Wahlpflichtmodule
Jeder Studierende muss neun Wahlpflichtmodule im Umfang von 6 Credits (54 Credits) wählen. Jedes Semester werden ca. 20 Wahlpflichtmodule angeboten.
Die Wahlpflichtmodule sind zwei Bereichen zugeordnet:
Agriculture and Ecology
Society and environment
In jedem Bereich müssen die Studierenden mindestens 12 Credits belegen.
Um den Abschluss Master of Science zu erhalten, müssen die Studierenden mindestens 30 Credits im Bereich Agriculture and Ecology wählen.
Um am Ende einen Master of Arts zu erhalten, müssen die Studierenden mindestens 30 Credits im Bereich Society and environment wählen.
Zur Vertiefung der methodischen Fähigkeiten muss jeder Studierende mindestens 12 Credits in Methodenmodulen belegen. Methodenmodule sind Wahlpflichtmodule mit einem M in der Kennziffer. Für beide Bereiche werden jedes Semester Module angeboten.
Externe Module aus anderen agrar- oder sozial-, wirtschafts- bzw. geisteswissenschaftlichen Masterstudiengängen im Umfang von bis zu 30 Credits können im Einzelfall anerkannt werden. Hierfür ist eine individuelle Beratung und Anerkennung durch den Prüfungsausschuss im Vorfeld erforderlich.
Sprachkurse auf B2-Niveau oder höher können im Umfang von bis zu 6 Credits als Wahlpflichtmodul anerkannt werden (ausgenommen sind Sprachkurse in Englisch und in der eigenen Muttersprache).
Im Wahlpflichtbereich wird eine große Breite an Modulen angeboten, die für unterschiedliche Berufsfelder qualifizieren. Um Studierenden eine Orientierung zu geben, wie sie sich für bestimmte Felder ein individuelles Profil aufbauen können, empfehlen wir, unter Berücksichtigung der Prüfungsregularien, entsprechend Module zu wählen. Die vorgestellten Profile sind informell und werden nicht auf dem Abschlusszeugnis aufgeführt. Ausführliche Modulbeschreibungen siehe Modulhandbuch.
Profil Management der Transformation im Agrar- und Ernährungssektor
In diesem Bereich beschäftigen sich Studierende insbesondere mit den Beweggründen privater Akteure (Landwirte, Verarbeitungsbetriebe, Verbraucher) im Agrar- und Ernährungssektor und den Strukturen, die ihr Handeln bestimmen. Die genannten Module ermöglichen es den Studierenden, im nachhaltigkeits- und transformationsorientierten privaten Sektor des Lebensmittelsystems sowie in den entsprechenden Verbänden und Genossenschaften zu arbeiten. Arbeitgeber sind bspw. Anbieter von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, Einzelhändler, Verarbeiter, NGOs und Verbände der unternehmerischen Sektoren. Empfehlenswerte Module u.a.:
- International organic food markets and marketing
- Marketing research
- Supply chain management
- Management and management accounting
- Sustainable food systems and management
- Sustainable behaviour and governance
- Environmental economics
- Organic agriculture in Europe
- Food processing
- Ecology and agroecosystems
- Participatory research methods for sustainability
Profil Steuerung und Transformation des Agrar- und Ernährungssystem
In diesem Bereich beschäftigen sich die Studierenden insbesondere mit der Rolle der öffentlichen Politik und Politikgestaltung sowie mit öffentlichen Akteuren auf verschiedenen Ebenen der gesellschaftlichen Organisation im Agrar- und Ernähgrungssystem. Die Module befassen sich damit, wie diese Akteure das Lebensmittelsystem gestalten und welche Ansätze und Strategien sie für eine umfassende Transformation des Lebensmittelsystems verfolgen bzw. mit welchen Einschränkungen sie konfrontiert sind. Die genannten Module qualifizieren insbesondere für Tätigkeiten in der öffentlichen Verwaltung und in Lobbyorganisationen auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene. Empfehlenswerte Module u.a.:
- Political agroecology
- Global political economy and development
- Sustainable behaviour and governance
- EU policies, organic farming and food system transformation
- Climate change governance
- Organic agriculture in Europe
- Sustainability-oriented environmental social science
- Methods of sociology and humanities
- Participatory research methods for sustainability
