Buchveröffentlichung: "Assessing landscape resilience" von Dr. Danny Tröger

Über das Buch
Dieses Buch untersucht, inwieweit exotische Kiefernplantagen eine geeignete Strategie sind, um die wesentlichen Funktionen, Strukturen, Prozesse und die Identität der patagonischen Landschaft über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Zu diesem Zweck werden drei empirische Studien mit inter- und transdisziplinären Ansätzen unter dem Gesichtspunkt der Landschaftsresilienz zusammengeführt.
Die erste Studie analysiert die biogeomorphologischen Wechselwirkungen verschiedener Landnutzungen und ihre Relevanz für den Bodenschutz und die Minderung von Erdrutschen. Die zweite Studie untersucht die Wahrnehmung von Naturgefahren und konzentriert sich auf Netzwerke menschlicher und nicht-menschlicher Akteure, die die sozioökologische Resilienz der patagonischen Landschaften aufrechterhalten. Die Ergebnisse dieser beiden Studien fließen in die Planungsbewertung der Flächennutzung ein, und es werden alternative Strategien entwickelt, die von einer normativen polyzentrischen Governance inspiriert sind.

Es wird der Schluss gezogen, dass Pinus-Plantagen ihre ökologischen Ziele der Erosionsbekämpfung und Erdrutschminderung teilweise erfüllen. Allerdings bleibt ihre Leistungsfähigkeit hinter der von Sekundärwäldern mit einheimischen Arten zurück, und sie schaffen neue Risiken wie eine verminderte Artenvielfalt, ein erhöhtes Waldbrandrisiko und Konflikte mit der lokalen Identität. Das Buch schließt mit neuen Forschungsfragen von überregionaler Bedeutung.
Über den Autor
Danny Tröger forscht am Kassel Institute for Sustainability zu Mensch-Umwelt-Interaktionen. Er konzentriert sich auf die Risiken von Landnutzungsänderungen und stützt sich dabei auf Methoden aus den Bereichen Geoökologie, Fernerkundung, Ethnologie und Raumplanung. Er leistet Beiträge zu theoretischen Rahmenwerken wie Biogeomorphologie, Akteur-Netzwerk-Theorie, polyzentrischer Governance und Planungsbewertung.

