Ringvorlesung "Demokratie(Bildung) und Geschlecht

Ringvorlesung des Kompetenzzentrums Geschlechterforschung in der Transformation (GETRA) in Kooperation mit dem Fachgebiet Internationale Geschlechterpolitik und Qualitative Methoden der Politikwissenschaft

Angriffe auf Gleichstellung- und Diversitätspolitiken, Antifeminismus, Queerfeindlichkeit und die Einschränkung von LGBTIQ+-Rechten sind längst zu zentralen Strategien rechts-autoritärer Politiken geworden und nehmen zentral Bildungskontexte in den Blick. Fragen von Geschlecht und Diversität dienen dabei zunehmend als Hebel, um demokratische Prinzipien, Minderheitenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu untergraben. Zugleich gehören genau diese Themen – der Abbau geschlechtsspezifischer Ungleichheiten, der Schutz von Minderheiten und die Stärkung inklusiver Teilhabe – zu den Grundpfeilern pluraler Demokratien und stehen im Fokus der Geschlechterforschung.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Vorlesungsreihe das Ziel, den Zusammenhang von Demokratie und Geschlechterverhältnissen zu beleuchten und dabei einen Fokus auf bildungspolitische Kontexte und Settings zu legen. Die Vorträge der Reihe reflektieren diesen Zusammenhang einerseits auf der konzeptionellen Ebene: Was bedeutet es demokratietheoretisch und -politisch Geschlechterverhältnisse in den Blick zu nehmen? Welche Herausforderungen und Perspektiven ergeben sich daraus für politische Bildung? Welche Bedeutung hat die Forderung nach Neutralität in der (politischen) Bildung vor diesem Hintergrund? Andererseits sollen konkrete Themen- und Handlungsfelder diskutiert werden: Welche Bedeutung hat Antifeminismus in Bildungskontexten? In welchem Zusammenhang stehen Sprachverbotspolitiken im Bildungskontext mit autoritären (Geschlechter-)Politiken? Welche Umgangsweisen werden mit antidemokratischen Geschlechterpolitiken können wir im Kontext Bildung finden?

Die Vorlesung ist hochschulöffentlich und richtet sich besonders an Lehramtsstudierende. 

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