Literatur - Kunst - Medienkulturen (Master)
Bild: Jan von AllwoerdenDas Studium verbindet Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft mit künstlerischer Praxis und eröffnet vielfältige Perspektiven in Vermittlung, Forschung sowie Kultur- und Kreativwirtschaft. Studierende erwerben analytische, kommunikative und gestalterische Kompetenzen, um kulturelle Prozesse kritisch zu verstehen und in einem internationalen, interdisziplinären Berufsfeld aktiv mitzugestalten.
Auf einen Blick
Über den Studiengang
Die Studierenden werden durch wissenschaftliche und künstlerische Grundlagen sowie Methoden auf eine berufliche Tätigkeit in der Literatur-, Medien- und Kulturvermittlung und -wissenschaft ebenso wie in der Kunst- und Kreativwirtschaftvorbereitet werden. Die Absolvent:innen verfügen am Ende ihres Studiums über fachliche Inhalte und Kompetenzen, die sie in die Lage versetzen, sich in fachwissenschaftlichen, interdisziplinären, dynamischen und internationalen Forschungsfeldern mit Wissenschafts- oder Praxisbezug oder in der Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft oder Literatur-, Medien-, Kunst- und Kulturvermittlung sowie in den dazugehörigen institutionellen Kontexten des Literatur-, Medien-, Kunst- und Kulturbetriebs zu engagieren sowie auch weiter zu qualifizieren.
Neben der Vermittlung wichtiger theoretischer Grundlagen von Literatur- und Medienwissenschaft und -kritik sowie Analysefähigkeit komplexer kultureller und gesellschaftlicher Zusammenhänge und dem Anwenden zentraler Forschungsergebnisse befähigt das Studium zur theoriegeleiteten Initiierung und Reflexion des eigenen Handelns und bereitet auf den sich rasant wandelnden Arbeitsmarkt des Literatur-, Medien-, Kultur-, Kunst- und Kreativsektors vor. Integrale Achse der Qualifikation sind dabei die Schwerpunkte zu Literatur-, Medien- und Kulturanalyse, zu szenografischen und expositorischen Konzepten in Ausstellungen, Museen und Medienlandschaften sowie zu Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft, die durch internationale Kooperationen mit renommierten Universitäten abgesichert sind und das Studium in eine interkulturelle, praxisbezogene und internationale berufliche Perspektive einbetten.
Fachliche Kompetenzen: Die Studierenden erwerben Grundlagen der Literatur-, Kultur- und Medientheorie, Kenntnisse der Literatur-/Film-/Medienanalyse sowie plurimedial umfassende Analysefähigkeiten. Durch das Studium werden sie zur Teilhabe an aktuellen literatur-, kultur-, medienwissenschaftlichen Diskursen und medienkulturellen Praktiken befähigt. Die Studierenden erwerben die Kompetenz zum interdisziplinären Denken und Handeln in komplexen historischen, sozialen, ökologischen, ökonomischen und politischen Dimensionen und erlernen auch mit verschiedenen Medien und künstlerischen Ausdrucksformen zu arbeiten.
Personale Kompetenzen: Die Studierenden erwerben Kommunikations- und Medienkompetenzen in der fachwissenschaftlichen und beruflichen Praxis. Sie üben die Umsetzung erlernter fachwissenschaftlicher Inhalte und Methoden in einem beruflichen Umfeld ein und erlangen Präsentationskompetenzen.
Soziale Kompetenzen: Die Studierenden erlernen Eigenständigkeit und Verantwortung als soziale Kompetenzen durch interdisziplinäres Denken und Gestalten in einer medienreflexiven und künstlerischen Praxis zu vertiefen. Studierende verfestigen eine ganzheitliche Bildung und ein kritisches Denken sowie praktische Medien-, Kunst- und Kulturkompetenzen.
Der Studiengang ist institutionell an der Universität Kassel am Institut für Germanistik und fächerübergreifend am FB 02 verankert und ermöglicht den Studierenden neben der akademisch-wissenschaftlichen Forschungsperspektive einen ästhetisch-praktischen Einblick in künstlerische Fächer an der Kunsthochschule. Durch die Anbindung an das documenta Institut und TRACES (Transdisziplinäres Forschungszentrum für Ausstellungsstudien) sind die Schwerpunkte zu Gegenwartskunst- und Ausstellungforschung institutionell verankert. Schwerpunkte zu Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft oder Filmwissenschaft werden durch das Lehr- und Forschungsprofil des Instituts für Germanistik gebildet. Darüber hinaus ist der Masterstudiengang fächer- und fachbereichsübergreifend angelegt und ermöglicht Studierenden mit unterschiedlich fachlichem Hintergrund einen Zugang zu den Lehr- und Forschungsschwerpunkten.
Inkludiert sind künstlerische Studienanteile ebenso wie optional mehrwöchige Praktika im Literatur-, Kunst- und Kulturbetrieb. Aufgrund der institutionellen Einbettung in Kassel (documenta Institut, documenta und Museum Fridericianum, Staatstheater Kassel, Literaturhaus Nordhessen, Caricatura, Kasseler DokFest, Randfilmfest u.a.) und der Integration eines Forschungs- als auch Praxisbezugs ist der Studiengang im deutschsprachigen Raum einzigartig.
