Ak­tu­el­le Pro­jek­te

Ak­tu­el­le For­schungs­pro­jek­te am ITeG

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Alexander Roßnagel, PD Dr. Silke Jandt, Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Prof. Dr. Matthias Söllner
Ansprechpartner:Laura Friederike Thies, Ernestine Dickhaut
I. Förderphase:09/2017 - 11/2019
II. Förderphase:12/2019 - 01/2021
Fördernde Einrichtung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektwebseite:

Homepage AnEkA im FG provet

Homepage AnEkA im FG Wirtschaftsinformatik

Homepage AnEkA im FG Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung

 

Kurzbeschreibung:

Kontextsensitive Applikationen nutzen Kontextdaten, beispielsweise zur physischen Umgebung des Nutzers, um dem Nutzer situationsangepasste Dienstleistungen zu erbringen. Je nach Zeit, Ort und Interessen präsentieren sie den Nutzenden passende Informationen.

Die Entwicklung solcher Applikationen birgt Herausforderungen. Zum einen benötigen sie eine Vielzahl personenbezogener Daten, die sich sowohl auf den Nutzer selbst, als auch auf seine Umgebung beziehen. Zum anderen müssen die rechtlichen Vorgaben zum Schutz der informationellen Selbstbestimmung der Nutzer gewahrt werden, damit die Applikationen rechtmäßig sind. Durch die Erfassung enormer Datenmengen, die Rückschlüsse auf nahezu alle Lebensbereiche des Nutzers ermöglichen, auf der einen, und den rechtlichen Vorgaben zum Schutz der informationellen Selbstbestimmung der Nutzer auf der anderen Seite, entsteht ein Spannungsfeld zwischen hoher Funktionalität und Qualitätszentrierung der Applikation einerseits und datenschutzkonformer Gestaltung andererseits.

Projektpartner:
Fachgebiet Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Leimeister) der Universität Kassel

Fachgebiet Öffentliches Recht (Prof. Dr. Roßnagel) der Universität Kassel

Fachgebiet Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung (Prof. Dr. Söllner) der Universität Kassel

PD Dr. Silke Jandt


Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Dr. Christian Geminn
Ansprechpartner:Natalie Maier
Laufzeit:11/2017 - 10/2021
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Projektwebseite:

Homepage AUDITOR

Homepage AUDITOR im Fachgebiet provet

 

Kurzbeschreibung:

Die Cloud-Nutzung boomt weltweit und mit ihr die Fülle an Cloud-Service-Anbietern und Zertifizierungsstellen. Der gegenwärtige Markt gleicht einem Dschungel an Angeboten und Zertifizierungen. Gleichzeitig ergeben sich neue Anforderungen durch das Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung. Das Forschungsprojekt „AUDITOR“ will hier deshalb Klarheit und mehr Rechtssicherheit schaffen und gestützt auf Vorarbeiten aus dem „Trusted Cloud“-Technologieprogramm eine europaweit einheitliche Zertifizierung unter Einbindung der etablierten Normung entwickeln. Ziel des Forschungsprojekts „AUDITOR“ ist die Konzeptionierung, exemplarische Umsetzung und Erprobung einer nachhaltig anwendbaren EU-weiten Datenschutzzertifizierung von Cloud-Diensten. Die Zertifizierung nach Maßgabe der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist im Interesse aller Beteiligten: Der Cloud-Kunden, die nur mit solchen Cloud-Anbietern zusammenarbeiten dürfen, die hinreichende Garantien zur Einhaltung des Datenschutzes vorweisen können, der Cloud-Anbieter, die mit einer Zertifizierung ebendiese Sicherheit bieten können, der Prüf- und Zertifizierungsstellen, für deren Geschäftsfeld die DSGVO zwingende Regeln vorsieht, und der potentiell durch die Datenverwendungen betroffenen Endverbraucher, deren Schutz personenbezogener Daten im Mittelpunkt der Zertifizierung von Cloud-Diensten steht. Das AUDITOR-Projekt strebt eine europaweite Anerkennung an, damit die Zertifizierung nach AUDITOR ihre volle Wirksamkeit sowohl auf nationaler als auch auf Ebene der EU-Mitgliedsstaaten entfalten kann.

Um eine nachhaltige Datenschutzzertifizierung zu konzipieren, wird zunächst ein Kriterienkatalog für die Zertifizierung von Cloud-Diensten nach der DSGVO entwickelt und eine entsprechende Standardisierung in Form einer DIN-Spezifikation angestrebt. Diese DIN-Spezifikation bildet die Grundlage für die Europäische Normung und die Entwicklung eines EU-weit anerkannten Datenschutz-Zertifizierungsschemas. Das erarbeitete AUDITOR-Zertifizierungsverfahren wird sodann noch im Rahmen der Projektlaufzeit in der Praxis erprobt und validiert.

 

Projektpartner :
Karlsruher Institut für Technologie – Fachgebiet Critical Information Infrastructures
Prof. Dr. Ali Sunyaev
Universität Kassel – Institut für Wirtschaftsrecht 
Prof. Dr. Alexander Roßnagel
CLOUD&HEAT Technologies GmbH
Dr. Marius Feldmann
Datenschutz cert GmbH
Dr. Sönke Maseberg und Dr. Irene Karper
DIN e.V. - DIN-Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen (NIA). Dr. Volker Jacumeit
Ecsec GmbH
Dr. Detlef Hühnlein
EuroCloud Deutschland_eco e.V., eco – Verband der Internetwirtschaft
Andreas Weiss

Assoziierte Partner:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Dr. Clemens Doubrava
Consultix GmbH
Andres Dickehut‎
Fabasoft Austria GmbH
Oliver Albl
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian Bartmann
SCOPE Europe b.v.b.a/s.p.r.l.
Jörn Wittmann
Trusted Cloud e.V.
Thomas Niessen
TÜV Informationstechnik GmbH
Jörg Schlißke
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
Henry Krasemann
VOICE-Bundesverband der IT-Anwender e. V.
Stefan Schumacher 

Projektverantwortlich im ITeG:Prof. Dr. Bernhard Sick
Ansprechperson: 
Laufzeit:01/2021 - 12/2023
Fördernde Einrichtung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektwebseite:

www.uni-kassel.de/go/Projekt-Brushalyze

 

Kurzbeschreibung:

