Digitale Fortbildungsangebote für Wirtschaftslehrkräfte frei verfügbar
Bild: Uni Kassel.Ziel des Verbunds war es, die digitale Transformation in der Wirtschaftslehrkräftebildung systematisch voranzubringen und Lehrkräfte zu unterstützen. In 14 Teilprojekten entwickelten und erprobten die beteiligten Hochschulen digitale Lernumgebungen und Fortbildungsmodule, die sowohl in der Lehrpersonenbildung als auch im Unterricht an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen einsetzbar sind.
Zu den Angeboten zählen unter anderem:
Branching Scenarios zum Thema Zahlungsverzug und Kulanzentscheidungen: Im Rahmen der Fortbildung erarbeiten Lehrende eine authentische Lernsituation mit einer Software, die interaktiv abgebildet wird. Die Lernenden können innerhalb dieser selbst navigieren und müssen dabei interaktive Aufgaben bewältigen sowie realitätsnahe Entscheidungen treffen (Universität Kassel).
LUCAOffice: In der Fortbildung werden die Möglichkeiten des unterrichtlichen Einsatzes einer Bürosimulation für den kaufmännischen Unterricht aufgezeigt. In dieser Bürosimulation haben angehende Kaufleute die Möglichkeit, realitätsnahe kaufmännische Arbeitsszenarien zu durchlaufen und diese zu reflektieren (Universität Mannheim).
Digitale Experimente im Wirtschaftslehreunterricht: In dieser Fortbildung lernen Lehrkräfte, digitale ökonomische Experimente als fachspezifische Methode des erfahrungsbasierten Lernens gezielt in ihre Unterrichtseinheiten zu integrieren (IÖB Oldenburg).
Erklärvideos zu Subventionen: Lehrpersonen erhalten eine Fortbildung, die sie dazu befähigt, den Einsatz von Erklärvideos in ihrem Unterricht zu reflektieren, bereits bestehende Videos mit zusätzlichen Elementen zu ergänzen und Schülerinnen und Schüler bei der Erstellung von Erklärvideos anzuleiten (Eberhard Karls Universität Tübingen).
KIWI-MOOC: Für die Fortbildung ist ein Online-Selbstlernkurs zur Verfügung gestellt worden, der dazu dient, die Kompetenzen von (angehenden) Lehrpersonen im Bereich der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) zu fördern. Der Kurs umfasst sieben Module, die verschiedene Themen rund um die Anwendung von KI im Lehrberuf behandeln (Universität Leipzig & PH Schwäbisch Gmünd).
„Die digitale Transformation in der ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Bildung gelingt nur im engen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis“, betont Klusmeyer. „Mit WÖRLD haben wir innovative Fortbildungsformate entwickelt und verbreitet, die Lehrkräfte bundesweit unmittelbar unterstützen.“ Über den Abschluss des Verbundprojekts hinaus bleiben die entwickelten Angebote verfügbar und bilden somit eine Grundlage für die weitere Digitalisierung in der Wirtschaftslehrkräftebildung. Damit sichert der Projektverbund den nachhaltigen Transfer der entwickelten Angebote in die Bildungspraxis.
Die Materialien stehen ab sofort kostenfrei als Open Educational Resources über die Plattformen ComPleTT, HubbS, WirLernenOnline und Zenodo zur Verfügung. Alle Projektinformationen, inklusive der aufgezeichneten Ringvorlesung „Around the WÖRLD“, sind auch unter @woerld_house | Linktree abrufbar.
Mehr Informationen zu den WÖRLD-Ergebnissen: https://lernen.digital/wp-content/uploads/2025/12/Broschuere_Wirtschaft_2_Auflage.pdf
Kontakt:
Prof. Dr. Jens Klusmeyer
Institut für Berufsbildung
Fachgebiet: Wirtschaftspädagogik mit
Schwerpunkt Berufliches Lehren und Lernen
E-Mail: klusmeyer[at]uni-kassel[dot]de