

Die Hauptziele der Abfallwirtschaft liegen mit
Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes im Oktober 1996 in
der Vermeidung und Verwertung von Abfällen.
Dem Baubereich kommt mit der zielgerichteten Steuerung der Stoffströme eine
zentrale Bedeutung zu, da in diesem Bereich hohe Stoffmengen umgesetzt werden
und die Lenkung dieser Stoffströme letztendlich einen entscheidenden Beitrag
zum Umweltschutz
und damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.
Bemühungen zur Schließung von Stoffkreisläufen im Bausektor zielten in den
letzten Jahren überwiegend auf Reststoffe aus dem Tiefbau ab, für die es
bereits gut eingeführte Verwertungswege gibt. Für die Baureststoffe aus dem
Hochbau existieren bislang kaum
schlüssige Lösungskonzepte. Dies liegt u.a. daran, daß derzeit die Techniken
zur Aufbereitung von Baureststoffen nicht in der Lage sind, aus heterogen
zusammengesetzten Abbruchmassen hochwertige Sekundärrohstoffe herzustellen, so
daß der überwiegende
Teil dieser Stoffe noch deponiert wird oder lediglich zu Produkten mit
minderwertigen Qualitätsanforderungen (Downcycling) aufbereitet wird.

zuletzt geändert am: 08.02.2005