Credit-Point-Analyse

Mittels Credit-Point-Analyse konnen Studienanteile, Modulgrößen und der Umfang von Schwerpunkten mehrer Hochschulstandorte verglichen werden.

Eine Credit-Point-Analyse ermöglicht einen detaillierten Vergleich ausgewählter Studienangebote anderer Hochschulen mit einem entsprechenden Studiengang der Universität Kassel.

Zentrale Fragen für eine Credit-Point-Analyse sind u.a.:

  • Welchen Credit-Point-Umfang haben die Hochschulen den einzelnen Ausbildungsblöcken bzw. fachlichen Clustern beigemessen?
  • Wie sieht der „Fingerprint“ anhand der Ausbildungsblöcke bei den Hochschulen aus?

Wenn auf Grundlage der eingegrenzten Auswahl anderer Hochschulen geklärt ist, welche Studiengänge anderer Hochschulen für einen Vergleich herangezogen werden sollen, kann eine Credit-Point-Analyse durchgeführt werden.

  • Ausgangspunkt für eine Credit-Point-Analyse ist eine Excel-Tabelle mit den erfassten Modulen, der Credit-Point-Verteilung und den Semesterzuordnungen für die Studiengänge für den jeweils ausgewählten Radius der Recherche. Grundlage sind die jeweiligen Prüfungsordnungen, Studienverlaufspläne und Modulhandbücher der Studienprogramme. Hilfreich ist es, wenn es ein Positionspapier von Fachbereichstagen oder andere Rahmenpapiere für den betreffenden Studiengang gibt.
  • Auf diese Recherche aufbauend werden in einem nächsten Schritt die Module verschiedenen Ausbildungsblöcken zugeordnet. Bei einem Studiengang, für den es ein Positionspapier gibt und damit eine klare Benennung von Ausbildungsblöcken, ist diese Zuordnung relativ einfach. Schwieriger gestaltet sich die Zuweisung für Studiengänge, für die es keine offiziellen Vorgaben gibt. Hier müssen sinnvolle Zusammenfassungen der Module zu Blöcken vorgenommen werden. Insbesondere im Cluster der naturwissenschaftlichen und technisch-ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen kann eine Feindifferenzierung der Ausbildungsblöcke in Fächercluster vorgenommen werden.

Auf Grundlage des erhobenen Datenmaterials in einer Excel-Tabelle können Pivot-Tabellen mit dazugehörigen Pivot-Charts generiert werden, die bestimmte Fragestellungen visualisieren. Sie ermöglichen einen umfassenden Vergleich der Studiengangsstrukturen und Lerninhalte und können auf diese Art und Weise zur Profilschärfung dienen.

Für die Praxis bedeutet dies, dass die zugehörigen Datentabellen zu einem Chart jeweils im nächsten Tabellenblatt liegen. Die Auswertungsdiagramme zur Auswertung mit Pivot-Chart sind mit verschiedenen Filtern versehen (z.B. Auswahl der Universitäten oder einzelner Ausbildungsblöcke). Es empfiehlt sich, Tabellenblätter mit Diagrammen farblich hervorzuheben, bspw. Grün für automatische generierte Diagramme, die mittels Pivot filterbar sind, und Gelb für manuell erstellte Diagramme.

Zu beachten ist: Eventuelle Darstellungsfehler und seltene Fälle verlorener Formatierungen sind Besonderheiten von Excel Pivot-Chart, die bisher noch nicht von Microsoft abschließend gelöst wurden. Bspw. kann die manuelle Formatierung der Säulen- und Liniendiagramme zurück auf einen Automatikmodus wechseln. In einem solchen Fall sollten Sie die Datei nicht speichern, sondern beenden und neu öffnen. 

 

Download eines Beispiel für einen Studiengang im Bereich "Mechatronik" → Vergleiche Beschreibung bei Beispielen.

Die Ergebnisse der Credit-Point-Analyse fließen in die Frage 18 und die Frage 19 des Studiengangkonzepts ein.

Beispiele

Frage:

Welche Vertiefungsrichtungen und Schwerpunkte gibt es an anderen Hochschulstandorten?

