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Thermische Abfallbehandlung

In den Forschungsschwerpunkt Thermische Abfallbehandlung fallen die Untersuchungen und Optimierungen thermischer Abfallbehandlungsprozesse. Hierbei werden sowohl verschiedene Verfahren als auch verschiedene Abfallarten berücksichtigt:

Verfahren

Trocknung

Pyrolyse

Verbrennung

Schmelze

 

Abfallart

Haus- und Gewerbemüll

Ersatzbrennstoff aus Abfall

Krankenhausabfälle

Industrielle Rückstände

Klärschlamm

 

Arbeitsschwerpunkte im Bereich der Thermische Abfallbehandlung sind u.a.

Charakterisierung des Brennverhaltens regenerativer Festbrennstoffe

Kurzverbrennung von Reststoffen

Online-Berechnung des Müllheizwertes

Entwicklung der Technikumsverbrennungsanlage (TVA)

Die Restabfallzusammensetzung zeichnet sich durch eine große und zunehmende Heterogenität bezüglich Heizwert und Schadstoffbelastung aus. Die Zunahme der Heterogenität könnte durch die unterschiedlichen Einzelfraktionen wie z.B. Sortierreste aus der Gewerbeabfall- und DSD-Sortierung oder Fraktionen zur energetisch/thermischen Verwertung gemäß KrW-/AbfG bedingt sein.

Die für einen thermischen Prozess besonders relevanten Parameter Heizwert und Schadstoffbelastung werden in der Regel im Labor mittels Kalorimeter und Feststoffanalysen bestimmt. Diese Analysenergebnisse sind aufgrund der Heterogenität der Reststoffe, die eine repräsentative Probenahme sehr schwierig machen, mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Diese Problematik der Probennahme trifft sowohl auf Haus- und Gewebemüll wie auch auf heizwertreiche Abfallfraktionen, die als Ersatzbrennstoff eingesetzt werden sollen, zu. Des Weiteren ist die Probenaufbereitung für die Analysen mit beträchtlichen Aufwand verbunden.

Die Problematik der repräsentativen Probenahme in der Abfallanalytik wurde vom Fachgebiet aufgegriffen und eine Verbrennungsstrecke im halbtechnischen Maßstab entwickelt (siehe Abb.), in der Heizwerte und Schadstoffgehalte über eine thermische Umsetzung auf Basis von Massen- und Energiebilanzen bestimmt werden. Zentrale Aggregate der TVA sind ein Festbrennstoffkessel mit Ölstützfeuerung und einer Auslegungsleistung von 30 kW und ein Emissionsmesssystem zur Messung gasförmiger Schadstoffkomponenten in den Rauchgasen. Die Anlage ermöglich die Bestimmung von Heizwerten und Schadstoffgehalten anhand großer Abfallproben, wodurch der Fehler, der bei der Probennahme entsteht, enorm reduziert wird.

Technikumsverbrennungsanlage (TVA)  

Im Zusammenhang mit der TVA werden folgende Arbeiten durchgeführt:

Bestimmung brennstofftechnischer Eigenschaften von Abfällen durch die Bilanzierung von Verbrennungsversuchen

 Entwicklung neuer Untersuchungsmethoden zur Bestimmung von Verbrennungseigenschaften bei Abfällen

Thermische Umsetzung von Abfällen, Erstellung von Massen- und Energiebilanzen und Bestimmung von Heizwert und Schadstoffgehalt

Untersuchungen zur Betriebsoptimierung von Müllverbrennungsanlage