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02.03.2026 | Pressemitteilung

Ausgezeichnet: Masterarbeit über Agroforstsysteme

Janika Volkamer schaffte es unter die TOP 3 mit ihrer Masterarbeit beim Forschungspreis BioThesis. Er wurde im Februar im Rahmen der Messe BIOFACH in Nürnberg vergeben. Ausgezeichnet wurden herausragende Bachelor- und Masterarbeiten, die mit wissenschaftlicher Tiefe und Praxisnähe Impulse für eine zukunftsfähige Bio-Lebensmittelwirtschaft und nachhaltige Ernährungssysteme setzen.

BioThesis: Die mit dem Forschungspreis Bio Lebensmittelwirtschaft Ausgezeichneten, zweite von links: Janika Volkamer (Foto: NürnbergMesse /Thomas Geiger)

In ihrer Masterarbeit am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften untersuchte Janika Volkamer Agroforstsysteme (AFS), die als eine der klimaschutzwirksamsten landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden gelten. Bei der Anlage dieser Systeme entsteht in den Baumstreifen aber eine nicht unerhebliche, landwirtschaftlich ungenutzte Fläche, welche vorher bewirtschaftet wurde und Einkommen für die Landwirtinnen und Landwirte generierte. In ihrer Masterarbeit „Potenzial des Anbaus von Sonderkulturen in Baumstreifen von Agroforstsystemen“ untersuchte Janika Volkamer, ob und unter welchen Umständen diese Flächen durch den Anbau von Sonderkulturen, z. B. von Beerensträuchern, Kürbis oder Edelpilzen, zusätzlich sinnvoll genutzt werden können. Im Rahmen einer Fallstudie für den Biolandbetrieb Werragut in Nordhessen analysierte sie das anhand der drei Säulen der Nachhaltigkeit, also in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Kriterien. Im zweiten Teil der Masterarbeit erstellte die gebürtige Fränkin einen Umsetzungsvorschlag für das Werragut anhand der Kulturen, welche in der Multikriterienanalyse am besten abgeschnitten haben. So hat das Werragut bereits angefangen, die Ergebnisse umzusetzen und pflanzt in diesem Jahr testweise Johannisbeeren und Rhabarber in ihren Baumstreifen an. 

Seit Abschluss ihres Masters arbeitet Janika Volkamer als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team des Projekts SALIX AFS. Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens ist die Etablierung und nachhaltige Produktion geeigneter Weidentypen mit spezifischen Material- und Wuchseigenschaften in multifunktionalen AFS. Die Weide dient dabei in zweifacher Hinsicht als hochwertiger Rohstoff: Das Weidenholz wird zur industriellen Weiterverarbeitung für einen endlosen Weidenholzfaden und Weidenholztextil genutzt. Aus der Weidenrinde werden Salizylate für Medizin und Kosmetik gewonnen. Analysiert wird die gesamte Wertschöpfung von Weidenholz, für jeden Akteur, vom Anbau bis zum hochveredelten Produkt. Die jährliche Ernte der Weiden garantiert bereits kurzfristige gesicherte Einnahmen für Landwirtinnen und Landwirte und steigert damit den Anreiz für die Realisierung in der Praxis.

Hintergrund: 
Die BioThesis – Forschungspreis der Bio-Lebensmittelwirtschaft ‑ wird von der BIOFACH, der Schweisfurth Stiftung, dem Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft und der Landwirtschaftlichen Rentenbank getragen und von zahlreichen Mitgliedsfirmen der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) unterstützt.

Kontakt
Janika Volkamer
FB Ökologische Agrarwissenschaften, Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre
Tel: 05542 981247
Mail: j.volkamer@uni-kassel.de

 

Pressekontakt

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