Demokratie(bildung) und Geschlecht: Demokratie ohne das „andere Geschlecht“? Debatten um Demokratie und Geschlecht im langen 19. Jahrhundert.
Bild: Universität KasselIm Sommersemester 2026 veranstaltet das Kompetenzzentrum für Geschlechterforschung in der Transformation (GETRA) in Kooperation mit dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitiken eine interdisziplinäre Ringvorlesung mit dem Titel „Demokratie(bildung) und Geschlecht“.
Mit Beiträgen von Dozierenden der Universität Kassel sowie von Gastdozierenden aus ganz Deutschland wollen wir uns aktiv mit diesem überaus aktuellen Thema auseinandersetzen und in Diskussion kommen.
Die Vorlesungsreihe verfolgt das Ziel, den Zusammenhang von Demokratie und Geschlechterverhältnissen zu beleuchten und dabei einen Fokus auf bildungspolitische Kontexte und Settings zu legen. Die Vorträge reflektieren diesen Zusammenhang einerseits auf der konzeptionellen Ebene: Was bedeutet es demokratietheoretisch und -politisch Geschlechterverhältnisse in den Blick zu nehmen? Welche Herausforderungen und Perspektiven ergeben sich daraus für politische Bildung? Welche Bedeutung hat die Forderung nach Neutralität in der (politischen) Bildung vor diesem Hintergrund? Andererseits sollen konkrete Themen- und Handlungsfelder diskutiert werden: Welche Bedeutung hat Antifeminismus in Bildungskontexten? In welchem Zusammenhang stehen Sprachverbotspolitiken im Bildungskontext mit autoritären (Geschlechter-)Politiken? Welche Umgangsweisen werden mit antidemokratischen Geschlechterpolitiken können wir im Kontext Bildung finden?
Wir freuen uns auf interessante Beiträge und Diskussionen.
Kontakt:
Jacqueline Koshorst
Lehrbeauftragte im Fachgebiet „Literaturwissenschaft Anglistik und Amerikanistik“, FB02
jkoshorst[at]uni-kassel[dot]de