Der Zahnputzvorgang ist bis heute weitgehend unverstanden, da Forschungsgeräte fehlen, mit Hilfe derer er im Detail beschrieben und analysiert werden kann. Dabei ist diese hochkomplexe und weitgehend automatisierte Tätigkeit von hoher gesundheitlicher Relevanz. Zudem sind weite Bevölkerungsteile sind nicht in der Lage, beim Zähneputzen Plaquefreiheit herzustellen und leiden unter plaqueassoziierten Erkrankungen; dies unabhängig davon, ob sie elektrisch oder manuell putzen. Unter anderem deswegen ist ein genaues Verständnis des Zahnputzvorgangs aus der Perspektive verschiedener Wissenschaften, allen voran der Zahnmedizin aber auch der Psychologie und den Bewegungswissenschaften, von besonderem Interesse. Dabei stoßen aktuell verfügbare Forschungsmethoden schnell an ihre Grenzen. Die genauste Analyse des Zahnputzvorgangs liefert bislang die Videoanalyse. Diese ist äußerst zeitaufwändig und zugleich wenig detailliert. Daher wird ein Forschungsgerät entwickelt, das eine detaillierte Analyse des Zahnputzvorgangs automatisiert vornimmt und so dessen genaueres Studium ermöglicht. Eine manuelle Zahnbürste wird mit entsprechender Sensorik ausgestattet, die die Abbildung physikalischer Größen, die den Zahnputzvorgang kennzeichnen, ermöglicht. Hierzu gehören u.a. Kraft, Trägheit und Beschleunigung, Bewegungsrichtung und –amplitude. Mithilfe externer Referenzsysteme wird außerdem eine exakte Positionsbestimmung ermöglicht. Mit Verfahren des maschinellen Lernens wird eine Algorithmik entwickelt und erforscht, die eine Abbildung der mit der Sensorik erfassten physikalischen Größen auf Verhaltensparameter und klinische Daten erlaubt. Hierfür werden Studien zur Erfassung von Beispieldaten durchgeführt. Im Hinblick auf die spätere Anwendung des Forschungsgeräts in der zahnmedizinischen und verhaltenswissenschaftlichen Grundlagenforschung erfolgt eine kontinuierliche Evaluation. Am Ende des Projektes steht ein durch entsprechende Studien validiertes Gerät zur differenzierten automatisierten Erfassung des Zahnputzvorgangs zur Verfügung. Dieses Gerät wird wichtige Impulse für die Grundlagenforschung in der Zahnmedizin aber auch in anderen Disziplinen, wie der Psychologie und den Bewegungswissenschaften liefern.

Projektpartner:
Professorin Dr. Renate Deinzer
Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachbereich Medizin
Institut für Medizinische Psychologie
Professor Dr. Bernhard Sick
Universität Kassel
Fachbereich 16 - Elektrotechnik/Informatik
Fachgebiet Intelligente Eingebettete Systeme
Professor Dr. Keywan Sohrabi
Technische Hochschule Mittelhessen
Fachbereich 05 - Gesundheit

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Bernhard Sick
Ansprechpartner:Maarten Bieshaar
Laufzeit:01/2016 - 12/2022
Fördernde Einrichtung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektwebseite:

Homepage DeCoInt2 im FG Intelligent Embedded Systems (IES)

 

Kurzbeschreibung:

Das DeCoInt2 Projekt (Detecting Intention of Vulnerable Road Users based on Collective Intelligence as a Basis for Automated Driving - Erkennung der Absichten ungeschützter Verkehrsteilnehmer mit Methoden der Kollektiven Intelligenz als Grundlage für das automatisierte Fahren) verfolgt das Ziel, die Absicht ungeschützter Verkehrsteilnehmer im Verkehr mit  automatisierten Fahrzeugen zu erkennen, wobei kooperative Technologien eingesetzt werden sollen. Individuelle Mobilität wird auch im zukünftigen Verkehr eine wichtige Rolle spielen. Automatisiertes Fahren wird dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Es hat das Potential, die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss zu erhöhen und die Umweltverschmutzung sowie den Ressourcenverbrauch zu senken. Besonders im städtischen Umfeld werden ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrer nach wie vor eine wichtige Rolle im gemischten Verkehr der Zukunft einnehmen. Um einen unfallfreien und hocheffizienten Verkehrsfluss mit automatisierten Fahrzeugen zu erreichen, ist es nicht nur wichtig, die ungeschützten Verkehrsteilnehmer wahrzunehmen. Mindestens genauso bedeutend ist es, deren Absichten zu erkennen und zu analysieren, wie das menschliche Fahrer auch machen, wenn sie das Verhalten ungeschützter Verkehrsteilnehmer vorausschätzen. 

Projektpartner:
Hochschule Passau

Universität Aschaffenburg.

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Jörn Lamla, Prof. Dr. Gerrit Hornung
Ansprechpartner:Florian Müller, Helmut Lurtz
Laufzeit:Förderphase I: 10/2015 - 03/2020
Förderphase II: 04/2020 - 09/2024
Fördernde Einrichtung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektwebseite:

Hauptprojektseite bei der TU Darmstadt

Projektseite beim FG Öffentliches Recht, IT-Recht & Umweltrecht

Projektseite beim FG Soziologische Theorie

 

Kurzbeschreibung:

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Graduiertenkolleg „Privatheit und Vertrauen für mobile Nutzende“ werden interdisziplinär neue Lösungen für den Schutz der Privatsphäre bei der mobilen Internetnutzung entwickeln. Vertreter der Informatik, Usability und Wirtschaftswissenschaften aus der TU Darmstadt arbeiten eng mit Wissenschaftler aus den Bereichen der Rechtswissenschaften und der Soziologie der Universität Kassel zusammen. Sie alle arbeiten in interdisziplinären Promotionsthemen an der Vision eines neuartigen persönlichen Mobilgeräts.

Das neue Graduiertenkolleg möchte zu besserem und persönlich anpassbarem Schutz der Privatsphäre der Nutzenden und zu mehr Transparenz in der IT-Welt beitragen.  Die Nutzenden sollen in der Lage sein, das sie umgebende Netzwerk und seine Komponenten hinreichend zu verstehen, die vermeintliche Qualität einer Dienst- und System-Nutzung mit all den Vor- und Nachteilen abzuwägen und so die Vertrauenswürdigkeit zu bewerten. Die Ergebnisse des Graduiertenkollegs sollen dazu beitragen, dass die Grundrechte auf informationelle Selbstbestimmung und auf Schutz des Telekommunikationsgeheimnisses im Internet künftig besser verwirklicht werden können.