Vorgehen:

Für den Master Geschichte und Öffentlichkeit war es bspw. hilfreich, die einzelnen Studienanteile und Blöcke verschiedener Inhalte sichtbar zu machen. Zum Beispiel konnte geklärt werden, wie groß der Credit-Point-Umfang pro Epoche ist oder es konnte auch nach geographisch-gegliederten Veranstaltungen oder sogar Modulen mit ihrem jeweiligen Credit-Point-Anteilen geschaut werden. So konnten auf diese Art und Weise Vertiefungsrichtungen und Schwerpunkte visuell erfasst werden. Für den Masterstudiengang Geschichte und Öffentlichkeit war es von besonderem Interesse zu schauen, ob der jeweilige Studiengang an einer anderen Hochschule Veranstaltungen zu Digitaler Geschichte vorsieht und wenn ja in welchem Umfang, ob als einzelne Veranstaltung, Block oder gar als eigener Schwerpunkt. Da der Kasseler Master Geschichte und Öffentlichkeit im Rahmen des Studiums die Möglichkeit bietet, das Zertifikat „Digitale Geschichte“ zu absolvieren, das auf die besonderen Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Darstellungsformen und digitaler Methoden auch im Bereich der Geschichtswissenschaft reagiert, wurde hier auf Bundesebene recherchiert. Es wurde ermittelt an welchen Hochschulstandorten ein ähnliches Zertifikat oder gar ein eigenständiges Studienprogramm angeboten wird.

Bei der Recherche zu den M.A.-Studiengängen in einem Radius von 150 km von Kassel aus betrachtet treten zu den Studienprogrammen, die eine fachliche Bandbreite umfassen, Spezialisierungsmaster. Diese spezialisierten Masterangebote konzentrieren sich entweder auf eine Epoche oder eine geographische Region oder im mehr interdisziplinären Sinne einen Themenkomplex. Wiederum kann an einigen Studienorten im eher breit aufgestellten Geschichtsmaster zwischen verschiedenen Schwerpunkten gewählt werden, die dann entsprechend bescheinigt werden. Interdisziplinäre Master-Programme runden das Angebot ab, beispielsweise „Internationale Kulturhistorische Studien“ der Uni Siegen oder „Mittelalter und Renaissance-Studien“ der Uni Göttingen.

Neben dem Studienaufbau und der Besonderheiten des jeweiligen Studienprogramms waren auch die Aspekte zu möglichen Praktika und Auslandsaufenthalten relevant. Mit Blick auf die Zulassungsvoraussetzungen zum Masterstudiengang konnten große Differenzen aufgezeigt werden. Insbesondere war dies der Fall bei erforderlichen Sprachenkenntnissen. Die Bandbreite reichte von Kenntnissen in modernen Sprachen über die Kombination von modernen und alten Sprachen bis hin zu Voraussetzungen zu rein altsprachigen Kenntnissen.

Frage:

Welche thematischen Schwerpunkte gibt es für Masterstudiengänge zu „Elektromobilität“ an anderen Hochschulstandorten?

Welchen Umfang in Credits weisen diese Schwerpunkte auf?

Wird für Zulassungsvoraussetzungen zwischen Schwerpunkten unterschieden oder existieren Zulassungsvoraussetzungen für Studiengänge im zu untersuchenden Themenfeld nachhaltige Mobilität / Elektromobilität?
 

Vorgehen:

Im Rahmen einer Umfeldanalyse wurden ausgehend von den Datenbanken des Akkreditierungsrats, sowie mit Recherchen in den Plattformen Hochschulkompass und Studycheck alle Studiengänge zu Elektromobilität gesammelt. Dabei wurden folgende Information in einzelnen Spalten einer Excel-Tabelle erfasst.

  • Typ der Hochschule sowie Clusterung der Studiengänge: 
    Jeweils nach HAW und Universität wurden die gefundenen Studiengänge anhand der inhaltlichen Nähe zum dem Themenfeld „Elektromobilität“ zugeordnet in:
    • Studiengang mit direktem Bezug: 
      Studiengang im Themenbereich, der mehrere verschiedene Aspekte der “Elektromobilität” in Schwerpunkten vertieft.
    • verwandter Studiengang:
      Studiengang, der neben anderen Inhalten aus Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik oder Maschinenbau einen Schwerpunkt oder eine Vertiefung im Bereich der “Elektromobilität” aufweist.
    • Weiterbildungsstudiengang:
      Weiterbildungsstudiengang im Themenbereich, der mehrere verschiedene Aspekte der “Elektromobilität” in Schwerpunkten vertieft.
    • verwandter Weiterbildungsstudiengang:
      Weiterbildungsstudiengang, der neben anderen Inhalten aus Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik oder Maschinenbau einen Schwerpunkt oder eine Vertiefung im Bereich der “Elektromobilität” aufweist.
  • Hochschule und Standort
  • Studiengangsname: 
    Teilweise lassen sich hier Muster für die typische Benennung zum Themenfeld erkennen.
  • Abschluss:
    Bachelor oder Master inklusive Semester für die Regelstudiendauer
  • Art/Aufbau des Studiengangs: 
    Aus den Modulhandbüchern und Prüfungsordnungen sind die Teile im Studienverlaufsplan zu identifizieren, die sich Grundlagen, Basismodulen oder auch Vertiefungen und Schwerpunkten zuordnen lassen. Gibt es Praktika, Projektmodule oder Praxissemester?

