Ak­tu­el­les

Bild: Konstanze Gruber

CE­LA Nach­wuchs­work­shop: Eli­tes and Class in La­tein­ame­ri­ka

Am 25. und 26. Mai 2023 veranstaltet das Lateinamerikazentrums an der Universität Kassel (CELA) zusammen mit dem Graduiertenzentrum KIGG der Universität Kassel den Nachwuchsworkshop Elites and Class - Interrogating the Rich and Powerful in Latin America and Beyond. Der Workshop richtet sich an Dokoranand:innen und Post-Docs aus den Gesellschaftswissenschaften und angrenzenden Disziplinen, die zu den Themen Ungleichheit, Eliten und Klasse forschen und eigene Projekte in einem internationalen und interdisziplinären Setting vorstellen möchten.


Neu­es DFG-For­schungs­pro­jekt am In­sti­tut für Ro­ma­nis­tik an der Uni Kas­sel: „Klei­ne Sou­ve­rä­ni­tät. Per­so­na­le Herrschafts­formen des All­tags und ih­re Dar­stel­lung im hi­s­pano­ame­ri­ka­ni­schen Roman des 20. und 21. Jahr­hun­derts“.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für drei Jahre mit 200.000 Euro geförderte Projekt beschäftigt sich mit der Darstellung autoritärer Herrschaftsformen im lateinamerikanischen Roman. Dabei stehen die „kleinen Herrscher des Alltags“ im Vordergrund, die in ihren zunächst überschaubaren Wirkungsfeldern den Einfluss staatlicher Macht und Kompetenzen zurückdrängen, wobei ihr hauptsächliches Aktionsfeld oft aus politischen und sozialen Krisen besteht. „Als Archiv sozialer Erfahrung stellt die Romanliteratur ein geeignetes Medium dar, solche Vorgänge in Figuren, Erzählungen und Perspektiven zu verdichten“.

 

Kontakt: Prof. Dr. Jan-Henrik Witthaus.

Spanische und Lateinamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft
Institut für Romanistik / FB 02 Geistes- und Kulturwissenschaften
Tel.: 0561 804-3369
E-Mail: witthaus[at]uni-kassel[dot]de

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Kli­ma­wan­del und Roh­stof­fe: Ri­si­ko oder Chan­ce?

Klimawandel und Rohstoffe: Risiko oder Chance?
Extractivism Ringvorlesung im Wintersemester 2022/2023

Informationen und Anmeldung unter https://extractivism.de/ringvorlesung/

Rohstoffe und Klimawandel stehen in einem eigentümlichen Verhältnis: Einerseits sind Gesellschaften auf Rohstoffe angewiesen. Aus Rohstoffen wird Energie gewonnen und Rohstoffe liefern die Vorprodukte für Produktion und Konsum. Nach wie vor sind Rohstoffe eines der wichtigsten Schmiermittel der Weltwirtschaft. Mehr als 100 Länder haben sich auf die Gewinnung und den Export von Rohstoffen spezialisiert. Rohstoffe haben direkten Einfluss auf den Lebensunterhalt von mindestens einem Viertel der Weltbevölkerung. Ohne Rohstoffe ist die derzeitige Welt nicht denkbar. Andererseits ist die Extraktion von Rohstoffen „dirty“. Naturräume werden durch Rohstoffproduktion zerstört und die Klimaerwärmung insbesondere durch fossile Rohstoffe befeuert. Die Abhängigkeit von Rohstoffen bringt weitere Probleme mit sich, wie nicht nur in Krisen innerhalb rohstoffexportierender Länder deutlich wird, sondern nicht zuletzt in der derzeitigen geopolitischen Situation zum Ausdruck kommt.

Schon jetzt ist absehbar, dass die globale Bedeutung von Rohstoffen in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Anstrengungen, die Energiewende nachhaltig zu meisten und damit den Klimawandel mitzugestalten erfordern es, Rohstoffen einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Die angestrebte Energiewende zum Zweck der nachhaltigen Klimapolitik wird hierbei die Rohstoffgrundlagen der Weltökonomie massiv verändern. Dies bedeutet nicht nur tiefe Wandlungsprozesse für die Länder des Globalen Nordens, sondern hat auch schwerwiegende Auswirkungen für viele Länder des Südens, die von Rohstoffexporten abhängen. Damit wird die bestehende Struktur des internationalen Systems und der Weltwirtschaft herausgefordert.

Die Ringvorlesung wendet sich diesem Problemkontext zu und nähert sich den Fragen zunächst aus der Perspektive Lateinamerikas und dem Maghreb. Die Beiträge fokussieren auf das Verhältnis von Rohstoffen und Klimawandel aus empirischer, regionaler und/oder theoretischer Perspektive. Sie werden dadurch verbunden, dass sie nicht nur die Risiken des Verhältnisses von Rohstoffen und Klimawandel analysieren, sondern auch Möglichkeiten und Chancen ausleuchten.

Diese Expert:innen antworten auf aktuelle Herausforderungen:
Hans-Jürgen Burchardt | Anita Engels | Thomas Frisch | Solange Commelin | Oliver Schlumberger | Markus Lederer | Martin Beck | Lena Partzsch | Mohammed Farzanegan | Sina Leipold | Annabelle Houdret | Hannes Warnecke-Berger | Klaus Dörre | Stephan Lessenich | Rachid Ouaissa

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