Das Graduiertenkolleg ist in vier Forschungsbereiche und 12 Forschungsteilbereiche untergliedert:

  • Forschungsbereich A: Privatheit und Vertrauen in digitalen Dienste-Netzen
  • Forschungsbereich B: Privatheit und Vertrauen in sozialen Onlinenetzen
  • Forschungsbereich C: Privatheit und Vertrauen in sensorgestützten Umgebungen
  • Forschungsbereich D: Privatheit und Vertrauen mittels ALTEREGO

Projektbeteiligte:

ITeG-Fachgebiete an der Universität Kassel

  • Fachgebiet Öffentliches Recht, insb. Umwelt- und Technikrecht (Prof. Dr. Alexander Roßnagel)
  • Fachgebiet Öffentliches Recht, IT-Recht und Umweltrecht (Prof. Dr. Gerrit Hornung)
  • Fachgebiet Soziologische Theorie (Prof. Dr. Jörn Lamla)

Fachgebiete der TU Darmstadt

  • Information Systems (Prof. Dr. Peter Buxmann)
  • Cryptoplexity (Prof. Dr. Marc Fischlin)
  • Electronic Markets (Prof. Dr. Oliver Hinz)
  • Security Engineering (Prof. Dr. Stefan Katzenbeisser)
  • Secure Mobile Networking Lab (Prof. Dr.-Ing. Matthias Hollick)
  • Telecooperation (Prof. Dr. Max Mühlhäuser)
  • Security, Usability and Society (Prof. Dr. Melanie Volkamer)
  • Work and Engineering Psychology (Prof. Dr. Joachim Vogt)
  • Security in Information Technology (Prof. Dr. Michael Waidner)
Sprecher des Graduiertenkollegs:Prof. Dr. Hans Krah (Universität Passau)
Ansprechpartner am ITeG:Prof. Dr. Gerrit Hornung
Laufzeit:04/2012 - 03/2021
Fördernde Einrichtung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektwebseite:

Hauptprojektseite bei der Universität Passau

Projektseite bei der Universität Kassel

Kurzbeschreibung:

Das DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung" stellt das Thema Privatheit wegen dessen gesellschaftlicher wie wissenschaftlicher Relevanz in das Zentrum von Untersuchungen.
Das Kolleg strebt an, tradierte Konzepte des Privaten zu rekonstruieren, Erscheinungsformen des Privaten zu analysieren, die Wirkung gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungsprozesse auf das Konzept der Privatheit zu untersuchen und für eine mögliche Neuakzentuierung nutzbar zu machen.
Das Kolleg ist an der Philosophischen und Juristischen Fakultät der Universität Passau verankert und um die folgenden thematischen Arbeitsbereich zentriert:
1. Begriff der Privatheit
2. Medien & Privatheit
3. Kultur(en) & Privatheit
4. Raum & Privatheit
Prof. Dr. Gerrit Hornung, LL.M. war während seiner Zeit an der Universität Passau Mitglied des Graduiertenkollegs und ist seitdem assoziiertes Mitglied.

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr.-Ing. Klaus David
Ansprechpartner:Michael Wojtek
Laufzeit:03/2019 - 12/2021
Fördernde Einrichtung:BMEL Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung
Projektwebseite: Informationen im FG ComTec

 

Kurzbeschreibung:

Projektverantwortlich im ITeG:Prof. Dr. Kurt Geihs, Prof. Dr. Gerrit Hornung
Ansprechpersonen:Yasin Alhamwy, Jan-Philipp Stroscher
Laufzeit:01/2020 - 12/2023
Fördernde Einrichtung:LOEWE-Forschungsförderungsprogramm des Landes Hessen
Projektwebseite: Homepage des Zentrums

 

Kurzbeschreibung:

Im Jahr 2050 werden etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. 1950 waren es noch 30 Prozent, 2010 schon etwa 50 Prozent. Das andauernde Wachstum der Städte ist nur durch eine effizientere Gestaltung der (kritischen) Infrastrukturen wie Energie, Transport, Logistik und Wasser möglich. Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten dabei vielfältige Möglichkeiten, um diese Effizienzgewinne zu erreichen und fungieren als Wegbereiter für digitale Städte. Diese Entwicklung stellt jedoch auch eine Bedrohung für die Funktionsfähigkeit von Städten in Krisensituationen dar. Zunehmende Vernetzung und Abhängigkeit von digitalen Diensten machen Gesellschaften anfälliger für störende Ereignisse, die sich auf die regulären IKT-Funktionen auswirken. IKT-basierte Infrastrukturen sind durch von Menschen verursachte Beeinträchtigungen, Naturkatastrophen, Gewalt und Terror gefährdet. Gleichzeitig ist die Funktionsweise digitaler Städte in Fällen von Extremereignissen, Krisen und Katastrophen bisher nicht ausreichend erforscht. Das durch die Hessische Landesregierung geförderte LOEWE-Zentrum „emergenCITY - The Resilient Digital City“ will Grundlagen, Methoden und Lösungen untersuchen, um einen neuartigen Lösungsansatz der Krisenbewältigung durch IKT-basierte Infrastrukturen zu etablieren. Dieser Ansatz wird als so genannte „Resilient Digital Cities“ bezeichnet. Resilienz meint in diesem Kontext die Fähigkeit eines Systems, Krisen zu absorbieren, sich von diesen zeitnah und nachhaltig zu erholen oder durch Wandlung vergleichbare bzw. neuartige Funktionsfähigkeit zu erlangen. 

