Vereinfachen mit Künstlicher Intelligenz

Bild: Sonja Rode

Verlässlich in der Routine und offen für zukunftsorientierte Neuerungen: Dieser Leitlinie der Verwaltung folgend, haben wir uns auch mit der Relevanz von KI für die Verwaltungsprozesse frühzeitig befasst. Mit der Initiative „Vereinfachen mit KI“ wollen wir Künstliche Intelligenz in der Verwaltungsarbeit sinnvoll einsetzen. Wir versprechen uns davon, Entlastung in der Routine und mehr Zeit für Service, Beratung und neue Ideen zu gewinnen. Dabei behalten wir selbstverständlich auch die Risiken der KI-Nutzung im Blick.

Dr. Oliver Fromm, Kanzler der Universtät Kassel

Vereinfachen mit KI

Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Verwaltung stellt eine große Herausforderung dar, birgt jedoch ebenso ein enormes Potenzial zur Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung. Die Initiative "Vereinfachen mit KI" der Universität Kassel zeigt einen systematischen Weg zur Integration von KI in die Arbeitsabläufe. Dieser Ansatz führt die seit 2023 bestehende Strategie „Vereinfachen und Weglassen“ fort und soll den Aufwand für Wissenschaft und Verwaltung reduzieren.


Erfolgsfaktoren der Verwaltungsvereinfachung

Ein zentraler Aspekt für eine erfolgreiche Einführung von KI in der Verwaltung ist die Veränderung der Arbeitsweise und die Befähigung der Mitarbeitenden im Umgang mit neuen Technologien. Der Slogan „Vom Sprint zum Spirit“ verdeutlicht, dass nicht nur kurzfristige Experimente mit KI notwendig sind, sondern eine langfristige Verankerung und kulturelle Transformation erfolgen muss. Die sinnvolle Nutzung von KI-Tools zur Prozessoptimierung setzt bei den Beschäftigten den Aufbau von Kompetenzen, Lernbereitschaft und eine entsprechende Begleitung voraus.


Herausforderungen bei der Einführung von KI

Bei der Einführung von KI sind rechtliche und ethische Aspekte entscheidend. Die Lösungen müssen datenschutzkonform (DSGVO) und mit dem europäischen AI Act abgestimmt sein. Zudem ist der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Daten zum Schutz vor Missbrauch und Datenlecks unerlässlich.


Pilotgruppen als praxisnaher Ansatz

Ein zentrales Element der Initiative "Vereinfachen mit KI" sind explorative Pilotgruppen, in denen unsere KI-Pioniere Tools praxisnah im Arbeitsalltag testen und auf ihre Anwendbarkeit hin bewerten. Organisiert durch die Personal- und Organisationsentwicklung, sollen so konkrete Anwendungsfälle mit echtem Mehrwert gefunden werden. Die „Pioniere“ tragen ihre Erfahrungen als MultiplikatorInnen in ihre jeweiligen Bereiche weiter.

Erwartungen und langfristige Wirkungen

Die Arbeit der Pilotgruppen hat mehrere positive Effekte:

  1. Kompetenzaufbau: Die Teilnehmenden entwickeln praktische Fähigkeiten im Umgang mit KI-Tools und können deren Nutzen für ihre tägliche Arbeit bewerten.
  2. Lernende Organisation: Auf Basis der Erfahrungen werden gezielte Schulungs- und Umsetzungsmaßnahmen abgeleitet. Zukünftig sollen themenspezifische Pilotprojekte folgen.
  3. Strategische KI-Integration: Die gesammelten Erkenntnisse dienen als Grundlage für universitätsweite Maßnahmen zur Implementierung von KI. Dies umfasst die Entwicklung maßgeschneiderter Tools, Lizenzierungsstrategien und Datenschutzlösungen.

Die „KI-Pioniere“ zeigen, dass die Einführung von KI in der Verwaltung vor allem ein kultureller Wandel ist und nicht nur eine technische Herausforderung. Eine nachhaltige Integration kann durch praxisnahe Erprobung und enge Begleitung der Mitarbeitenden gelingen.

Experimentierraum KI-FrAItage

In Pilotgruppen erproben Mitarbeitende aus unterschiedlichen Organisationseinheiten KI-Anwendungen unter realen Arbeitsbedingungen – begleitet durch KI- Expert:innen. Diese Pilotgruppen funktionieren als Communities of Practice: durch gemeinsames Lernen und bereichsübergreifenden Austausch gelingt der Aufbau kollektiver Kompetenz.