Prak­ti­ka

Die Universität Kassel bietet Praktika an. Bei der Ver­ga­be von Prak­ti­kums­plät­zen wer­den fol­gen­de Ar­ten des Prak­ti­kums un­ter­schie­den:

Praktika für Schüler Allgemeinbildender Schulen (Schulpraktika)

Hierbei handelt sich um Praktika, die laut Schulordnung für Schülerinnen und Schüler der Allgemeinbildenden Schulen (Haupt-, Real- und Gesamtschule sowie Gymnasium) vorgeschrieben sind.

Berufspraktika

Hierunter fallen Praktika im Rahmen:

einer Fachhochschul- oder Hochschulausbildung


einer Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG)


einer Beruflichen Fort- und Weiterbildung, die durch die Arbeitsagentur gefördert wird


von sonstige Berufspraktika

Praktika für Schüler Berufsbildender Schulen
Diese Praktika sind in einer Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben. Unter anderem fallen folgende Schulformen darunter:

Fachschulen (z. B. FS Technik)


Berufsfachschulen (z. B. BFS Elektrotechnik)


Fachoberschulen (z.B. FOS Wirtschaft und Verwaltung).


Über die Vergabe von Praktikumsplätzen entscheiden die jeweiligen Vorgesetzten der Abteilungen, Zentralen Einrichtungen oder Fachbereiche. Seitens des praktikumsbetreuenden Bereichs muss vor Beginn des Praktikums Kontakt mit der Abteilung Personal und Organisation aufgenommen werden, da der rechtzeitige Abschluss eines Praktikantenvertrages zwingend erforderlich und durch die Abteilung Personal und Organisation durchzuführen ist.

Praktika, die auf freiwilliger Basis erfolgen und somit nicht durch eine Schule oder einen anderen Träger vorgeschrieben sind, sind leider nicht möglich.

Kon­takt

Bewerbungen mit Lebenslauf und Anschreiben sowie gewünschtem Zeitraum und Bereich bitte schriftlich per E-Mail an:


Abteilung Personal und Organisation
Praktikum
Möncheberstr. 19, 34109 Kassel
Tel.: +49 561 804-2911

Wei­ter­füh­ren­de In­hal­te zum The­men­be­reich Prak­ti­kum

Um die Fertigkeiten eines Flüchtlings möglicherweise für eine Ausbildung zu erproben, können Praktika im Rahmen der Berufsorientierung durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um die Bewilligung einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung.

Wichtig zu unterscheiden ist jedoch, ob es sich bei Flüchtlingen bereits um Asylberechtigte handelt oder um Personen, deren Asylantrag abgelehnt wurde (sog. Geduldete) bzw. über deren Antrag noch nicht entschieden ist (sog. Asylbewerber). Bei Asylberechtigten ist das Jobcenter die verantwortliche Behörde, beim restlichen Personenkreis die Bundesagentur für Arbeit. Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis dürfen grundsätzlich ohne Einschränkungen ein Praktikum zur Berufsorientierung aufnehmen. Geduldete und Asylbewerber dürfen generell mit Erlaubnis der Ausländerbehörde ein Praktikum zur Berufsorientierung aufnehmen. 

Für ein Praktikum zur Berufsorientierung von bis zu drei Monaten ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nicht erforderlich. Geduldete dürfen in diesem Fall sofort mit dem Orientierungspraktikum beginnen. Für Asylbewerber beträgt die Wartefrist drei Monate. Für ein Praktikum zur Berufsorientierung von mehr als drei Monaten ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich. Die Wartefrist beträgt in diesem Fall für Geduldete und Asylbewerber drei Monate.

Praktika zur Berufsorientierung von bis zu drei Monaten unterliegen nicht dem gesetzlichen Mindestlohn.