Projektverantwortlicher im ITeG:Prof. Dr.-Ing. Klaus David
Ansprechpartner :Dr. Immanuel König
Laufzeit:10/2018 - 09/2021
Fördernde Einrichtung:BMWi
Projktwebseite:Projektwebsite

 

Kurzbeschreibung:
Ziel ist es wertvolle Erkenntnisse über das Lade­verhalten und die Anforderungen an den Netzausbau zu erhalten. Mit einem intelligenten Steuersystem werden Ladestrom und -zeitpunkt an die jeweilige Nutzung der Entwicklungsfahrzeuge angepasst. Mit dieser smarten Infrastruktur wird realisiert, dass die gesamte Flotte, trotz des hohen Energiebedarfs der Elektrofahrzeuge, jederzeit bedarfsgerecht geladen ist – und das bei minimalem Ausbau des bestehenden Stromnetzes. Zudem wird ein modularer Batteriespeicher installiert, in dem ­Fahrzeugbatterien wiederverwendet werden, um Strom ­vorübergehend zu speichern. Dieser stationäre Batterieeinsatz soll Verbrauchsspitzen ausbalancieren und so das Stromnetz stabilisieren

Projektpartner:
Opel Automobile GmbH
FLAVIA IT-Management GmbH
PLUG´n CHARGE

 

Projektverantwortlicher im ITeG:Prof. Dr. Jörn Lamla, Prof. Dr. Claude Draude, Prof. Dr. Gerd Stumme
Ansprechpartner:Dr. Jonathan Kropf, Dr. Markus Uhlmann
Laufzeit:02/2021 - 02/2024
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektwebseite: Website im Fachgebiet Soziologische Theorie

Kurzbeschreibung:

Unternehmen, die digitale Produkte oder Dienstleistungen vermarkten, stehen oft vor dem Dilemma, dass ihr Interesse und ihr Bedarf an Kundendaten dem Wunsch der Kundinnen und Kunden nach Privatheit entgegensteht. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet es einen Eingriff in ihre Selbstbestimmungsrechte, wenn sie zu viele Daten preisgeben müssen oder durch digitale Überwachung in ihrem Verhalten unbemerkt gelenkt werden. Im Projekt FAIRDIENSTE wird dieser Strukturkonflikt zum Anlass genommen, verschiedene Wege der fairen Vermittlung von Werten im Zuge der Geschäftsmodellgestaltung mit soziologischen und  (wirtschafts-)informatischen Ansätzen auszuloten und in Beziehung zu setzen. Entwickelt und praxisnah getestet werden soll so eine multidimensionale Methodik der „Ko-Valuation“, d. h. der kooperativen Wertevermittlung, die Unternehmen dabei hilft, ihre wirtschaftlichen Geschäftsmodelle mit Gesichtspunkten datenökonomischer Fairness in Einklang zu bringen.

Projektpartner
Das Projekt ist eine Kooperation der Fachgebiete Soziologische Theorie (Prof. Dr. Jörn Lamla, Verbundkoordination), Gender/Diversity in Informatics Systems (Prof. Dr. Claude Draude) sowie Wissensverarbeitung (Prof. Dr. Gerd Stumme) an der Universität Kassel, dem Institut für Wirtschaftinformatik und Neue Medien an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Prof. Dr. Thomas Hess), dem Unternehmen BurdaForward (Dr. Richard Weber, München) sowie dem Institut für Technik und Journalismus (Miriam Ruhenstroth, Berlin).

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr.-Ing. Klaus David
Ansprechpartner:Michel Morold
Laufzeit:05/2020 - 04/2021
Fördernde Einrichtung:

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Projektwebseite: Informationen im FG ComTec

 

Kurzbeschreibung:

Eine Grundlage für die Zukunftsfähigkeit von Logistik und Mobilität am Standort Hessen sind Echtzeitinformationen und Daten über die genutzten Verkehrsmittel sowie die Art der Fortbewegung und des Transports. Diese Informationen werden in den wichtigen Innovationsfeldern, autonomes Fahren, Unfallprävention und für eine vernetzte Verkehrsinfrastruktur eine noch wichtigere Rolle spielen. Für diese Anwendungen liefert die Erkennung menschlicher Aktivitäten (etwa stehen, losgehen oder rennen) eine wichtige Eingangsgröße, die schnell bzw. in Echtzeit erkannt werden müssen. Hierbei kommen mobile Sensoren, z.B. in Smartphones, sowie Algorithmen des maschinellen Lernens zum Einsatz. Ziel des Projektes FastAR ist die grundlegend neue Erforschung und Validierung von Verfahren zur Bewertung und Optimierung der Erkennungszeit und -genauigkeit menschlicher Aktivitäten, gegenüber der im Forschungsgebiet üblichen Fokussierung auf die Optimierung der Erkennungsgenauigkeit, welches so einen grundlegenden Beitrag für die oben genannten Anwendungsmöglichkeiten liefert.

Förderer: Dieses Projekt wird aus Mitteln des Landes Hessen und der HOLM-Förderung im Rahmen der Maßnahme „Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen gefördert.

Projektverantwortlicher im ITeG:Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Prof. Dr. Jörn Lamla
Ansprechpartner:Barbara Büttner, Dr. Christian Geminn, Dr. Carsten Ochs, Maxi Nebel, Tamer Bile
Laufzeit:Forum Privatheit I: Dezember 2013 bis März 2017
Forum Privatheit II: April 2017 bis März 2021
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektwebseite: Website Forum Privatheit

 

Kurzbeschreibung:

Ziel des Forums ist es, die wissenschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und Privatheit entstehen, in einem interdisziplinär ausgerichteten Prozess anzugehen, weil diese sich gerade an den Schnittstellen zwischen einzelnen Disziplinen und im Spannungsfeld unterschiedlicher Akteurskonstellationen offenbaren. Daher sollen Lösungskonzepte zu den Problemlagen, denen Privatheit gegenübersteht unter Einbeziehung von Wissenschaftsexpertise und unter der Beteiligung von öffentlich agierenden Akteuren aus Wirtschaft, Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen erarbeitet und verständlich gegenüber dem Bürger in der Öffentlichkeit kommuniziert werden.

Zu diesem Zweck ist das Projekt horizontal und vertikal gegliedert. Zum einen werden die Teilvorhaben von je einem der Antragsteller federführend über die gesamte Projektlaufzeit bearbeitet. Zum anderen sind die Arbeitsschritte der Teilvorhaben miteinander inhaltlich und zeitlich so abgestimmt, dass ein inhaltlich produktiver Austausch über ähnliche Fragestellungen zwischen den unterschiedlichen disziplinären Sichtweisen erfolgt.

