Zwei neue Projektseminare I Go:Green im SS 2026

Projektseminar I Go: Green Angewandte Forschungsprojekte im Kontext des Radfahrens
Das Projektseminar verfolgt das Ziel, durch studentisches Engagement die Nachhaltigkeitsentwicklung in puncto Fahrradfahren an der Universität Kassel aktiv voranzutreiben. Aufbauend auf bisherigen Projekten von Cycassel und der Vorarbeit im Projektseminar im Wintersemester 2025/26 sollen Studierende praxisorientiert Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die die Freude am Radfahren weitergeben. Ein zentrales Teilprojekt ist die Darstellung der besten Radrouten zwischen den einzelnen Uni-Standorten. Damit soll zum einen die nachhaltige Mobilität gefördert werden und zum anderen die Sichtbarkeit und Nutzbarkeit von klimafreundlichen Alternativen im Alltag von Mitarbeitenden und Studierenden der Universität Kassel gestärkt werden. Geplant ist durch ein Beschilderungs- und Wegenetz für Radfahrer:innen ein ressourcenschonendes Verhalten zu erleichtern und zu fördern. Die Planung, Gestaltung und Umsetzung eines Campus-Fahrradwegenetzes mit Beschilderung zwischen den Uni-Standorten stellt dabei eine konkrete Maßnahme dar, welche Studierende entwickeln und durch Umfragen und Evaluationen ergänzt wird. Alle Studierendenprojekte des Seminars münden in die Kasseler Radwochen, welche im Mai 2026 stattfinden. Das Projektseminar richtet sich an Studierende aus dem Sportlehramt sowie aus dem Master Mobilität, Verkehr und Infrastruktur (Fortsetzung aus dem WS 2025/26).
Projektseminar I Go: Green „Blau machen – Rohstoffe selbst gewinnen und alternative fotografische Verfahren für Kunst und Gestaltung einsetzen“
Mit dem Projektseminar möchten die Studienwerkstätten Foto und Textil der Kunsthochschule Kassel ein interdisziplinäres Lehrangebot anbieten, das sich mit nachhaltigen Rohstoffkreisläufen, natürlichen Farbstoffen und historischen fotografischen Verfahren auseinandersetzt, die Energie und Ressourcen sparen. Ausgangspunkt und ein verbindendes Element des Seminars ist dabei die Farbe Blau. Studierende lernen, durch die Erschließung lokaler Rohstoffe wie Waid, Stockrose und Rotkohl den pflanzlichen Farbstoff für blaue Töne selbst zu gewinnen und diese in gestalterische Prozesse zu integrieren, wie dem Färben von Textilien oder auch Papieren. Ein historisch fotografisches Edeldruckverfahren ist dabei die Cyanotypie: Ein Papier wird mit einer UV-Licht-Sensiblen Emulsion eingestrichen, Pflanzen, Objekte oder Negative werden daraufgelegt und mittels Sonnenlicht erscheint nach Belichten und Auswaschen ein tiefes Blau an den Stellen mit Lichtkontakt. In Kooperation mit dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften - die ein Versuchsfeld mit Färberwaid gepflanzt haben - und mit einer externen Kräuterexpertin sowie einer Künstlerin erforschen die Studierenden das Potential regionaler Pflanzen und der Cyanotypie als Farb- und Gestaltungsmittel. Das Projekt verbindet zum einen künstlerische Praxis mit Nachhaltigkeitsbildung. Zum anderen erlernen Studierende, neue gestalterische Verfahren zu erproben und gleichzeitig ein vertieftes Verständnis für ökologische Kreisläufe und Ressourcennutzung zu entwickeln. Daneben wird eine nachhaltige Campusentwicklung gefördert, da die Rohstoffe lokal angebaut und für die eigene Lehre genutzt werden können, anstatt Materialien ausschließlich extern zu beschaffen.
Die Projektseminare werden in Kürze im Vorlesungsverzeichnis zu finden sein.