Forschung

Laufende Forschungsprojekte

  • Qualität für den Ganztag. Befunde, Desiderata und Weiterentwicklungs-perspektiven aus 15 Jahren Ganztagsschulforschung - Teilprojekt E

    Leitung: Prof. Dr. Natalie Fischer
    Wiss. Mitarbeit: Katrin Heyl
    Stud. Mitarbeit: Timo Schmitz
    Förderung: BMBF, 01.01.2020-31.12.2021

    Projektbeschreibung:
    Das Projekt „Qualität für den Ganztag“ eröffnet Perspektiven zur Qualitätsentwicklung von Ganztagsschulen aus 15 Jahren Ganztagsschulforschung durch vertiefende Analysen der im Rahmen der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) generierten Daten, Forschungsübersichten und Praxistransfer. Das Projekt arbeitet zu den Themenbereichen a) individuelle Wirkungen auf die Entwicklung von Schülerinnen und Schülern, b) Organisation, Lernkultur und Schulentwicklung sowie c) Zusammenwirken von Akteuren. Ziel ist, in diesen drei Bereichen Wissen zu generieren, abzusichern sowie den Praxistransfer sicherzustellen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (Prof. Dr. Kai Maaz), der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Prof. Dr. Wolfram Rollett), dem Deutschen Jugendinstitut (Prof. Dr. Birgit Reißig), dem Institut für Schulentwicklungsforschung (Prof. Dr. Holtappels) und der Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Dr. Ludwig Stecher) durchgeführt.

    Schwerpunkte der Universität Kassel sind, in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg, vertiefende Analysen hinsichtlich der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen anhand vorhandener Daten aus der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). Vertiefend wird zudem untersucht, wie sich partizipative Angebote auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen auswirken. Zudem entsteht im Rahmen dieser Kooperation eine Forschungsübersicht zum Thema „Wirkungen der Ganztagsschule auf die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler“ unter Einbezug des aktuellen internationalen Forschungsstandes.



  • Evaluation des Paktes für den Nachmittag an hessischen Grundschulen

    Leitung: Prof. Dr. Natalie Fischer und Prof. Dr. Hans Peter Kuhn
    Wiss. Mitarbeit: Carina Tillack, Selina Mütze, Annika Majewski, Uwe Dezhgahi
    Stud. Mitarbeit: Marina Bandov, Jasmin Erhardt, Nadezhda Filippova, Christina Fried, Alexander Hafner, Yannik Himstedt, Kim Jahnke, Linda Pyko, Lea Stahl, Ann-Sophie Trost, Elisabeth Vollmer, Hanna Weimer
    Förderung: HKM, 2'2017-12'2019, verlängert bis 31.03.2020

    Projektbeschreibung:
    Durch den Pakt für den Nachmittag (PfdN), in dem Land und Schulträger gemeinsam ein nachmittägliches Bildungs- und Betreuungsangebot in derzeit insgesamt 122 Grundschulen verantworten, sollen – neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – insbesondere Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung unterstützt werden. Voraussetzung ist die Entwicklung eines gemeinsamen pädagogischen Konzeptes von Schule und Kooperationspartnern. Als Qualitätsmerkmale gelten auch für die Schulen des PfdN die Kriterien des hessischen Qualitätsrahmens für Ganztagsschulen.
    Gegenstand der durchzuführenden Untersuchung ist die Evaluation des PfdN durch Bestandsaufnahme der aktuellen Praxis, der Erfahrungen, der Zufriedenheit und der durch die beteiligten Akteure wahrgenommenen Veränderungen durch den PfdN. So sollen Gelingensbedingungen und Veränderungsbedarfe aufgedeckt werden. Das Vorhaben bezieht sich auf alle Steuerungsebenen des Paktes (Schulen, regionale und landesweite Steuerung). Einbezogen werden alle Beteiligten in den Schulen (Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Leitungen) sowie Vertreter*innen der regionalen Steuerung (Schulträger, Träger der Ganztagsangebote, Staatliche Schulämter) und Beteiligte und Instrumente der landesweiten Steuerung. Die Ergebnisse der Evaluation können wertvolle Hinweise für die Weiterarbeit auf allen Ebenen geben. Bis 2019 sollen die am Pakt beteiligten Akteure in den Schulen aller 16 Schulträger evaluiert werden. Zudem werden die Beteiligten des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, der Bildungsregion Darmstadt-Dieburg und der Stadt Kassel vertieft untersucht.
    Die Evaluation erfolgt auf der Basis eines Mixed-Methods-Designs, es kommen sowohl Dokumentenanalysen, als auch halbstandardisierte Interviews mit Leitungspersonen sowie Gruppendiskussionen in den Steuergruppen und an den Schulen zum Einsatz. Daten von Eltern, Lehrkräften und Pädagogischen Fachkräften werden mittels eines standardisierten Fragebogens erhoben, die Schüler*innen sollen längsschnittlich mit zwei Messzeitpunkten befragt werden.