Projektpartner
Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Universität Tübingen
Lehrstuhl für Medienpsychologie, Universität Hohenheim
Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologien SIT, Darmstadt
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe
Fachgebiet Sozialpsychologie, Universität Duisburg-Essen

Pressemitteilung
Prof. Roßnagel Sprecher des Forums „Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt“ – Fortsetzung um weitere zwei Jahre

 

Projektverantwortlich im ITeG:Dr. Josephine Thomas (Nachwuchsgruppenleiterin)
Ansprechperson:Dr. Josephine Thomas
Laufzeit:08/2020 – 07/2024
Fördernde Einrichtung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF)
„Förderung von KI-Nachwuchswissenschaftlerinnen“

Webseite:gain-group.de

 

Die KI-Nachwuchsgruppe „Graphs in Artificial Intelligence and Neural Networks (GAIN)“ hat im September 2020 an der Universität Kassel und dem Fraunhofer IEE in Kassel ihre Arbeit aufgenommen. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich unter ihrer Leitung mit der Dynamik und Erklärbarkeit von Graph Neural Networks. Ziel der Nachwuchsgruppe GAIN ist die Entwicklung von Algorithmen für bisher ungelöste Probleme in der Dynamik von Graph Neural Networks, um deren Anwendung unter anderem im Bereich erneuerbare Energien zu ermöglichen. Ein weiterer Fokus wird auf der Erklärbarkeit der Algorithmen liegen, um den Übergang der Algorithmen aus der Grundlagenforschung heraus in die Anwendung zu erleichtern.

Projektverantwortlicher im ITeG:Prof. Dr. Alexander Roßnagel,
Ansprechpartner:Paul C. Johannes, Johannes Müller
Laufzeit:08/2020 - 07/2023
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Projektwebseite: Projektseite GEMIMEG

 

Kurzbeschreibung:

Im Projekt GEMIMEG-II wird eine sichere, durchgängige, rechtsgemäße und rechtsverträgliche Ende-zu-Ende-Verfügbarkeit von Informationen für die Umsetzung von zuverlässigen, vernetzten Messsystemen entwickelt. Der Fokus des Gesamtvorhabens liegt in der Metrologie (Kalibrierung, Referenzierung, Einmessung), also in Vertrauens- und Qualitätsinformationen über Messgeräte, Sensornetzwerke, digitale Zwillinge und Datenanalysemethoden (Transformation). Dabei ist die Qualität der gewonnenen Daten und die Belastbarkeit der davon abgeleiteten Aussagen und Schlüsse von zentraler Bedeutung, insbesondere für die Industrie und den elektronischen Rechtsverkehr. Die verlässliche und geprüfte Feststellung und Sicherung der Datenqualität ist dabei die Voraussetzung, um Daten als Wirtschaftsgut erfolgreich einsetzen zu können.

Projektpartner
Samson KT Elektronik GmbH, digiraster GmbH & Co. KG, Valeo GmbH, Bosch.io, Carl Zeiss 3D Automation GmbH, Robert Bosch GmbH, Siemens AG, T-Systems International GmbH, Fraunhofer Gesellschaft, Universität Siegen und Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Pressemitteilung
Rechtsfragen digitaler Zwillinge

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Matthias Söllner
Ansprechpartner:Laura Schlegel
Laufzeit:

05/2020 – 06/2022

Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Arbeit und Soziales  &  Europäischer Sozialfonds
Projektwebseite: Projektseite Haus der Selbstständigen

 

Das Haus der Selbstständigen eröffnet neue Zugänge zur Information und Vernetzung für Selbstständige und Solo-Selbstständige. Seine regionale Verankerung und physische Umsetzung findet das Haus der Selbstständigen in Leipzig. Sein komplementäres virtuelles Pendant zielt zudem überregional auf die Förderung der Interessenvertretung in Ostdeutschland und soll auf das gesamte Bundesgebiet ausstrahlen. Das Haus der Selbstständigen macht sich u.a. zur Aufgabe, den Austausch und Vernetzung in einem analogen ebenso wie einem virtuellen Raum zu ermöglichen, die Solo-Selbstständigen und Plattformbeschäftigten darüber zu informieren, welche kollektiven Möglichkeiten es gibt, die eigenen Arbeits- und Lebensbedingungen, insbesondere auch in Bezug auf die Vergütungssituation und soziale Absicherung zu gestalten, zielgruppenspezifische neue Lehr- und Lernmethoden zu entwickeln und zu erproben, im Hinblick auf kollektive Formen der Interessenvertretung zu beraten und diese zu unterstützen.

Das „Haus der Selbstständigen“ ist ein gemeinsames Projekt der INPUT Consulting gGmbH, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Soziologie) sowie der Universität Kassel (Fachgebiet Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung).

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Jan Marco Leimeister
Ansprechpartner:Dr. Christoph Peters, Mahei Li, Simon Schmidt, Karen Eilers
Laufzeit:

04/2020 – 04/2023

Fördernde Einrichtung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF)
Projektträgerschaft des PTKA (Projektträger Karlsruhe)
Förderkennzeichen: 02K18D060

Projektwebseite: http://projekt-hiss.de/

 

Ausgangssituation:

Im Zeitalter der kontinuierlich zunehmenden Anzahl an digitalen Produkten, Prozessen und Dienstleistungen steigen die Ansprüche an einen qualitativ hochwertigen IT-Support stetig. Dies betrifft Kleinunternehmen, die sich z. B. auf In-House entwickelte Software und deren Support spezialisiert haben, aber auch Großunternehmen, die sich mit den Herausforderungen eines zentralisierten Global-Supports beschäftigen. So nimmt nicht nur die Anzahl an Support-Anfragen enorm zu, sondern auch die Anzahl der unterschiedlichen Anfragetypen. Das führt unter anderem dazu, dass die IT-Support-Mitarbeitenden mit einer Vielzahl an sich wiederholenden, monotonen Aufgaben konfrontiert werden. Dies kann insbesondere bei Stoßzeiten zu Unzufriedenheit der Mitarbeitenden bezüglich ihrer Tätigkeit führen und sich auf Qualität und Effizienz des Supports auswirken.


Projektziele:

Ziel des Forschungsprojekts HISS ist die Entwicklung eines auf hybrider Intelligenz basierenden nutzerzentrierten Dienstleistungssystems für den IT-Support, das eine lernfähige KI einsetzt. Das System vereint dabei den klassischen Support mit crowd-basierten Ansätzen, welche weitere Experten der Belegschaft in den Prozess mit einbinden kann. Darüber hinaus wird eine automatisierte Chat-Technologie entwickelt, die insbesondere eine Verzahnung von menschlichem Support und entsprechenden Problemlösungskompetenzen ermöglicht.
 

