Ver­öf­fent­li­chun­gen

Óscar Loureda/Angela Schrott (Hg.): Manual de lingüística del hablar [= Manuals of Romance Linguistics 28. De Gruyter 2021.

“The Manual presents the state of the art of the research about discourse and communication within the Romance languages. It offers introductory articles which explain in a simple and clear way the current research topics of a broad variety of disciplines like Linguistics, Pragmatics, Discourse Analysis, Communication Theory, Text Linguistics and Philology.

The authors of the Manual collectively explain complex theoretical problems concerning communication and discourse, and texts as its products. The contrastive descriptions contain examples in different Romance languages which show the outreach of the theoretical approaches and address a public with interests in a variety of disciplines and languages. Furthermore, it shows possibilities of application and transfer of the research about communication in different professional contexts.”

Tom Kleffmann: Kleine Summe der Theologie. Tübingen: Mohr Siebeck 2021.

„In dieser Studie entfaltet Tom Kleffmann den gedanklichen Grundzusammenhang des christlichen Glaubens als eine Theologie der Kommunikation. Er begründet die Relevanz der Rede von Gott und erörtert die Frage, was eine Offenbarung Gottes heißen kann. Zudem bestimmt er den Sinn von Glauben, die Vernunft des Glaubens und die Aufgabe der Theologie. Die materiale Ausführung beginnt er mit der christlichen Auffassung des unwahren Lebens und findet die Mitte im Gedanken der Offenbarung Gottes als Mensch, die die Gottesgemeinschaft begründet. Es folgen das christliche Verständnis der Welt als Äußerung Gottes, das auch das Verhältnis von Schöpfungsglauben und Naturwissenschaft reflektieren muss, sowie der vom Geist jener Gemeinschaft ausgehende Gedanke des wahren Lebens und seiner Ewigkeit. Im Schlussteil versucht der Autor, die Antwort auf die Frage »wer ist Gott« zu geben und fasst sie im Gedanken des dreieinigen Lebens Gottes zusammen.“

 

Tanja Fohr: „Kunst erleben mit der Applikation Actionbound: Chancen und Grenzen eines digitalen Lernarrangements für DaFZ-Lernende im Kunstmuseum.“ In: Sprache, Kulturen, Identitäten: Umbrüche durch Digitalisierung. [= BFF 16] Hrsg. von Maria Eisenmann und Jeanin Steinbock. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2021.


In diesem Beitrag geht es um Kunst und die sprachsensible und digitale Unterstützung von Rezeptionsprozessen am außerschulischen Lernort „Neue Galerie“ in Kassel. Die Autorin geht in ihrer Untersuchung der Frage nach, ob und inwieweit das Smartphone während des Museumsbesuches dazu genutzt werden kann, die Annäherung an Kunstwerke zu unterstützen und die notwendigen sprachlichen Mittel für eine selbstständige und kreative Auseinandersetzung bereitzustellen. Ausgehend von der Darstellung und Analyse ausgewählter Ergebnisse können die Lernmöglichkeiten, aber auch die Grenzen eines digitalen Lernarrangements mit der Applikation Actionbound  aufgezeigt werden.

Tanja Fohr: Integrierte Sprachbildung im Fach Kunst. Eine Studie zur Sekundarstufe I, Klasse 5 [= DaZ-Forschung 21]. Berlin: De Gruyter Mouton 2021.

In dieser Untersuchung zur „Integrierte Sprachbildung im Fach Kunst. Eine Studie zur Sekundarstufe I, Klasse 5.“ geht die Autorin in Bezug auf die aktuelle Diskussion um Sprachbildung und sprachsensiblen Fachunterricht der Frage nach, welchen Beitrag das Fach Kunst zum Aufbau von Bildkompetenzen und den damit verbundenen sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler leisten kann und sollte.
Sie diskutiert, wie ausgewählte aktuelle Sprachbildungsansätze mit bestehenden kunstpädagogischen Vorgaben zu vereinbaren sind. Grundlage für die qualitative Unterrichtsforschung zur integrierten Sprachbildung im Kunstunterricht ist eine zwei Schuljahre umfassende Pilot- und Hauptstudie, die Fünftklässler im Alter von 10 bis 12 Jahren mit sprachlichem Förderbedarf in den Fokus nimmt.

Jan Knobloch/Antonio Lucci (Hg.): Gegen das Leben, gegen die Welt, gegen mich selbst. Figuren der Negativität. Heidelberg: Winter 2021.

Der Band, der auf eine Tagung am IFK Wien zurückgeht, versammelt Beiträge aus Philosophie, Literatur-, Religions- und Kulturwissenschaft, um der Frage der Negativität systematisch sowie in begriffs- und sachgeschichtlicher Hinsicht nachzugehen. Neu ist dabei der Ansatz, den Negativitätsbegriff gezielt zu pluralisieren: einerseits durch Herauslösung aus seiner Bindung an (nach-)hegelianische Lesarten, andererseits durch Konkretisierung. Dies bedeutet, Negativität in ihre diskursiven, medialen und kulturellen Kontexte einzuordnen, sie an Beispielen zu veranschaulichen sowie theoretische Positionen in Bezug zu kulturellen Artefakten zu setzen. In den Blick rücken so nicht nur Texte, sondern auch Figuren, Narrative, Bilder und Praktiken, in denen sich Negativität manifestiert.

https://www.winter-verlag.de/de/detail/978-3-8253-4651-5/Knobloch_ua_Hg_Gegen_das_Leben/

Stefan Greif/Turgay Kurultay/Nikola Roßbach (Hg.): Kein Ende des Gerüchts. Antisemitismus in Kultur und Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts  [= Intervalle 15]. Kassel: university press 2020.