Projekte im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung: „Professionalisierung durch Vernetzung - Fortführung und Potenzierung"

Diese Projekte werden im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (Professionalisierung durch Vernetzung - Fortführung und Potenzierung PRONET2) von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

  • Multiprofessionelle Teams in Ganztagsschulen (MuTiG)
    Leitung: Prof. Dr. Hans Peter Kuhn und Prof. Dr. Natalie Fischer
    Wiss. Mitarbeit: Johanna Valentin
    Stud. Hilfskraft: Sebastian Heitmann, N.N.
    Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
    Laufzeit: seit 1'2015 (PRONET), aktuell PRONET2 von 1'2019 bis 12'2023

  • Inklusive Pädagogische Beziehungen
    Leitung: Prof. Dr. Natalie Fischer und Prof. Dr. Friederike Heinzel
    Wiss. Mitarbeit: Laura Faber, Deborah Weißer
    Stud. Mitarbeit: Selime Miftari
    Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
    Laufzeit: seit 1'2015 (PRONET), aktuell PRONET2 von 1'2019 bis 12'2023



Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • Interaktive Handlungsweisen von Lehrpersonen
    Doktorandin: Vivien Wysujack
    Betreuung: Prof. Dr. Natalie Fischer & Prof. Dr. Annedore Prengel
    Laufzeit: 2016-2019, Disputation: 2019
    Projektbeschreibung:
    Das Dissertationsprojekt wertet die INTAKT-Studien,
    bei denen es sich um qualitative Beobachtungsstudien zur Erforschung der Lehrer-Schüler-Interaktionen hinsichtlich der Kategorien „Anerkennung“, „Verletzung“ und „Ambivalenz“ in pädagogischen Beziehungen handelt, systematisch nach Handlungsmustern einzelner Lehrpersonen aus.
    In der geplanten Studie wird danach gefragt, ob typische Interaktionsprofile von Lehrerpersönlichkeiten gefunden werden können und wie häufig diese in Abhängigkeit von Lehrergeschlecht, Schulform und Einzugsgebiet vorkommen. Darüber hinaus soll die Kontinuität des Lehrerhandelns eine zentrale Rolle spielen. Es wird untersucht, ob einzelne Lehrpersonen an verschiedenen Tagen und in verschiedenen Lerngruppen unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen.



  • Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen - Teilstudie StEG-Tandem

    Leitung: Prof. Dr. Natalie Fischer und Prof. Dr. Eckhard Klieme/DIPF
    Wiss. Mitarbeit: Katrin Heyl
    Stud. Mitarbeit: Eva-Maria Bernards, Sebastian Heitmann, Luisa Joel, Kathleen Lesser, Selina Mütze, Mona Oelfke, Timo Schmitz, Kevin Sennhenn, Josefine Spitzner, Lea Stahl, Sascha Strehlau, Franziska Teschemacher
    Förderung: BMBF, 1'2016 bis 12'2019

    Nähere Information zum Projekt finden Sie in: Heyl, K. & Fischer, N. (2017). Wissenschafts-Praxis-Transfer an Ganztagsschulen, DIPF informiert, 25 (2), 18-20. (Link)
    Publikationen:
    StEG-Konsortium (2019). Individuelle Förderung: Potenziale der Ganztagsschule. Frankfurt am Main: DIPF. Ergebnisbroschüre der dritten Förderphase von StEG unter Mitarbeit von Natalie Fischer und Katrin Heyl.
    Brisson, B., Heyl, K., Sauerwein, M., Theis, D. & Fischer, N. (2019): Leitfaden StEG-Tandem. Konzeptuelle Weiterentwicklung von Hausaufgabenbetreuung und Lernzeiten.





