Aus­las­tung

Auf Basis der für die Kapazitätsberechnung zusammengestellten Daten zur Lehrnachfrage und zum Lehrangebot einer Lehreinheit können Auslastungsberechnungen gemacht werden. Grundsätzlich wird dabei der Auslastungsgrad als prozentuales Verhältnis von Lehrangebot und Lehrnachfrage errechnet. Dieser Wert gibt Auskunft darüber, zu welchem Grad zum jeweiligen Betrachtungszeitpunkt die einer Lehreinheit zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen (Lehrangebot) zur Abdeckung der Lehrnachfrage genutzt werden.

Im ersten Berechnungsschritt wird festgestellt, wie groß das Gesamtlehrangebot einer Lehreinheit ist.

Im zweiten Berechungsschritt wird die Lehrnachfrage ermittelt. Dabei werden die Curricularwerte aller Studiengänge, die von der jeweiligen Lehreinheit Lehrleistungen erhalten, zugrunde gelegt. Die jeweils auf einen Studiengang und eine/n Studierende/n bezogenen Curricularanteile der beteiligten Lehreinheiten werden multipliziert mit der durchschnittlichen Jahrgangsbreite der Studierenden in Regelstudienzeit.

Die aufsummierten Werte für alle zugeordneten Studiengänge sowie die Lehrleistungen für die Studiengänge anderer Lehreinheit (Lehrexporte) ergeben die Gesamtlehrnachfrage an die Lehreinheit.

Beide Werte werden i. d. R. jeweils für ein Semester (alternativ auch für ein Jahr) angegeben.

Der Auslastungsgrad einer Lehreinheit in Prozent wird als Division der Gesamtlehrnachfrage (D) durch das Lehrangebot (S) bestimmt.

Formel: Auslastung in % = D/S * 100 %

  • Entspricht D = S, ist der Auslastungsgrad 100 %.
  • Ist S > D, liegt eine Überlastung vor.
  • Ist S < D, liegt eine Unterauslastung vor.