Wie die jüngsten Anschläge auf jüdische Einrichtungen und Personen zeigen, grassiert in Deutschland immer noch und sogar verstärkt das unsägliche ‚Gerücht über die Juden‘, die vermeintlich den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören und die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Verbreitet werden solche Hassbotschaften unter anderem mittels rechter Verschwörungstheorien, die eine dumpfe Wut auf vermeintlich dunkle Machenschaften demokratischer Staaten schüren, gleichzeitig aber auch eine Angstkommunikation reaktivieren, die nach autoritärer Führung verlangt. Von der These ausgehend, dass der aktuelle Judenhass nicht nur uralte Vorurteile tradiert, sondern aggressiv die aufklärenden Antworten auf antisemitische Stereotype zu widerlegen versucht, widmen sich die hier versammelten Aufsätze aus Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichtswissenschaft der Frage, wie sich die Diffamierung des ‚Jüdischen‘ historisch entwickeln konnte, wie antisemitische Verfolgung literarisch bezeugt wurde und mit welchen Argumenten die neuen Sagbarkeitsdebatten im Kontext des Antisemitismus geführt werden. Das Spektrum des untersuchten Materials reicht dabei von den berüchtigten Protokollen der Weisen von Zion über die literarische Gestaltung von Zeitzeugenschaft im Angesicht der Schoah bis hin zu Antisemitismus und Antisemitismuskritik in Kultur, Medien und Musik der Gegenwart.

 

„Literatur aus Kassel für Kassel“ ist ein Zuhause-Projekt. Wir verschenken Lese-Zeit – ohne technische Studiobedingungen. Zum Schmökern empfehlen wir Ihnen außerdem das Kleine Kasseler Literatur-Lexikon. Autorinnen und Autoren (Wehrhahn Verlag Hannover, 2018) mit seinen über 450 Artikeln.

Das Projekt „Literatur aus Kassel für Kassel: Online-Lesungen“ ist eine Zusammenarbeit von Universität Kassel (Prof. Dr. Nikola Roßbach) und Stadtbibliothek Kassel.

Es lesen für Sie: Jessica Bauer, Friedrich Block, Thomas Bündgen, Raphael Döhn, Holger Ehrhardt, Andreas Gebhardt, Stefan Greif, Hans Grote, Matthias Henke, Michael Kelbling, Maria Knissel, Sabine Köttelwesch, Dietfrid Krause-Vilmar, Stefanie Kreuzer, Urania Milevski, Hartmut Müller, Ilse Müllner, Sophia Nordheim, Thorwald Proll, Nikola Roßbach, Eva Schulz-Jander, Andreas Wicke, Marlis Wilde-Stockmeyer und Kerstin Wolff.

Wir danken allen Mitlesenden für ihr Engagement. Ganz besonderer Dank gilt Andreas Wicke nicht nur für Lese-, sondern auch technische Unterstützung. Und schließlich wäre ohne die Hilfe unseres Kollegen und IT-Experten Oliver Schuster Einiges nicht möglich gewesen.

Für die digitalen Lesungen von Gegenwartsliteratur erteilten die Autorinnen und Autoren die Genehmigungen und gestatteten die Veröffentlichung auf den Internetseiten der Stadt Kassel.

Zu den aktuellen Texten von Maria Knissel, Thorwald Proll und Friedrich Block werden die genauen Quellen angegeben – mit Einladung zum Weiterlesen.

Martin Böhnert: Methodologische Signaturen. Ein philosophischer Versuch zur Systematisierung der empirischen Erforschung des Geistes von Tieren. Paderborn: mentis 2020.

Wie wissen wir, ob Tiere denken können? In Erweiterung der bisherigen Debatte um Mensch-Tier-Verhältnisse analysiert dieser Band die Bedingungen und Kontexte der naturwissenschaftlichen Gewinnung unseres Wissens von Tieren.
Die aktuellen Diskussionen innerhalb der Tierphilosophie drehen sich um die drei zentralen Fragen, ob wir Tieren einen Geist zuschreiben können, worin der Unterschied zwischen Menschen und Tieren besteht und wie sich Menschen gegenüber Tieren verhalten sollen. Unser Wissen über Tiere ist meist von der empirischen Forschung übernommen. Die Methoden, Theorien und Kontexte der empirischen Forschung wurden bislang nicht zum Gegenstand gemacht. Diese Lücke will der Band mit dem zentralen Konzept der methodologischen Signaturen schließen, das den systematischen Vergleich von Forschungsansätzen anhand deren fundamentalen methodologischen, ontologischen und epistemologischen Vorannahmen erlaubt.

Dagobert Höllein/Nils Lehnert/Felix Woitkowski (Hg.): Rap – Text – Analyse. Deutschsprachiger Rap seit 2000. 20 Einzeltextanalysen. Bielefeld: Transcript 2020.

Rap ist zuletzt vor allem negativ in die Schlagzeilen geraten. Antisemitismus, Sexismus und Homophobie dominieren nicht ohne Grund die mediale Berichterstattung, wie die vorliegenden Forschungsergebnisse zeigen. Damit ist der deutschsprachige Rap aber nicht abschließend erfasst. Längst ist die Musikrichtung kein Nischenphänomen mehr, sondern die Rap-Szene zeichnet sich durch vielfältige Formen, Stile und Haltungen aus. Der Sammelband widmet sich deutschsprachigem Rap seit 2000 und legt den Fokus erstmals auf Einzeltextanalysen, die sich diesem Musikgenre und seinen Künstler*innen multiperspektivisch und -disziplinär annähern.

Der herausgegebene Sammelband von Dagobert Höllein, Nils Lehnert und Felix Woitkowski wurde am 27.02.2020 im Deutschlandfunk Kultur präsentiert. 

Hier zum Link: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=812056