Durch die fächerübergreifende Ausrichtung des Masterstudiengangs in der interdisziplinären Tradition der ehemaligen Reformhochschule Kassel zeichnet sich der Studiengang durch einen ganzheitlichen Blick auf Bildung ebenso aus wie durch Interdisziplinarität und eine enge Verschränkung von Wissenschaft und Praxis.
Die spezifische Ausrichtung des Studiengangs eröffnet den Studierenden Zugänge zu einschlägigen Berufsfeldern der Literatur-, Medien-, Kunst- und Kulturvermittlung sowie zum Arbeitsmarkt der Literatur-, Medien-, Kunst- und Kreativwirtschaft. In diesem sich rasant entwickelnden Feld sind viele Aufgabenbereiche noch im Entstehen begriffen und differenzieren sich Beschäftigungsmöglichkeiten erst heraus. Außerdem stehen Studienabsolvent:innen Arbeitsfelder in Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaften offen. Folgende Berufsfelder lassen sich ausweisen:
Forschung: Die Forschungsorientierung des Studiengangs legt eine Fortsetzung des Studiums in einschlägigen literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichen sowie inter- oder transdisziplinär ausgerichteten Bereichen (vgl. Graduierten-Programme) sowie eine berufliche Perspektive in der Forschung an Hochschulen und Forschungsinstituten insbesondere mit interdisziplinärem Profil nahe. Die große Bedeutung von interdisziplinären Anteilen im Studienangebot führt die Studierenden schon früh an die Pluralität von fachspezifischen methodischen Verfahren und theoriebezogenen Herangehensweisen und Arbeiten mit Medien heran. Damit wird nicht nur die kritische Auseinandersetzung mit den pluralen (westlichen/nicht-westlichen) Wissenskulturen gestärkt, sondern es werden auch die Bedingungen und Erfordernisse interdisziplinärer Zusammenarbeit offensichtlich.
Kultur- und Kunstvermittlung: Die fundierten Kompetenzen machen die Absolvent:innen für diverse interdisziplinäre Berufsfelder zu Literatur-, Medien-, Kultur- und Kunstvermittlung mit ihren jeweiligen institutionellen Gefügen in internationaler Perspektive attraktiv. Insbesondere die optionalen Auslandssemester befähigen für europäische und außereuropäische Arbeitskontexte.
Bildung und Öffentlichkeitsarbeit: Die Grundbildung gepaart mit einer breiten inter- bzw. transdisziplinären Kompetenz im Bereich der Literatur, Medien, Kultur und Kunst stellt ferner eine solide Basis für Tätigkeiten in (außer)institutionellen Bildungs- und Weiterbildungsbereichen (wie etwa Literaturhäusern, Verlagen, Museen, Biennalen und Festivals, NGOs, Kulturstiftungen und internationalen Regierungsorganisationen) dar. Auch beratende Tätigkeiten in affinen Berufsfeldern (z. B. Gesellschaft, Ökonomie und Politik) werden durch den Studiengang sehr gut vorbereitet, insofern Absolvent:innen über ein hohes Maß an analytischen Fähigkeiten verfügen.
Der Studiengang bietet wahlweise entweder
- ein Praxissemester im selbstgewählten Literatur-/Kunst-/Kultursektor an oder
- ein Auslandssemester in Bogotá, Venedig oder Zürich.
Praxissemester: Für Einblicke in die kulturelle Praxis bestehen allein in der Stadt Kassel zahlreiche Optionen zur Verfügung – exemplarisch angeführt seinen etwa Literaturhaus Kassel, Caricatura, Kasseler Arthouse-Kinos, Kasseler DokFest, Randfilmfestival, documenta, Kassel Heritage, Museum Fridericianum sowie der Kasseler Kunstverein).
Auslandssemester: Ferner kann zwischen drei Auslandssemestern gewählt werden: In Form einer Kooperation durch ein Erasmus-Austauschabkommen mit dem interdisziplinären Masterstudiengang »Kulturanalyse« (Universität Zürich), der eine Ausrichtung auf theoretische und interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Kulturkonzepten, Wissen und Handeln in kulturellen Zusammenhängen hat, ist der Schwerpunkt zu Kulturtheorie/Theoriebildung verstärkt. Durch ein Erasmus-Mobilitätsabkommen mit der Ca’ Foscari Universität Venedig ist der Schwerpunkt zur Ausstellungsforschung und -praxis (Venedig Biennale, documenta) herausragend eingebettet. Ebenso unterstützt ein Kooperationsabkommen mit der Universidad del Rosario den Studierendenaustausch auf dem Gebiet der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Masterstudierende können Forschungsthemen – insbesondere im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten – in Absprach mit den Prüfenden entsprechend er jeweiligen Lehr-/Forschungsgebiete (z. B. Gegenwartsliteratur, Medien-/Kulturwissenschaft, Film-/Narratologie, Zensur) individuell wählen, um Studieninhalte zu vertiefen. Auch im Anschluss an universitäre Veranstaltungen – wie etwa die jährlich stattfindende Kasseler Grimm-Poetikprofessur, die im fünfjährigen Turnus angesetzten documenta-Ausstellungen oder fachwissenschaftliche Theorien und Methoden – sind Forschungsthemen wählbar.
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