Hochschulbildung im Strafvollzug

Mit dem Bologna-Prozess im Jahr 1999 wurde die Öffnung der Hochschulen und der Zugang zu Bildung für alle beschlossen. Dennoch bleibt eine Gruppe im deutschsprachigen Raum nach wie vor unterbelichtet: Studierende im Strafvollzug. Vor dem Hintergrund des Anspruchs auf qualitativ hochwertige Bildung für alle findet am 18. und 19. Juni 2026 die Tagung zum Thema „Hochschulbildung im Strafvollzug“ statt. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen postsekundärer Bildung im Justizvollzug. Zentrale Themen stellen Fragen der In- und Exklusion im Hochschulwesen im Zusammenhang mit Straffälligkeit, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Diskussion darüber, wie Wissen und Expert*innenschaft in diesem Kontext definiert werden, dar.

Die Tagung verfolgt das Ziel, den Austausch zwischen den beteiligten Akteur:innen zu fördern, Vernetzungen zu stärken und Transparenz – insbesondere hinsichtlich der Rechtslage – zu schaffen. Langfristig soll die Tagung Impulse zur Verbesserung der Studienbedingungen im Strafvollzug geben und zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit Straffälligkeit beitragen. Adressiert werden Forschende und Studierende aller Disziplinen, Vertreter:innen der Justizministerien, Mitarbeitende in Justizvollzugsanstalten, die Bundesarbeitsgemeinschaft Lehrerinnen und Lehrer im Justizvollzug, das Kriminologische Forschungszentrum (KrimZ), Kompetenzzentren für die Aus- und Weiterbildung des Personals und die Weiterentwicklung des Justizvollzugs, Mitglieder entsprechender Vereine und Assoziationen sowie des Strafvollzugsarchivs.

 

Zuständig: INCHER 

Durchführende Organisationen: Universität Kassel, Fachhochschule Dortmund, Alice-Solomon-Hochschule Berlin, Strafvollzugsarchiv, Gesellschaft für interdisziplinäre Kriminologie e.V. (GiwK) und Tatort Zukunft e.V. 

Kontakt: Magdalena Fellner
 

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