Im Mittelpunkt der SUMMER SCHOOL 2021 stand die künstlerisch-praktische Annäherung an Fragen zur partizipativen Nutzung öffentlicher Räume und dem „Urbanen Lernen“. Was ist eigentlich „öffentlicher Raum“? Welche Rolle spielt der öffentliche Raum für das städtische Leben? Wie verändert sich unser Verhalten im öffentlichen Raum – gerade in Zeiten, in denen öffentliche Räume wie Parks und Museen aufgrund der Pandemie geschlossen werden? Wie verändert künstlerische Praxis den Blick auf die Stadt Kassel und ihre Räume, Wege, Ecken, Nischen?

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Work­shops der SUM­MER SCHOOL 21

Workshop 1
URBANE ALLTAGSCHOREOGRAFIEN
Dr. Lucia Rainer – Performance und künstlerische Forschung


Wie bewegen wir uns im öffentlichen Raum? Welche Alltagschoreografien können wir beobachten und wie gestalten wir diese mit?Diese Fragen sind der Ausgangspunkt für eine geteilte, künstlerische Recherche, in welcher wir öffentliche Räume sinnlich beobachten und choreografisch erkunden. Der Workshop arbeitet mit den urbanen Alltagspraktiken des Gehens und Stehens, um unsere Wahrnehmung des öffentlichen Raums zu schärfen und zeitgleich auszuloten, wie sich Alltäglichkeiten darstellen. In der ersten Phase des Workshops sammeln wir Bewegungsmaterial, das wir in einer zweiten Phase mit choreografischen Kompositionsverfahren (präzisieren, kontrastieren, reduzieren, verbinden u. a.) bearbeiten und – in einer dritten Phase – zu kleinen Performances verdichten. Die Performances reflektieren unsere Ausgangsfragen und lassen uns erneut in die sinnliche Recherche eintauchen.

Workshop 2
SOUNDING.BEUYS .
Olaf Pyras – Institut für Musik Uni Kassel, UdK Berlin


Von der Recherche zum Audiowalk 7000 Eichen. Die nachwachsende Raum-Zeit-Skulptur (Kassel) ist seit 1982 das größte lebendige urbane Projekt von Joseph Beuys. Die Idee der Sozialen Plastik wirkt hier anhaltend und greifbar: Ein Baum, ein Stein, öffentlicher Raum. Wir erkunden kritisch die speziellen Situationen, untersuchen sie akustisch und stellen sie in neue Kontexte. Wir arbeiten musikalisch an und mit ihnen. Wir experimentieren mit Hinzufügungen und entwickeln eigene Klangumgebungen: Soundspaces. Hör- und Kompositionsaufgaben begleiten den künstlerischen Prozess. Unsere Ergebnisse münden in einen Audiowalk zum Nachhören und Wiederbegegnen: Sounding.Beuys.