Vorgehensweise:

Dazu werden die bisherigen Abläufe des IT-Supports in unterschiedlichen Unternehmenstypen betrachtet, klassifiziert und ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung des HISS-Konzepts, bestehend aus der Zusammenführung einer KI-Chat-Technologie und crowd-basierten Supportstrukturen aus Expertenwissen, ein. Mithilfe von Interviews, wissenschaftlichen Evaluationen und Workshops wird das Konzept iterativ weiterentwickelt und somit optimiert. Dabei sollen Mitarbeitende dazu befähigt werden, den KI-Einsatz selbst zu gestalten. Die Pilotierung erfolgt bei drei Konsortialpartnern: einem kleinen, einem mittleren sowie einem international agierenden Großunternehmen.


Ergebnisse und Anwendungspotenzial:

Die Projektergebnisse werden kontinuierlich praxistauglich in einem Playbook aufbereitet, das zum Mitdenken und Experimentieren einlädt und anhand der Praxisbeispielen aufzeigt, wie man sein eigenes Modell für den jeweiligen IT-Support erstellt. Durch HISS werden Mitarbeiter entlastet und Freiräume für eine Aufwertung und Neukonzeption der Rolle der Support-Mitarbeitenden entstehen. Damit werden die Weichen gestellt, um Innovationen, Qualität und Nutzungsorientierung des zukünftigen Supports und in Folge auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern.
 

Projektpartner:

» Universität Kassel
» Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.
» COGNICY
» smartransfer
» public plan
» Starke+Reichert
» controlware communicationssystems
» B.Braun Melsungen


Projektverantwortlich im ITeG:Dr. Sarah Oeste-Reiß (Nachwuchsgruppenleiterin)
Weitere Ansprechperson im ITeG:Kathrin Wolter
Laufzeit:10/2020 – 09/2024
Fördernde Einrichtung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF)
„Förderung von KI-Nachwuchswissenschaftlerinnen“
Förderkennzeichen der Universität Kassel: 01IS20057B

Projektwebseite: www.hymeki.de

 

Ausgangssituation:

Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz, (insb. des maschinellen Lernens und der Spracherkennung), bieten neue Gestaltungsmöglichkeiten zur Reorganisation von Wissensarbeit an der Schnittstelle von Mensch und KI. KI-Systeme liefern nicht nur Potenziale in der Automatisierung von Routineaufgaben, sondern können als neue „Teammitglieder“ die Lösung von komplexen Aufgaben von Mitarbeiter*innen unterstützen, da sie in vielen Bereichen zum Menschen komplementäre Fähigkeiten beitragen. Menschen nehmen KI-basierte Systeme als soziale Akteure wahr, stellen deshalb aber auch ähnliche Erwartungen an die Qualität ihrer Lösungsbeiträge und ihr Kommunikationsverhalten, die häufig nicht erfüllt werden und zu Unzufriedenheit, Ablehnung bzw. Nicht-Nutzung der Systeme führen können. Durch die Unterschiede hinsichtlich der Fähigkeiten und Fertigkeiten von Menschen (d.h. menschlicher Intelligenz) und Maschinen (d.h. künstlicher Intelligenz) entstehen neuartige Gestaltungsherausforderungen in der Zusammenarbeit (hybride Intelligenzsysteme) sowie den Lernverfahren für menschliches und maschinelles Lernen.


Projektziele:

Ziel der Nachwuchsgruppe „HyMeKI“ ist die Entwicklung, Erprobung und Validierung von sozio-technischen Gestaltungsanforderungen und –mustern zur Entwicklung von KI-Systemen in der Wissensarbeit. Diese implementieren kollaborative Arbeitspraktiken der Mensch-KI-Zusammenarbeit, insbesondere zur Arbeitsteilung, zur transparenten, nachvollziehbaren Übergabe von Aufgaben und Arbeitsständen und zur Förderung des Lernens zwischen Menschen und KI-Systemen entsprechend ihrer jeweiligen Stärken.

Zur Zielerreichung werden zunächst repräsentative Kollaborationsszenarien im Bereich der Wissensarbeit anwendungsorientiert durch empirische Anforderungserhebung mit Unternehmen erhoben und modelliert. Die Nachwuchsgruppe „HyMeKI“ entwickelt darauf aufbauend eine Taxonomie zur Arbeitsteilung von Menschen und KI-Systemen. In Anlehnung daran werden Techniken zur Übergabeorchestrierung zwischen Menschen und KI sowie Techniken zur Förderung von KI- (bzw. Mensch-) unterstützten menschlichem (bzw. maschinellen) Lernen exploriert und in Gestaltungsmuster überführt. Die entwickelten Techniken und Gestaltungsmuster werden prototypisch instanziiert und in Labor-, Feld- und Onlinestudien sozio-technisch evaluiert. Das Vorhaben folgt damit einem gestaltungsorientierten Multimethodenansatz iterativer Entwicklung und Evaluation.

 

Teilvorhaben Kassel:

Das Teilprojekt „Techniken zur Förderung von KI-unterstütztem menschlichen Lernen sowie Menschunterstütztem KI-Lernen im Kontext der Wissensarbeit“ umfasst einen von zwei Forschungsschwerpunkten der Nachwuchsgruppe und wird von der Universität Kassel geleitet. Das Teilprojekt hat zum Ziel, Techniken für KI-unterstütztes menschliches Lernen (KI trainiert Mensch) sowie Techniken für Mensch-unterstütztes KI-Lernen (Mensch trainiert KI) im Anwendungsfeld der Wissensarbeit zu explorieren, Lerneffekte in Form von Wissenszuwachs im Labor und im Feld mittels qualitativer und quantitativer Methoden zu analysieren und Gestaltungsmuster abzuleiten. Die gesammelten Erkenntnisse fließen in die beiden Querschnittsthemen – d.h. eine Taxonomie zur Arbeits- und Aufgabenteilung zwischen Mensch und KI sowie ein Gestaltungsmusterkatalog, der KI-Nachwuchsgruppe ein.