    Die gesammelten Informationen zum Studienaufbau bzw. die Creditumfänge für einzelne Teile des Studiums wurden anschließend noch weiter unterteilt und einsortiert in folgende Spalten:
    • Credits für Basismodule, Pflichtbereich
    • Credits für Studienschwerpunkt 1, technischer Wahlbereich
    • Credits für Studienschwerpunkt 2, technischer Wahlbereich
    • Credits für Wahlbereich, Integrationsbereich (integrierte oder additive Schlüsselkompetenzen an der Universität Kassel)
    • Das Mastermodul wurde dabei nicht berücksichtigt, hatte aber bei fast allen Studiengängen einen Umfang von 30 Credits.
  • Studienbeginn: Sommer- oder/und Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung und Zulassungsvoraussetzungen
  • Unterrichts- und Prüfungssprache

 

Mit der beschriebenen Vorgehensweise wurden für Studiengänge mit „Elektromobilität“ ermittelt:

 HAWUniversität
Studiengang mit direktem Bezug146
verwandter Studiengang55
Weiterbildungsstudiengang41
verwandter Weiterbildungsstudiengang1 

 

Im weiteren Verlauf werden anhand der Universitäten die Ergebnisse beispielhaft vorgestellt:

Nur bei drei Studiengängen war ein zweiter Schwerpunkt parallel im Studienverlaufsplan vorgesehen. Bei den meist 4-semestrigen Mastern liegen die Umfänge für die Schwerpunkte zwischen 30 und 95 Credits mit jeweils großem Wahlanteil (vgl. Abbildung 1).

In den meisten Studiengängen gibt es häufig 3 oder mehr Schwerpunkte zur Auswahl für Studierende. Werden die Schwerpunkte anhand ihrer Häufigkeit in thematische Cluster einsortiert, so sind 14 Schwerpunkte nur bei einem Studiengang zu finden. Schwerpunkte zu “Antriebstechnik” gibt es bei 5 von 12, zu “Automobilbau” bei 4 von 12, zu “Autonomen und vernetzten Fahren” bei 6 von 12, zu “Fahrzeugtechnik” bei 7 von 12 und zu “Energiespeicher und Infrastruktur” bei 10 von 12 Studiengängen (vgl. Abbildung 2).
 

Für die Zulassungsvoraussetzungen ergab sich folgendes Bild:
An einigen Hochschulstandorten wird ein spezifischer Bachelorabschluss in Fachrichtungen wie Elektrotechnik, Mechatronik oder Maschinenbau vorausgesetzt, während an anderen Standorten bestimmte Leistungspunkte in definierten Themenbereichen (wie Mathematik, maschinenbauliche Grundlagen oder elektrotechnische Grundlagen) gefordert werden. In einigen Fällen werden diese Ansätze auch kombiniert. So wird an einzelnen Standorten neben einem fachlich passenden Abschluss bspw. der Nachweis von mindestens 12 CP in Mathematik, 15 CP in maschinenbaulichen und 15 CP in elektrotechnischen Grundlagen verlangt.

Beispiel 1:
Zulassungsvoraussetzung: i. d. R. berufsqualifizierender Hochschulabschluss Bachelor Elektromobilität und Regenerative Energietechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Mikrotechnik/Mechatronik bzw. inhaltlich gleichwertiger Studiengang (ggf. Entscheidung Prüfungsausschuss)”

Beispiel 2:
Eine bestandene Bachelorprüfung mit mindestens 180 Leistungspunkten (LP) in einem Studiengang im Bereich der Elektrotechnik und Informationstechnik oder in einem verwandten Studiengang wie Mechatronik, Automatisierungstechnik oder Technische Kybernetik mit themeneinschlägiger Spezialisierung.”

