Kunst­wis­sen­schaft und Kunst­ge­schich­te - Was ist der Un­ter­schied?

Wer sich in Kassel über die Möglichkeiten eines kunstgeschichtlichen Studiums informiert, wird unvermeidlich darauf stoßen, dass die Universität nicht Kunstgeschichte, sondern Kunstwissenschaft als Studiengang anbietet. Da stellt sich die Frage, wie das Verhältnis beider Fächer zueinander ist und worin sich beide voneinander unterscheiden.

Grundsätzlich stehen den Studierenden mit einem Studium der Kunstwissenschaft alle Themenfelder und beruflichen Möglichkeiten offen, die auch ein Studium der Kunstgeschichte bietet. Der Unterschied der Kasseler Kunstwissenschaft zur „klassischen“ Kunstgeschichte besteht lediglich in der interdisziplinären Öffnung des Studiengangs. Der Kasseler Fachbereich zeichnet sich neben den beiden Professuren für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte einerseits durch eine weitere für Kunstwissenschaft (20. und 21. Jahrhundert) aus. Andererseits erweitern eine Professur für Philosophie und eine Professur für Kunst und Wissen im Zusammenhang mit dem documenta-Institut das Profil des Studiengangs. Diese ergänzen die Lehre in Kassel mit Themenschwerpunkten wie der Kunstphilosophie, der Theorie der kuratorischen Praxis sowie des Ausstellungswesens.

Durch die Verortung der Kunstwissenschaft in den Räumlichkeiten der Kunsthochschule sind zudem enge Verbindungen zu den Kunstlehramts- und den künstlerischen Studiengängen gegeben. Die unmittelbare Nähe zu diesen fördert die Interdisziplinarität des Kunstgeschichtsstudiums und trägt zur Offenheit und Breite der Kunstwissenschaft bei.