  • Professionelle Kommunikation - Lehrbaustein
    ProfKom-L 


    Leitung: Prof. Dr. Martin Gartmeier (ehemals TUM) und Prof. Dr. Natalie Fischer (Kassel)
    Kooperation: Prof. Dr. Dominicq Riedo (Universitè Fribourg, Schweiz), Roger Gut (PH Fribourg, Schweiz), Prof. Dr. Daniela Sauer (Otto-Friedrich-Universität Bamberg)
    Wiss. Mitarbeit: Anja Deistler
    Stud. Mitarbeit: Josefine Spitzner, Deborah Weißer, Jana Daemen
    Förderung: Vodafone Stiftung Deutschland

    Projektbeschreibung:
    Im Forschungsprojekt ProfKom werden Trainingsmaterialien zur Förderung der Gesprächsführungskompetenz (angehender) Lehrpersonen entwickelt. Der Fokus liegt dabei auf der Situation des schulischen Elterngesprächs. Im Projekt „ProfKom-L“ (gefördert von der Vodafone-Stiftung) wird in Kooperation (TU München, PH und Universität Fribourg, Universität Bamberg) die Implementation der Trainingsmaterialien (Lehrbaustein) in die Lehramtsausbildung erprobt. Neben der Arbeit mit Videos sieht das aus der Medizindidaktik stammende Lehrkonzept den Einbezug von Schauspielergesprächen vor.



  • KuLe-Eltern: Kurzintervention in der Lehramtsausbildung - Evaluation und Optimierung einer Maßnahme zur Gesprächsführungskompetenz

    Leitung: Prof. Dr. Natalie Fischer
    Wiss. Mitarbeit: Anja Deistler
    Stud. Mitarbeit: Jana Daemen, Annabel Schwerdt, Josefine Spitzner, Deborah Weißer
    Förderung: Universität Kassel (Zentrale Lehrförderung), 01'2017-02'2018

    Projektbeschreibung:
    Obwohl das Führen von Elterngesprächen an Bedeutung gewinnt, sind universitäre Lehrangebote selten, die Gesprächsführungskompetenz im Lehramtsstudium gezielt fördern. Seit einiger Zeit entstehen auf Basis von Interventionsstudien entsprechende didaktische Ansätze. Problematisch ist, dass die Lehrkonzepte oft nicht gut dokumentiert und so nicht 1:1 in die Hochschullehre übertragbar sind. Im Projekt „ProfKom-L“ (gefördert von der Vodafone-Stiftung) wurde in Kooperation (TU München, PH und Universität Fribourg, Universität Bamberg) die Implementation eines Lehrbausteins in die Lehramtsausbildung erprobt. Neben der Arbeit mit Videos sieht das aus der Medizindidaktik stammende Lehrkonzept den Einbezug von Schauspielergesprächen vor, was in der Lehramtsausbildung aufgrund mangelnder Ressourcen langfristig unrealistisch ist. In KuLe-Eltern soll daher die Überprüfung der Wirksamkeit des innovativen Lehrbausteins an einer größeren Stichprobe erfolgen. Zur Verbesserung der Handhabbarkeit für eine langfristige Implementation in die Lehrerbildung wird das Konzept des Schauspielergesprächs mit Gesprächen (Rollenspielen) unter Studierenden verglichen. Die Ergebnisse sollen für die Entwicklung weiterer Kurzinterventionen genutzt werden.



  • Veränderung der Lernkultur durch multiprofessionelle Kooperation an einer Ganztagsgrundschule

    Leitung: Prof. Dr. Natalie Fischer
    Wiss. Mitarbeit: Nora Dollichon und Selina Mütze

    Projektbeschreibung:
    Am Fachgebiet „Soziale Beziehungen in der Schule“ wird eine neu gegründete hessische Ganztagsgrundschule wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Durch eine enge Kooperation des Ganztagsträgers und der Schulleitung erhoffen sich die Beteiligten Potenziale für die Lernkultur in Unterricht und Ganztagsangeboten. Zunächst werden im Rahmen dieses Projektes von Lehrkräften und weiterem pädagogisch tätigem Personal gemeinsam durchgeführte Lernzeiten in den Blick genommen und mit einem Multi-Method-Design evaluiert.