 

Projektpartner:

» Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik, Dr. Sarah Oeste-Reiß (Nachwuchsgruppenleiterin), Prof. Dr. Jan Marco Leimeister (Mentor)
» Universität Kassel, Fachgebiet Intelligente Eingebettete Systeme, Prof. Dr. Bernhard Sick (Mentor)
» Universität Hamburg, Wirtschaftsinformatik, Sozio-Technische Systemgestaltung, Prof. Dr. Eva Bittner (Nachwuchsgruppenleiterin)

Feld- und Transferpartner:
» IHK Hessen innovativ
» Aiconix GmbH, Hamburg
» smartransfer, Kassel


Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Alexander Roßnagel
Ansprechpartner:Dr. Christian Geminn
Laufzeit:April 2019 – März 2023
Fördernde Einrichtung:VolkswagenStiftung
Projektwebseite: Homepage IMPACT

 

Kurzbeschreibung:

Kommunikation mit Maschinen nimmt sowohl an Qualität als auch an Quantität stetig zu. Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die menschliche Kommunikationskultur, die mentalen Modelle der Nutzer und das Knüpfen von Beziehungen. Das von der Volkswagenstiftung geförderte Projekt „The implications of conversing with intelligent machines in everyday life for people´s beliefs about algorithms, their communication behavior and their relationship building“ untersucht vor diesem Hintergrund, wie Sprachassistenten weiterentwickelt, in ihrer Wirkung empirisch überprüft und ethisch und rechtlich bewertet werden können. Gemeinsam werden Gestaltungsvorschläge entwickelt, um Vorteile der Technologie zu stärken und ihre Risiken zu minimieren. Das Projekt ist Teil der Förderinitiative „Künstliche Intelligenz – Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen“ der VolkswagenStiftung.

Projektpartner:
Universität Duisburg-Essen, Sozialpsychologie - Medien und Kommunikation: Prof. Dr. Nicole Krämer (Koordination)
Universität Bielefeld, Sociable Agents Group und Machine Learning Group:
Prof. Dr.-Ing. Stefan Kopp und Prof. Dr. Barbara Hammer
Evangelische Hochschule Nürnberg: Prof. Dr. Arne Manzeschke

 

Projektverantwortlich im ITeG:Prof. Dr. Bernhard Sick
Ansprechperson:Lukas Rauch
Laufzeit:

04/2020 – 09/2022

Fördernde Einrichtung:Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen im Rahmen des Operationellen Programms für die Förderung von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung in Hessen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
Projektwebseite: www.uni-kassel.de/go/Projekt-INFINA

 

Kurzbeschreibung:

Die Partner fino create GmbH und das Fachgebiet Intelligente Eingebettete Systeme der Universität Kassel planen die Erforschung eines automatisierten, auf künstlicher Intelligenz basierenden Finanzassistenten, der die finanzielle Situation eines Nutzers analysiert und bewertet, Verbesserungspotentiale aufzeigt, Investitionsentscheidungen unterstützt und somit eine optimierte Kontrolle der eigenen Finanzen ermöglicht. Technisches Ziel dieses intelligenten Finanzassistenten ist es, den Benutzer in seiner finanziellen Situation vollumfänglich zu unterstützen und ihm die Funktionen anzuzeigen, die er für das qualifizierte, informierte Treffen finanzieller Entscheidungen benötigt.

Projektpartner:

» Universität Kassel, Fachgebiet Intelligente Eingebettete Systeme
» fino create GmbH, Kassel

 


Projektverantwortlicher im ITeG:Prof. Dr. Claude Draude
Ansprechpartner:Nana Kesewaa Dankwa
Laufzeit:Januar 2018 - April 2022
Fördernde Einrichtung:Eigenmittel der Universität Kassel aus dem Hochschulpakt 2020
Projektwebsite:INTeGER

 

Kurzbeschreibung:

INTeGER focuses on interrogating the role that gender intersectionality plays in producing innovation in the field of computing. Precisely because gender bias in computing has been identified as preventing innovation and socially responsible IT design (examples abound in research spanning from algorithms and machine learning, to speech recognition technologies), more interdisciplinary research that bridges gender studies, science and technology studies and computer science is needed.

The project is designed to develop along two directions (or a combination of both):

  • Innovations in computer science and its gendered aspects: what is the process of innovation in computing, what is understood as innovation in computing, and how this idea and process is affected by gender.
  • Gendered methodologies in computing: what are the methods and methodologies that are most prominent in computer sciences and how they interlink with intersectional notions of gender.
Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Jan Marco Leimeister
Ansprechpartner:Dr. Sofia Schöbel, Dennis Benner
Laufzeit:08/2020 - 02/2022
Fördernde Einrichtung:

EFRE

Projektwebseite: www.billwerk.com/forschungsprojekt-kiba/

 

Ausgangssituation:

In der heutigen Zeit gewinnen Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Umsätzen an Relevanz und entwickeln sich quer durch alle Branchen, von den IT-, Produktions- und eCommerce-Branchen, bis hin zu den Zukunftsbranchen der digitalen Medien, Automotive und IoT-Services. Von dieser Entwicklung sind unter anderem auch die Sharing Economy und Nachhaltigkeit der Industrie 4.0 betroffen. Diese Entwicklungen stellen neue Herausforderungen dar, die insbesondere deutsche KMU gefährden können. Diese KMU können so aufgrund fehlender Budgets, Kompetenzen und Strukturen auf dem internationalen Markt, insbesondere mit Hinblick auf die US-amerikanische und chinesische Konkurrenz, den Anschluss verlieren.


Projektziele:

Ziel des Forschungsprojekts HISS ist die Entwicklung eines auf hybrider Intelligenz basierenden nutzerzentrierten Dienstleistungssystems für den IT-Support, das eine lernfähige KI einsetzt. Das System vereint dabei den klassischen Support mit crowd-basierten Ansätzen, welche weitere Experten der Belegschaft in den Prozess mit einbinden kann. Darüber hinaus wird eine automatisierte Chat-Technologie entwickelt, die insbesondere eine Verzahnung von menschlichem Support und entsprechenden Problemlösungskompetenzen ermöglicht.
 

Vorgehensweise:

Das Projekt KI-BA setzt sich zum Ziel, einen technologiebasierten Lösungsansatz für die beschriebene Problematik/Ausgangssituation zu finden. Durch den Einsatz von Chatbot-Technologien und KI-gestützten Methoden, sowie dem Konzept des Digital Nudgings, soll ein Frühwarnsystem entwickelt werden, welches es KMU ermöglicht Kundenabwanderungen besser zu analysieren und diesen präventiv gegensteuern zu können. Hierbei sollen auch mittels datengetriebener Methoden – wie etwa dem maschinellen Lernen – anlassbezogen und automatisiert, personalisierte Empfehlungen oder Angebote in Echtzeit erstellt werden. Diese Angebotsunterbreitung soll über eine intelligente Web-UX/UI präsentiert werden, die unter anderem Gebrauch von modernen Kommunikationsschnittstellen wie Conversational Agents (z.B. Chatbots) Gebrauch macht.
Das Übergeordnete Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Anwendungsmodells, welches deutsche KMU Abo-Dienstleister dazu befähigt, anlassbezogen und automatisiert in Echtzeit Maßnahmen zu ergreifen. Dafür sollen die Verringerung der Kündigungswahrscheinlichkeit von Kunden und die Optimierung der Monetarisierung von Abo-Geschäftsverhältnissen, um somit die internationale Konkurrenzfähigkeit deutscher KMU sichergestellt werden.
 

