Projekt InnOFoodLabs: Neue Wege für regionale Bio-Lebensmittel
Bild: freepik (KI-generiert)In den Innovationsprojekten erproben landwirtschaftliche Betriebe sowie Verarbeitungs- und Vermarktungsorganisationen konkrete Lösungen für die Erzeugung und Vermarktung regionaler Bio-Lebensmittel. Im Mittelpunkt stehen alternative Vermarktungswege, stärkere Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Verbrauchern sowie innovative Organisations- und Vertriebsmodelle. Die Innovationen werden direkt in der Praxis getestet, sodass sie unter realen Bedingungen funktionieren müssen.
Zentrale Testfelder sind zwölf sogenannte Living Labs, bestehende Betriebe und Organisationen, in denen Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Beratung, Wissenschaft und Verbraucherschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten. In Deutschland sind zwei Living Labs aus dem Nordosten Brandenburgs und dem südlichen Bayern beteiligt.
„Innovation bedeutet in InnOFoodLabs nicht unbedingt, etwas völlig Neues zu erfinden“, sagt Dr. Benedikt Jahnke vom Fachgebiet Agrar- und Lebensmittelmarketing der Universität Kassel. „Entscheidend ist, bestehende Lösungen im jeweiligen regionalen Kontext so weiterzuentwickeln, dass sie auch für andere Regionen funktionieren.“
Rolle der Universität Kassel im Verbundprojekt
Die wissenschaftliche Begleitung der Innovationen liegt beim Fachgebiet Agrar- und Lebensmittelmarketing unter Leitung von Dr. Benedikt Jahnke und Prof. Dr. Katrin Zander. Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der Innovationen werden in Innovationstagebüchern dokumentiert, Vor-Ort-Besuche in den Living Labs vertiefen den Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft. Parallel unterstützt die Universität den Austausch der Praxispartner, um Erfahrungen zu bündeln und ein Netzwerk aufzubauen, das auch nach Projektende genutzt werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt der Universität Kassel im InnOFoodLabs Projekt liegt auf der Verbraucherforschung: Untersucht wird, wie Verbraucherinnen und Verbraucher neue Bio-Produkte, regionale Vermarktungswege oder Kooperationsmodelle wahrnehmen, welche Faktoren ihre Kaufentscheidungen beeinflussen und unter welchen Bedingungen Innovationen marktfähig und übertragbar sind.
InnOFoodLabs leistet damit einen Beitrag zu dem Ziel der Europäischen Union, den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen bis 2030 auf 25 Prozent zu erhöhen. Das Projekt richtet sich insbesondere an landwirtschaftliche Betriebe sowie kleine und mittlere Verarbeitungsunternehmen und unterstützt sie dabei, regionale Wertschöpfung zu sichern, neue Marktchancen zu erschließen und fair an der Wertschöpfung beteiligt zu sein.
Mehr Infos unter: https://www.uni-kassel.de/fb11agrar/fachgebiete-einrichtungen/agrar-und-lebensmittelmarketing/forschung/innofoodlabs.html
Pressekontakt
Service für Presse und Medien (Presseanfragen, Expertenempfehlungen)
- Telefon
- +49 561 804-1961
- presse[at]uni-kassel[dot]de