, Infrastrukturen, ...) formulieren lässt. Sie tut dies anhand der Spannungslinien Zukunftsorientierung, Rechtfertigung und Relationalität und argumentiert für einen Begriff des verantwortungsvollen Gestaltens als antwortendes oder antwortfähiges Handeln. Die Fragestellung der Arbeit ist: Wie wird Verantwortung im Gestalten sich selbst erhaltender Energiesysteme hergestellt? Und: Was heißt auf die Zukunft antwortende und für die Zukunft verantwortende Gestaltung solcher Systeme?

Texte:

Roschka, Jakob (2022): Entwurf einer Gestaltungspraxeologie. In: Altstaedt, Sören/Hasenfratz, Martina/Flavdad, Benno (Hg.): Praxis und Ungewissheit: zur Alltäglichkeit sozialökologischer Krisen. Frankfurt am Main: Campus (in Vorbereitung).

Lamla, Jörn/Roschka, Jakob (2021): Konsum. In: Endreß, Martin/Rampp, Benjamin (Hg.): Handbuch Politische Soziologie. Baden-Baden: Nomos (im Erscheinen).

Vorträge/Workshops:

Kocksch, Laura/Laser, Stefan/Pittroff, Fabian/Roschka, Jakob/Sørensen, Estrid: Inquiring the digital interstice through a data sprint: Ethnographic research where front and back end meet, Workshop. Materialist Informatics Conference. Kassel, 23.-25.03.2020.

SoSe 2021:

Soziologische Theorien: Kritik und Gestaltung

Startend bei der materialistischen Kritik der Politischen Ökonomie (K. Marx) über die klassische Kritische Theorie der Frankfurter Schule (M. Horkheimer, T.W. Adorno) widmen wir uns im weiteren Seminarverlauf Fragen der (De)Konstruktion des Sozialen (M. Foucault, J. Derrida, J. Butler), der Soziologie der kritischen Kompetenz (J. Dewey, L. Boltanski) sowie neueren Erkenntnissen der Science Studies, der politischen Ökologie und der feministischen Kritik (u.a. B. Latour, M.P. de la Bellacasa).

Die Begriffe Kritik und Gestaltung (oder Produktion, Konstruktion, Performance, Praxis, Sorge) geben uns dabei einen Filter, unter dem wir die Theorien nebeneinander oder "durcheinander" lesen können: Was heißt es, Kritik zu äußern? Was heißt es, zu gestalten? Was oder wer wird kritisiert oder gestaltet? Sind es Dinge, Personen, Subjektivitäten, konkrete Wissensbestände oder Verhältnisse? Oder findet in einer Situation der Gestaltung oder Kritik nicht immer auch eine Transformation des gestaltenden oder kritisierenden Subjekts statt? Und welche Aufgabe hat die Soziologie? Soll sie kritisieren? Soll sie gestalten? Und wenn sie gestaltet: Gestaltet sie Wissen oder Räume? Theorie oder Beziehungen?

Theoriearbeit könnte heißen, sich auf die Suche nach kritikwürdigen Phänomenen zu begeben, die eigene Subjektivität dabei nie aus der kritischen Praxis herauswinden könnend, gewillt, die richtigen Begriffe zu finden, die passenden Konzepte zu gestalten, sich selbst hineinwebend, in diese situative, kritische und gestalterische Praxis des Theoretisierens.

Mittwochs, 12-14 Uhr, ab 21.04.2021, weitere Informationen siehe Vorlesungsverzeichnis.
 

WS 2020/21:

Ethnographien alternativer Zukünfte

SoSe 2020:

Soziologische Theorien: Natur und Gesellschaft

Empiriepraktikum: Laborfleisch – Kartographien einer Kontroverse, zusammen mit Prof. Dr. Jörn Lamla

WS 2019/20:

Empiriepraktikum: Laborfleisch – Kartographien einer Kontroverse, zusammen mit Prof. Dr. Jörn Lamla

WS 2018/19:

Tutorium zur Vorlesung: Soziologische Theorien mit Prof. Dr. Jörn Lamla

SoSe 2018:

Tutorium zu Soziologische Theorien: Gemeinschaft und Gesellschaft mit Dr. Lars Gertenbach