UNIKAT-Ideenwettbewerb: Erster Platz für Medikamenten-Case
Bild: Isabel Hemberger. Rund 90 Gäste feierten bei der Prämierungsfeier des 15. UNIKAT-Ideenwettbewerbs die Vielfalt, Kreativität und Innovationskraft der Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Alumni der Universität Kassel. Mit 65 eingereichten Ideen – doppelt so vielen wie im Vorjahr – zeigte sich der Wettbewerb erneut als ein zentraler Impulsgeber für unternehmerische Ideen aus der Universität Kassel.
Die meisten Ideen kamen aus den Wirtschaftswissenschaften, gefolgt von der Kunsthochschule Kassel, den Ökologischen Agrarwissenschaften und dem Fachbereich Elektrotechnik/Informatik. Auch aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, den Humanwissenschaften, den Gesellschaftswissenschaften und der Architektur-, Stadt- und Landschaftsplanung, dem Maschinenbau, den Bau- und Umweltingenieurwesen und aus der Verwaltung (Brandschutz) wurden Ideen eingereicht.
„Die Vielfalt der Ideen ist beeindruckend – und besonders erfreulich, dass auch Fachbereiche, die in den Vorjahren nicht dabei waren, spannende Ideen eingereicht haben“, betonte Prof. Dr. Rita Borromeo Ferri, Vizepräsidentin und verantwortlich für den Bereich Wissenstransfer und Gründungsförderung. „Neben innovativen Ideen aus der Forschung wurden auch viele Teilnehmende von persönlichen Herausforderungen angetrieben – von Gesundheitsfragen über Bildungslücken bis hin zu Alltagsproblemen. Und genau diese Vielfalt macht den UNIKAT Ideenwettbewerb aus.“
Die Preisträger
Der erste Preis ging an Lea Brandenstein mit der Idee „ISOmedi“. Die Studentin aus der Kunsthochschule entwickelt ein benutzerfreundliches Medikamenten-Case für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die Jury würdigte die innovative Nutzung des Materials und die hohe Alltagstauglichkeit des Produkts. Der Preis in Höhe von 2.500 Euro wurde von Marc Finke von der Kasseler Sparkasse übergeben, die den 1. Preis gesponsert hat.
Den zweiten Preis in Höhe von 2.000 Euro vergab die Jury an Tom Irwahn, Student am FB 11 (Ökologische Agrarwissenschaften) mit der Idee des „Doppelrad-Sortierers“. Die Jury lobte insbesondere die fortgeschrittene, praxisnahe Lösung und die Einfachheit des Sortierers bei niedrigen Kosten. Eine Anwendung erscheint sowohl in Europa als auch im Globalen Süden, wo der Zugang zu teuren Technologien oft eingeschränkt ist, möglich. Der Preis wurde von Dr. Detlev Terzenbach vom Starthub Hessen überreicht, der den 2. Preis sponserte.
Der 3. Preis in Höhe von 1.500 Euro gesponsort vom Unternehmerverband Nordhessen wurde sogar zweimal vergeben: Mia Reitz, Postdoktorandin am Fachbereich 16 (Elektrotechnik und Informatik) erhielt den Preis für ihre Idee „Second Nose“ – eine Lösung für Menschen mit eingeschränktem Geruchssinn. Die zweite Auszeichnung erhielten Lea und Florian Groh mit ihrer Idee „fömo“. Das Team präsentierte eine Webanwendung, die Sozialen Einrichtungen und Verbänden helfen soll, Fördermittel zu finden und zu akquirieren.
Thomas Meyer, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Nordhessen, und Sonja Trieschmann, Vertreterin der Jury, gratulierten den Teams. Sie würdigten nicht nur die hohe soziale Relevanz, sondern auch die Tatsache, dass Ideen aus einer eigenen Lebenserfahrung entstanden sind.
Bei den Kurzpitches der Top Eleven Teams begeisterte Mia Reitz mit „Second Nose“ auch das Publikum, und sie konnte zusätzlich den Publikumspreis, einen Hoodie der Uni Kassel, mit nach Hause nehmen.
Beatrice Frichs, die im Vorjahr mit ihrer „Gradu App“ den 2. Preis gewonnen hatte, übergab den Publikumspreis. In ihrem Rückblick erzählte sie, wie sich ihre Idee im letzten Jahr weiterentwickelt hat: So konnte sie das Hessen Ideen Stipendium akquirieren und durch die Teilnahme am Hessen Ideen Akzelerator und Workshops im Science Park ihr Netzwerk ausbauen und einen Co-Founder finden.
Alle Top Eleven Teams bekamen von Jörg Froharth, Geschäftsführer des Science Parks, einen Gutschein für zwei Monate Arbeiten im CoCreation Lab sowie die Teilnahme am Startup Hack + Prototype Workshop – ein toller Start für die nächste Phase.
Jens Behrmann, stellvertretender Leiter von UniKasselTransfer und Leiter des Career Service an der Uni Kassel, hob hervor: „Unternehmerische Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation für die Zukunft: Die Fähigkeit, Probleme zu erkennen, kreative Lösungen zu entwickeln und eigenverantwortlich zu handeln, sind gefragt – ob in Start-ups, etablierten Unternehmen oder öffentlichen Institutionen. Der UNIKAT-Ideenwettbewerb ist ein perfekter Ort, um diese Kompetenzen zu trainieren – und genau das ist es, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre berufliche Zukunft stärkt.“
Der UNIKAT Ideenwettbewerb wurde unterstützt von der Kasseler Sparkasse, dem Starthub Hessen, dem Unternehmerverband Nordhessen, dem Science Park Kassel, dem VDI und der Techniker Krankenkasse.
Kontakt:
Gabriele Hennemuth
Universität Kassel
UniKasselTransfer | Inkubator
Tel.: 0561 804-1859
E-Mail: hennemuth[at]uni-kassel[dot]de