Weiterführende Informationen

Bei einigen Praktika ist die Zahlung einer Vergütung gesetzlich vorgeschrieben (z. B. Praktikum über die staatliche Anerkennung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Sozialpädagoginnen und –pädagogen sowie Heilpädagoginnen und –pädagogen). Hier bestimmt sich die Höhe der Vergütung nach den entsprechenden Rechtsgrundlagen.

Zudem gibt es aber noch die Möglichkeit, dass eine Abteilung, Zentrale Einrichtung oder ein Fachbereich ein Praktikum freiwillig vergütet. Bei der Höhe der Vergütung müssen folgende Regelungen beachtet werden:

Höhe der Vergütung nach den Praktikanten-Richtlinien des Landes Hessen:

Vorpraktikantinnen und Vorpraktikanten sind Personen, die ein Praktikum ableisten, das in Ausbildungs-, Studien- und Prüfungsordnungen oder ähnlichen Vorschriften als Zulassungsvoraussetzung für den Beginn einer Schul- oder Hochschulausbildung gefordert wird, oder das, ohne dass diese Voraussetzungen vorliegen, auf Veranlassung der jeweiligen Ausbildungsstätte als Zulassungsvoraussetzung abgeleistet werden muss. Sie fallen nach § 26 BBiG nur dann unter den Geltungsbereich dieses Gesetzes, wenn kein Arbeitsverhältnis vereinbart ist (vergleiche Abschnitt II Unterabs. 3). Ein Arbeitsverhältnis liegt nicht vor, wenn die Vermittlung beruflicher Kenntnisse, Fertigkeiten oder Erfahrungen für die spätere Ausbildung im Mittelpunkt des Rechtsverhältnisses steht.

Vorpraktikantinnen und Vorpraktikanten können folgende Vergütung erhalten:

a) vor vollendetem 18. Lebensjahr
aa) höchstens 300 Euro monaltlich,

b) nach vollendetem 18. Lebensjahr
aa) höchstens 370 Euro monatlich,

Ferner bestehen keine Bedenken, wenn an Studierende von Hochschulen, die während der Praxissemester eine berufspraktische Tätigkeit ausüben, eine Vergütung wie folgt gezahlt wird:

a) im ersten Praxissemester höchstens 500 Euro monatlich,
b) im zweiten Praxissemester höchstens 650 Euro monatlich.

Für Studierende von Hochschulen, die während ihres Studiums ein kurzfristiges Praktikum ableisten, das in Studien- oder Prüfungsordnungen als Prüfungsvoraussetzung gefordert und nicht Teil des Studiums ist, gilt Buchstabe b), Doppelbuchstabe aa) entsprechend.

Die Vergütung des Praktikums ist über die Kostenstelle oder den Auftrag des entsprechenden Bereichs abzurechnen. Eine Kostenübernahme durch die Abteilung Personal und Organisation erfolgt nicht.

Weiterführende Informationen

Mit Inkrafttreten des Mindeslohngesetzes ab dem 01.01.2015 haben Praktikantinnen und Praktikanten wie andere Beschäftigte grundsätzlich einen Anspruch auf einen Mindestlohn (ab 01.01.2017 8,84 Euro). Allerdings nur diejenigen, die ein freiwilliges Praktikum absolvieren, dass nach einer Ausbildung oder einem Studium stattfindet.

Ausgenommen vom Mindestlohngesetz (§ 22 MiLoG) sind Praktika, die verpflichtend z.B. im Rahmen einer Studienordnung geleistet werden.

Wenn ein Praktikum freiwillig während des Studiums oder zur Orientierung vor Studium oder Ausbildung geleistet wird, gilt der Mindestlohnanspruch erst nach drei Monaten.

Auch Praktikantinnen und Praktikanten, die an einer von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Einstiegsqualifizierung oder einer Berufsausbildungsvorbereitung nach dem Berufsbildungsgesetz teilnehmen, muss der Mindestlohn nicht gezahlt werden.

Kinder oder Jugendliche im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes, die noch keine Berufsausbildung abgeschlossen haben, fallen nicht unter das Mindestlohngesetz.

Weiterführende Informationen