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2020-04-02 | En­ga­ge­ment an­läss­lich der Co­ro­na-Kri­se

Angehörige der Universität Kassel engagieren sich auf vielfältige Weise, die Corona-Folgen zu abzumildern. Im Mittelpunkt stehen dabei Projekte, für die eine spezielle fachliche Expertise erforderlich ist, über die die Universität Kassel verfügt.

Lehramtsstudierende der Universität Kassel bieten Schüler*innen kostenlose Unterstützung beim Home-Schooling an. Die Begleitung kann persönlich in 1:1-Kontakt oder auch online in Kleingruppen stattfinden. Den Studierenden wird dies als Schulpraktikum angerechnet. Pressemitteilung zur Kassel Corona School

In dieser Lehrveranstaltung mit Service Learning lernen Studierende der Ökologischen Agrarwissenschaften den Ansatz der "Gemeinwohl-Ökonomie" kennen. Parallel entwickeln sie bedarfsorientierte Maßnahmen, mit denen sie kleine gemeinwohlorientierte Unternehmen, Organisationen und Institutionen (z.B. Vereine und Verbände) aus dem Sektor der Lebensmittelproduktion, des Lebensmittelkonsums und der Lebensmittelverteilung unterstützen, weiterhin gemeinwohlorientiert zu wirtschaften und die Krisenzeit zu überstehen. Verantwortet wird die Lehrverantaltung von Prof. Dr. Christian Herzig und Johanna Stöhr. Die Seminargruppe betreibt einen wunderschönen Blog, um ihre Aktivitäten sichtbar zu machen.

Initiiert und begleitet von Prof. Dr. Heidi Möller (Institut für Psychologie) haben seit Ende März rund 20 Studierende der Psychologie eine Corona-Krisenhotline für Bürger*innen angeboten. Das Angebot richtete sich an Menschen, die durch die Corona-Pandemie verunsichert waren, Zukunftsängste hatten, unter Einsamkeit litten oder Hilfe benötigten. Das Projekt wurde in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Kassel sowie mit dem Sozialdezernat der Stadt Kassel entwickelt. Das Telefon war täglich von 10 bis 18 Uhr besetzt. Am 22. Mai wurde das Projekt wg. abnehmender Nachfrage abgeschlossen.

In einem bundesweiten Projekt stellen Freiwillige ihre 3D-Drucker, Materialien und Arbeitskraft zur Verfügung, um Behelfs-Gesichtsschilde herzustellen, die Mitarbeitende an Kliniken und anderen medizinischen Einrichtungen vor Covid19-Viren schützen sollen. Auch etliche Studierende der Kunsthochschule beteiligen sich an der Anfertigung. Koordiniert wird der logistische Prozess in Kassel von der Do-it-Yourself-Werkstatt "Hammertime" im Kulturbahnhof.

Eine unkomplizierte Möglichkeit für Studierende, sich ehrenamtlich zu engagieren, bietet die Plattform www.corona-school.de, die im Rahmen des Ideen-versus-Virus-Hackerton der Bundesregierung entwickelt wurde. Auf der Plattform können sich Studierende eintragen, die ehrenamtlich Schüler*innen im Home-Schooling betreuen möchten. Im Gegensatz zur Kassel Corona School können sich hier Studierende aller Fachrichtungen beteiligen. Eine Anrechnung für das Studium ist nicht möglich.