TRACES | Beth von Undall: Screens and Controllers. Eingeladen von Jeremy Couillard im Rahmen der Games Klasse
Bild: René GrafBeth von Undall: Screens and Controllers. Eingeladen von Jeremy Couillard im Rahmen der Games Klasse
Ich frage mich: Wie kann man als Künstler:in ein Videospiel im Ausstellungskontext am besten präsentieren?
Die Präsentation von Videospielen im Kontext der zeitgenössischen Kunst ist noch relativ neu. Während Spiel-Engines und Hardware für Künstlerinnen und Künstler immer zugänglicher werden, tun sich Kunstinstitutionen nach wie vor schwer damit, Videospielwerke zu zeigen; dennoch zeichnen sich bereits eigene ästhetische Formalismen ab. Dieser Vortrag wirft einen Blick auf eine Reihe von Videospiel-Installationen von Künstlerinnen und Künstler und zeichnet deren stilistische Entwicklung nach, ausgehend von Game-Dev-Konferenzen (Gamescom, GDC, Dreamhack) über Late-Night-Gaming-Cafés und LAN-Partys bis hin zu Wohnzimmer-Setups usw.
Ein offensichtliches Problem bei der Präsentation von Videospielen im Ausstellungskontext ist der Umfang des Spiels und der Zeitaufwand. Nur wenige Videospiele sind kurze Erlebnisse, und viele erfordern vom Spieler große Aufmerksamkeit, um sich auf ihre Erzählungen, Mechaniken und Spielwelten einzulassen. Solche Ressourcen sind in der Galerie und in Kunstinstitutionen rar.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Das Transdisziplinäre Forschungszentrum für Ausstellungsstudien (TRACES) bündelt fachbereichsübergreifend die an der Kunsthochschule Kassel und verschiedenen Fachbereichen der Universität Kassel bestehenden Forschungsansätze zur Geschichte und Gegenwart des Ausstellens. Die Forschungsstation am Lutherplatz wurde im Sommer 2021 in Selbstbauweise, auf einem Entwurf des Bauhauslehrers Ludwig Hilberseimer aufbauend, von Studierenden der Universität Kassel errichtet und dient dem Dialog zwischen Stadtgesellschaft und Universität. Hier geben Studierende und Lehrende mit Gesprächen, Vorträgen, Workshops, Seminaren und Ausstellungen Einblicke in ihre Arbeit und die beziehen die Öffentlichkeit im Sinne einer „Citizen Science“ in die Forschung ein. mehr zu TRACES
TRACES Vortragsreihe Sommer 2026