14.01.2026 | Stellungnahme

Stellungnahme zu Schmierereien im Internationalen Graduiertenzentrum Gesellschaftswissenschaften

Vor dem Raum des „Kasseler Internationales Graduiertenzentrum Gesellschaftswissenschaften“ (KIGG) in einem Universitätsgebäude in der Mönchebergstraße wurde gestern (13.1.2026) ein Vorfall von politisch motiviertem Vandalismus, mutmaßlich aus dem rechtsextremen Spektrum, bekannt. Zeugen konnten den Täter beschreiben. Die Universität stellte Strafanzeige. Uni-Wachdienst und Polizei waren vor Ort.

Die Universitätsleitung verurteilt diese Vandalismushandlung als rassistische Beleidigung und als Bedrohung von Mitgliedern der Universität scharf und erklärt: „Mit Entsetzen müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass es erneut in Kassel zu rassistischen und fremdenfeindlichen Aktionen diesmal auf dem Universitätsgelände kam. Internationale WissenschaftlerInnen mit Migrationshintergrund erfahren in solch verwerflichen Aktionen Ausgrenzung und Anfeindung. Diesen menschen- und wissenschaftsfeindlichen Strömungen widersetzen wir uns mit aller Kraft und stehen solidarisch an der Seite der Betroffenen.  

Wissenschaft lebt vom internationalen und offenen Austausch von Ideen, von kritischer Reflexion und vom respektvollen Miteinander. Forschung und Lehre können nur in einem Umfeld gedeihen, das Sicherheit, Integrität und gegenseitige Wertschätzung gewährleistet. Im Sinne der in Deutschland geschützten Wissenschaftsfreiheit versteht sich die Universität Kassel als Raum des freien Denkens und des konstruktiven Dialogs. 

Die Grundlage unseres Zusammenwirkens bilden Vertrauen, Solidarität und die gemeinsamen Werte einer demokratischen Gesellschaft. Jeder Angriff auf dieses Fundament richtet sich gegen den Geist unserer Universität. Wir lehnen jede Form von Drohung, Diskriminierung oder Gewalt entschieden ab und setzen uns aktiv dafür ein, dass ein respektvolles und friedliches Miteinander gewahrt bleibt.“