- Environment and health
- One health: human, animal and environmental interactions
- Sustainable land‐use and climate mitigation
- Ecology and agroecosystems
- Sustainable agricultural practices in the Mediterranean region
- Environmental Economics
- Intermediate behavioral economics
- Sustainable food systems and management
Profil Soziale Bewegungen und Interessenvertretung
In diesem reflektieren Studierende kritisch das aktuelle Agrar- und Ernährungssystems und dessen Einfluss auf die Landwirtschaft. Es werden Verbindungen zur politischen Theorie sowie zu historischen und philosophischen Perspektiven hergestellt, um eine Grundlage für die Bewertung des heutigen Agrar- und Ernährungssystems und der Rolle der Landwirtschaft darin zu schaffen. Indirekt bereiten die Module auf eine Beschäftigung und ein Engagement in sozialen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie entsprechenden Lobbygruppen vor. Empfehlenswerte Module u.a.:
- Rural sociology
- Philosophy of sciences
- Philosophy of environment and society
- Global political economy and development
- Sustainable? Development?
- Political agroecology
- Critical and collective perspectives on the global food system
- Social-ecology in livestock production systems
- Methods of sociology and humanities
- Participatory research methods for sustainability
- Sustainability-oriented environmental social science
- Intermediate behavioral economics
Profil Nachhaltige Agrarökosysteme
In diesem Bereich beschäftigen sich die Studierenden mit pflanzenbau-, nutztierwissenschaftlichen und technischen Kenntnissen, die für die Entwicklung und Transformation nachhaltiger Agrar- und Ernährungssysteme im globalen Süden und Norden relevant sind. Die Module qualifizieren für die Arbeit in Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben, Thinktanks und öffentlichen Einrichtungen, die sich mit der Produktionsseite der Landwirtschaft und ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit befassen, aber auch, wie solche Technologien und Methoden in bestimmte sozioökonomische Kontexte eingebettet werden können. Empfehlenswerte Module u.a.:
- Agrobiodiversity and plant genetic resources in the tropics
- Ecology and agroecosystems
- Soil-plant interactions
- Organic cropping systems under temperate and (sub)tropical conditions
- Biodynamic agriculture
- Grassland‐based livestock systems and climate change mitigation
- Livestock nutrition and feed evaluation under (sub)tropical conditions
- Livestock-based sustainable land use
- Innovative sustainable breeding
- Unconventional livestock and wildlife
- Management of (sub-)tropical landuse systems
- Sustainable agricultural practices in the Mediterranean region
- Food processing
- Participatory research methods for sustainability
Profil Innovation und Modellierung von Agrarökosystemen im Wandel
In diesem Bereich beschäftigen Studierende sich mit innovativen Ansätzen und Technologien im agrarökologischen Management und lassen dieses Wissen in die Modellierung der Zukunft von Agrarökosystemen einfließen. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf Systemanalyse und quantitativen Methoden. Die Module qualifizieren für eine Tätigkeit in Thinktanks, spezialisierten Regierungsbehörden oder technischen Unternehmen. Empfehlenswerte Module u.a.:
- Water in the soil-plant system
- Nutrient dynamics, experimental design and statistical modelling
- Digitalization in agriculture
- Digitalization in livestock systems
- GIS and remote sensing in agriculture
- Modelling climate impacts on agroecosystems
- Modelling of environmental processes
- Sustainable land use and climate mitigation
- Applied statistical modelling
Profil Forschung und Lehre zu Landwirtschaft und Ernährungssystemen
Studierende, die in der Forschung arbeiten möchten, sollten sich frühzeitig mit Wissenschaftler:innen ihres bevorzugten Fachgebiets an der Universität Kassel in Verbindung setzen, um ihre Modulwahl zu besprechen. Die Modulwahl sollte sich stärker an dem Inhalten orientieren, in dem sie ihre akademische Laufbahn fortsetzen möchten.