Beispiel 3:
"Berufsqualifizierender Abschluss in den Studiengängen der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und der Informatik. Darüber hinaus wird zum Masterstudium zugelassen, wer über folgende fachliche Voraussetzungen verfügt:

  • 12 CP Mathematik
  • 15 CP maschinenbauliche Grundlagen
  • 15 CP elektrotechnische Grundlagen / Regelungstechnik

Sind diese geforderten Leistungspunkte nicht erfüllt, kann eine Zulassung unter Auflagen im Umfang von maximal 10 CP erfolgen."

Beispiel 4:
"abgeschlossenes Hochschulstudium in:

Mechatronik, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik/Fahrzeugsysteme

oder

Maschinenbau, Informationstechnik oder einem verwandten ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studiengang in Verbindung mit dem Nachweis von hochschuläquivalenten Vorkenntnissen in den Bereichen:

  • Elektrotechnik (mindestens 10 ECTS)
  • Regelungstechnik (mindestens 5 ECTS)"

 

Sprache in Veranstaltungen:

Außerdem wurde exemplarisch auf die Sprache der Veranstaltungen innerhalb der Module geschaut. Ein Großteil der Veranstaltungen wird in Deutsch angeboten, wenige Hochschulstandorte haben aber englischsprachige Angebote, die teilweise für ausgewählte Schwerpunkte umgesetzt sind. Nur bei einem Studiengang wurden Veranstaltungen in Deutsch und Englisch angeboten und dabei in Wintersemester und Sommersemester anhand des Studienverlaufsplans aufgeteilt.

 

Grafik zum Umfang der Studienschwerpunkte an verschiedenen Hochschulstandorten zwischen 30 und 87 CreditsBild: Universität Kassel
Abb. 1: Umfang der Studienschwerpunkte an verschiedenen Hochschulstandorten
Grafik zur Zuordnung der Schwerpunkte verschiedener Hochschulstandorte in thematische Cluster. Automobilbau 4 Nennungen, Antriebstechnik 5 Nennungen, Autonomes und vernetztes Fahren 6, Fahrzeugtechnik 7, Energiespeicher und Infrastruktur 10, Ohne Zuordnung 14.Bild: Universität Kassel
Abb. 2: Zuordnung der Schwerpunkte verschiedener Hochschulstandorte in thematische Cluster

Im Rahmen der Credit-Point-Analyse wird in dem Beispiel ein detaillierter Vergleich ausgewählter Studienangebote anderer Hochschulen mit einem entsprechenden Studiengang der Universität Kassel durchgeführt. Dieses Vorgehen wurde aufbauend auf einem Ansatz des Fachbereichs Maschinenbau im Rahmen der Konzertierten Aktion Lehre weiterentwickelt. 
Ausgangspunkt der Analyse sind beispielsweise Rahmen- oder Positionspapiere der Fachdisziplinen zur Studierendenausbildung, in welchen detaillierte Angaben zu übergreifenden Ausbildungsthemen, Lehrinhalten und Modulen dargestellt sind. In Abstimmung zwischen den Expert:innen der Fachbereiche und dem Projektteam erfolgte eine möglichst umfassende Zuordnung von Modulen des eigenen Studiengangs sowie vergleichbarer Studiengänge anderer Hochschulen zu den in den Positionspapieren dargestellten übergreifenden Ausbildungsthemen.

 

Frage zum “Fingerprint”:

Wie teilen sich die Themenblöcke der Lerninhalte anhand von Rahmen- oder Positionspapiere der Fachdisziplinen auf? 

Welcher “Fingerprint” ergibt sich je Hochschulstandort?
 

Vorgehen:

Die Zuordnung der Module und Lehrinhalte zu den übergreifenden Themenblöcken werden mit Hilfe von Pivot-Tabellen und Pivotcharts als sogenannte "Fingerprints“ aufbereitet und ermöglichen so einen umfassenden Vergleich der Studiengangstrukturen und Lehrinhalte, wie in folgenden Abbildungen am Beispiel des Bachelorstudiengangs “Mechatronik” dargestellt wird:

