Einsamkeit – ein Problem für die Demokratie?

Vortrag mit Prof. Dr. Claudia Neu (Fachgebietsleitung Soziologie Ländlicher Räume)
Diskussion mit Silke Engler (Erste Kreisbeigeordnete) und Prof. Dr. Beate Hofmann (Bischöfin)
Moderation: Dr. Lukas Kiepe

Einsamkeit ist mehr als ein individuelles Gefühl und eine persönliche Empfindung. Einsamkeit ist eine soziale Frage, denn Einsamkeit steht stets in einer Beziehung zu gesellschaftlichen Strukturen und sozialen Veränderungen. Einsamkeit kann zu einem Rückzug aus sozialen Beziehungen führen sowie zu physischen und psychischen Erkrankungen. Einsamkeit wirkt sich zudem negativ auf das gesellschaftliche Miteinander aus. Denn einsame Menschen beteiligen sich im Vergleich zu nichteinsamen Menschen weniger am gesellschaftlichen und politischen Leben. Einsame Menschen nehmen weniger häufig an Wahlen teil und neigen zudem eher zu Verschwörungserzählungen. Einsamkeit kann deshalb auch zu einem „undemokratischen Gefühl“ werden, das den Zusammenhalt einer Gesellschaft, Formen der Solidarität, der Loyalität, des Gemeinwohls tendenziell schwächt.

In der Veranstaltung gehen wir der Frage nach, weshalb Einsamkeit ein Problem für die Demokratie ist und welche Maßnahmen gesellschaftlicher Vereinsamung vorbeugen.

Verwandte Links