Bei Pro­ble­men

Ein­lei­tung

Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen Betreuer:innen und Doktorand:innen kann es zu sachlichen und/oder persönlichen Schwierigkeiten kommen. Wenn es dazu kommt, sollten beide Seiten diese Schwierigkeiten möglichst früh ansprechen und versuchen, einen emotionsfreien und sachlichen Umgang mit der Situation und miteinander zu bewahren. Beide Seiten sollten gemeinsam nach Lösungswegen suchen. Nicht immer ist das möglich. Auf dieser Seite werden für ausgewählte Probleme Lösungsansätze vorgestellt.

Manchmal lässt sich eine Beendigung der Betreuung nicht vermeiden, wenn zum Beispiel

  • sich die Dissertation in eine thematische Richtung entwickelt, die zu weit vom Forschungs- und Interessengebiet der Betreuerin bzw. des Betreuers entfernt ist,
  • persönliche und/oder sachliche Differenzen in der Zusammenarbeit unüberwindbar geworden sind. Ggf. kann eine:r der Vertrauenspersonen der Universität Kassel in der Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis bei der Erarbeitung von Lösungswegen vermitteln,
  • die:der Betreuer:in an einen anderen Hochschulort wegberufen wird, die:der Doktorand:in einen Hochschulwechsel nicht in Erwägung zieht.  

Sollte eine Beendigung der Betreuung unvermeidbar sein, sollten sich Betreuer:in und Doktorand:in bemühen, möglichst schnell eine Lösung zu finden. Folgende Aspekte sollten bei einem Betreuungswechsel beachtet werden:

  • Der Antrag auf Wechsel der Betreuerin bzw. des Betreuers ist von der Doktorandin bzw. dem Doktoranden zu stellen.
  • Idealiter bestätigt die:der Betreuer:in, dass sie:er mit dem Betreuungswechsel einverstanden ist bzw. hierüber informiert wurde.
  • Ggf. kennen Sie eine:n geeignete:n Professor:in, die die Betreuung übernehmen kann und stellen einen ersten Kontakt her.
  • Bei einem Wechsel des Hochschulortes wäre ggf. zu überlegen, ob Sie als Zweitbetreuer:in weiterhin am Promotionsvorhaben mitwirken wollen (Zweitgutachter:in und somit Mitgliedschaft in der Promotionskommission). 

Für Dissertation und Disputation gibt es unterschiedliche Wiederholungsmöglichkeiten und –modalitäten, die auf dieser Seite kurz dargestellt werden:

Nichtannahme der Dissertation

Beschließt der Promotionsausschuss die Nichtannahme der Dissertation, wird die:der Doktorand:in per Bescheid hierüber informiert. Dem Bescheid sind beide Gutachten beigefügt. Die:der Doktorand:in kann auf der Grundlage der Gutachten eine einmalige Überarbeitung beantragen. Der formlose Antrag an den Promotionsausschuss ist innerhalb von drei Monaten nach Mitteilung der Nichtannahme an die Promotionsgeschäftsstelle zu richten. Für die Begutachtung des Wiederholungsversuchs werden in der Regel die bereits bestellten Gutachter:innen erneut bestellt.

Das Promotionsverfahren gilt als endgültig erfolglos beendet, wenn

  • der Wiederholungsversuch ebenfalls mit „nicht bestanden“ bewertet wird oder
  • der Überarbeitungsantrag nicht oder nicht fristgerecht gestellt wird.

In diesen Fällen ergeht ein Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung durch den Promotionsausschuss.

Nicht bestandene Disputation

Ist die Disputation nicht bestanden, kann diese innerhalb eines Jahres einmal wiederholt werden. Über das Nichtbestehen informiert der Promotionsausschuss per Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung. Die:der Doktorand:in kann die Wiederholung der Disputation beantragen. Der formlose Antrag an den Promotionsausschuss ist innerhalb der Jahresfrist an die Promotionsgeschäftsstelle zu richten. Für die Wiederholung der Disputation werden in der Regel dieselben Mitglieder der Promotionskommission erneut bestellt.

Das Promotionsverfahren gilt als endgültig erfolglos beendet, wenn

  • die Wiederholung der Disputation ebenfalls mit „nicht bestanden“ bewertet wird oder
  • der Antrag auf Wiederholung der Disputation nicht oder nicht fristgerecht gestellt wird.

In beiden Fällen ergeht ein Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung durch den Promotionsausschuss.