Bachelorstudiengänge Mechatronik: Darstellung des “Fingerprint” (vgl. Abbildung 1)
Für die Auswertung wird aufbauend auf einem Positionspapier des Fachbereichstags Mechatronik  in definierten Themen/Ausbildungsblöcken die Summe vorgesehener Credit Points für Studiengänge ausgewählter Universitäten dargestellt – der “Fingerprint” der Studiengänge. Für den Studiengang der Universität Kassel sind zwei “Fingerprints” dargestellt, einmal für die Modulstruktur der bisherigen Prüfungsordnung (Universität Kassel) sowie zusätzlich für die Modulstruktur der neu geplanten Prüfungsordnung (Universität Kassel PO 2023). Im Vergleich wird deutlich, dass die Universitäten zum Teil deutlich unterschiedliche Schwerpunkte setzen. So weisen die Studiengänge des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der TU Hamburg und der Universität Stuttgart deutlich höhere Anteile im Bereich der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen auf. Die Universität Magdeburg sieht zwar keinen Projektanteil vor, dafür aber eine größere Praxisphase. Die Universität Kassel legt einen vergleichsweise großen Schwerpunkt auf Vertiefungsveranstaltungen zur Mechatronik im Studienplan und hat diesen in der neu geplanten Prüfungsordnung leicht reduziert.

 

Frage zur Clusterbildung nach fachlichen Schwerpunkten:

Wie teilen sich die Module je nach Inhalt in Fächercluster auf?

Worin bestehen Unterschiede in der fachlichen Schwerpunktsetzung der Studiengänge?

 

Vorgehen:

Bachelorstudiengänge Mechatronik: Clusterbildung nach fachlichen Schwerpunkten (vgl. Abbildung 2)

In diesem Schritt werden Bachelorstudiengänge der "Mechatronik“ hinsichtlich der Schwerpunktsetzung in den einzelnen Themen/Ausbildungsblöcken verglichen. Dazu werden die Module je nach Inhalt bestimmten Fächerclustern zugeordnet und aufgeschlüsselt, welcher Umfang von Credit Points für bestimmte Fächercluster in den einzelnen Ausbildungsblöcken vorgesehen wird. So können Unterschiede in der fachlichen Schwerpunktsetzung der Studiengänge sichtbar gemacht werden.
Mit Bezug auf den Bachelorstudiengang der Universität Kassel ist zu sehen, dass sowohl in der vorherigen als auch der neu geplanten Prüfungsordnung (Universität Kassel PO 2023) im Vergleich zu anderen Studiengängen ein starker Fokus auf Pflichtveranstaltungen in der Konstruktionstechnik und der Elektrotechnik gelegt wird, während beispielsweise das KIT einen deutlich größeren Schwerpunkt im Wahlpflichtbereich aufweist. 
 

Frage zu Ausbildungsblöcken je Fachsemester:

In welchen Fachsemestern liegen Ausbildungsblöcke im Vergleich von zwei Hochschulstandorten?

 

Vorgehen:

Vergleich von Ausbildungsblöcken je Fachsemester an der Universität Kassel und dem KIT (vgl. Abbildung 3)

In Abbildung 3 wird für Bachelorstudiengänge der Mechatronik der Universität Kassel und des Karlsruher Instituts für Technologie der vorgesehene Umfang der fachspezifischen Vertiefung dargestellt, um zu vergleichen, in welchem Semester bestimmte Ausbildungsblöcke vorgesehen sind. In diesem Vergleich wird deutlich, dass im Karlsruher Studiengang sehr viele Veranstaltungen im vierten und einige wenige im fünften Semester vorgesehen sind. Dagegen bietet die gleichmäßigere Verteilung der Universität Kassel die Möglichkeit, in den Semestern aufeinanderfolgende Veranstaltungen zu belegen und so semesterweise vertiefendes Wissen in ausgewählten Schwerpunkten zu erwerben. Ebenso kann beispielsweise eine Verortung von Praxisinhalten, Projekten oder fachübergreifenden Inhalten im Rahmen einer Credit Point-Analyse dargestellt werden. 

Abbildung 1 Bachelorstudiengänge der Mechatronik unterschiedlicher Universitäten mit Zuordnung von Lehrmodulen zu Ausbildungsblöcken: der "Fingerprint“ der Studiengänge
Abbildung 1 Bachelorstudiengänge der Mechatronik unterschiedlicher Universitäten mit Zuordnung von Lehrmodulen zu Ausbildungsblöcken: der „Fingerprint“ der Studiengänge
Clusterbildung nach fachlichen Schwerpunkten im Bachelorstudiengang Mechatronik für mehrere Universitäten
Abbildung 2 Clusterbildung nach fachlichen Schwerpunkten im Bachelorstudiengang Mechatronik für mehrere Universitäten
Vergleich von Ausbildungsblöcken je Fachsemester an der Universität Kassel und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Es wird verglichen, in welchen Semestern die Credits der Ausbildungsblöcke im Studienverlaufsplan vorgesehen sind.
Abbildung 3 Vergleich von Ausbildungsblöcken je Fachsemester an der Universität Kassel und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT)