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18.12.2025 | Campus-Meldung

WBBGR übergibt Stellungnahme zum Bodenschutz an Landwirtschaftsminister

Mitte Dezember fand in Berlin die zweite Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR) in seiner siebten Amtsperiode unter der Vorsitzenden Prof. Dr. Maria Finckh (Universität Kassel) statt. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer eröffnete die Sitzung und lobte das große Engagement des WBBGR für den Schutz der biologischen Vielfalt auf nationaler, internationaler und EU-Ebene.

Bundesminister Alois Rainer (Mitte) mit Prof. Dr. Christoph-Martin Geilfus (Hochschule Geisenheim) und Prof. Dr. Maria Finckh (Universität Kassel). Bild: BMLEH
Bundesminister Alois Rainer (Mitte) mit Prof. Dr. Christoph-Martin Geilfus (Hochschule Geisenheim) und Prof. Dr. Maria Finckh (Universität Kassel).

"Der Beirat ist für mein Ministerium ein zentraler Partner, wenn es um die Erhaltung und nachhaltige Nutzung biologischer und insbesondere genetischer Vielfalt geht. Angesichts von Klimawandel, Rückgang der Biodiversität und steigenden gesellschaftlichen Erwartungen an Landwirtschaft und Forstwirtschaft ist Ihre unabhängige wissenschaftliche Beratung unverzichtbar.", so Minister Rainer.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand zudem die Übergabe der ersten Stellungnahme des Beirats in der aktuellen Berufungsperiode 2025-2028 mit dem Titel "Bodenschutz mit Wirkung: Empfehlungen zur Umsetzung der Ziele des Koalitionsvertrages". Darin fasst der WBBGR zentrale Empfehlungen zusammen, die künftig als Orientierung für politische und administrative Maßnahmen dienen sollen.

Zudem wird in dem Papier diskutiert, wie die bodenbezogenen Ziele des Koalitionsvertrages in der Landwirtschaft wirksam und praxistauglich umgesetzt werden können und wie landwirtschaftliche Betriebe durch Anreize, Beratung und digitale Verfahren beim nachhaltigen Umgang mit Böden unterstützt werden können. Minister Rainer unterstrich in der gemeinsamen Diskussion die Bedeutung der Böden als nicht erneuerbare Wirtschaftsgrundlage von Land- und Forstwirtschaft.

Kern der Stellungnahme ist ein schlankes Maßnahmenbündel, das Betriebe entlastet und eine höhere Wirkung entfaltet. Der Ansatz setzt auf Kooperation, auf vorhandenes Wissen und auf digitale Vereinfachung und unterstützt die Betriebe darin, gut und zukunftsfähig zu wirtschaften. 

 

Hintergrundinformationen

Der WBBGR ist eines von fünf Gremien, der das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unabhängig wissenschaftlich bei allgemeinen und grundsätzlichen Fragen der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt auf nationaler, EU- und internationaler Ebene berät.

Der inter- und intradisziplinär besetzte WBBGR hat sich in seiner zweiten Sitzung für den Zeitraum 2025 bis 2028 neu konstituiert. Die insgesamt 18 Mitglieder haben Prof. Maria Finckh von der Universität Kassel zur neuen Vorsitzenden gewählt. Zur Stellvertretung wurden Prof. Jana Zscheischler von der Universität Göttingen und Prof. Inga Schleip von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde gewählt.

Das Gremium wird sich in den nächsten Monaten schwerpunktmäßig voraussichtlich mit den aktuell viel diskutierten Themen Gemeinsame Agrarpolitik und EU-Wiederherstellungsverordnung befassen. Viele weitere Themen wurden diskutiert und werden den Beirat in den nächsten drei Jahren beschäftigen. 

Mehr Informationen zum WBBGR finden Sie unter https://www.bmleh.de/DE/ministerium/organisation/beiraete/beiraete_node.html und https://www.genres.de/fachgremien/wissenschaftlicher-beirat-fuer-biodiversitaet-und-genetische-ressourcen.

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