Projektpartner:

» billwerk GmbH
» Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik


Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Sick
Ansprechpartner:Maarten Bieshaar
Laufzeit:April 2020 - April 2023
Fördernde Einrichtung:BMWi/TÜV Rheinland
Projektwebseite:Homepage KI Data Tooling

 

Kurzbeschreibung:

Künstliche Intelligenz (KI) und insbesondere das maschinelle Lernen sind die Schlüsseltechnologien des autonomen Fahrens. Leistungsfähige Computer und Algorithmen erlernen selbstständig Erkennungs- und Lösungsmuster, wie beispielsweise die automatische Erkennung von Verkehrsschildern, anderen Fahrzeugen oder Fußgängern mit Hilfe von Kamerabildern, Radar- oder Laserdaten.

In einer urbanen Verkehrssituation, in der ein autonom fahrendes Fahrzeug hinter einem Radfahrer auf eine Kreuzung zufährt wird die Umgebug durch die im Fahrzeug eingebaute Kamera wahrgenommen. Die mittels maschineller Lernmethoden „angelernte“ KI versucht alle Verkehrsteilnehmer im Kamerabild zu erkennen. Im Projekt „KI Data Tooling“ sollen Werkzeuge entwickelt werden, die auch kritische und von der KI nicht gut abgedeckte Situationen (schlechtes Wetter, schlechte Sicht) automatisiert identifizieren können. Dafür werden Methoden und Werkzeuge für einen effizienten Aufbau der Datenbasis für das automatisierte Fahren entwickelt. Bereits zum Aufbau dieser Datenbasis sind schon KI-Methoden erforderlich. Diese neuen Methoden werden beispielhaft am Fallbeispiel der Erkennung von ungeschützten Verkehrsteilnehmern (zum Beispiel Fußgänger) erprobt.

Die Forscherinnen und Forscher des Fachbereichs Intelligente Eingebettete Systeme (Prof. Dr. Bernhard Sick) leiten im Verbundprojekt „KI Data Tooling“ gemeinsam mit BMW das Teilprojekt „Qualitätsanforderungen und Effizienzpotenziale der Datengenerierung und -bereitstellung“ und sind zudem hauptverantwortlich für die Bereitstellung von Daten zu sogenannten von Corner Cases. Bei Corner Cases handelt es sich um selten, aber oft kritische Stituationen im Straßenverkehr. Darüber hinaus ist die Universität Kassel federführend bei Automatisierung des Datenveredelung (Annotation mit zusätzlichen Informationen) unter Verwendung von Methoden des aktiven Lernens.

Projektpartner
17 Forschungspartner aus Wirtschaft und Wissenschaft https://www.ki-datatooling.de/project; Koordination: BMW-Group

Projektverantwortlicher im ITeG:Prof. Dr. Jan Marco Leimeister
Ansprechpartner:Dr. Andreas Janson, Tim Weinert
Lauftzeit: 10/2017 bis 06/2021
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektwebseite: KoLeArn

 

Kurzbeschreibung:

Die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft verändert nicht nur Wertschöpfungsprozesse, sondern wird auch die bisherigen Produktions- und Arbeitsweisen nachhaltig verändern. Zudem eröffnen sich mit der Industrie 4.0 Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Mit dem strategischen Programm „Made in China 2025“ hat die chinesische Regierung einen Maßnahmenplan vorgestellt, mit dem China gezielt Technologien der Industrie 4.0 vorantreiben will. Für den Einsatz moderner Technologien müssen die Fachkräfte deshalb weitergebildet werden. Jedoch mangelt es zum einen an fachlich gut ausgebildeten Arbeitskräften und zum anderen an geeigneten Weiterbildungsdienstleistungen für nicht-akademische Fachkräfte in China. Daher besteht ein großes Potenzial für deutsche Anbieter die exzellente deutsche Weiterbildung nach China zu exportieren.

Das Verbundprojekt KoLeArn zielt darauf ab, deutsche Lerndienstleister zu befähigen, kontextsensitive (Weiter-)Bildungsmaßnahmen auf Basis übertragbarer Dienstleistungssystemarchitekturen, Konzepte und Werkzeuge für die Schwerpunktregion China zu entwickeln.

Projektpartner:
Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik, Prof. Dr. Jan Marco Leimeister (Koordination)
Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsdidaktik, Prof. Dr. Jens Klusmeyer
smarTransfer GmbH, Dr. Philipp Bitzer
Berufsbildungszentrum Kassel GmbH, Dr. Ute Urbon
Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH, Kai Lorenz Wittrock

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr.-Ing. Klaus David
Ansprechpartner:Prof. Dr.-Ing. Klaus David
Laufzeit:12/2018 - 12/2021
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Bildung und Forschung(BMBF)
Projektwebseite: Homepage KonteSt im FG ComTec

 

Kurzbeschreibung:

Im Verbundprojekt "Kontextsensitive Sicherheit durch Methoden des maschinellen Lernens" („KonteSt“) werden neuartige kontextbasierte Ansätze für ein intelligentes Einbruchsschutz- und Alarmsystem erforscht. Dabei soll durch den Einsatz von moderner Sensortechnik an Fenstern, (abgeleitet aus Smartphonesensorik) anhand von algorithmischen Ansätzen des maschinellen Lernens die verschiedenen Öffnungsarten des Fensters, normales Öffnen gegenüber Einbruchsversuchen differenziert werden. Die Kontexterfassung in Verbindung mit Mensch-Technik Interaktion bietet auf Basis der zur Verfügung stehenden Technologien die Möglichkeit Systeme zu entwickeln, die deutlich über derzeit verfügbare Produkte hinausgehen. Dazu sollen angepasste Bedienkonzepte entwickelt werden.

Projektpartner:
BSC Computer Systeme GmbH Allendorf und Mayer & Co Beschläge GmbH Salzburg (MACO)

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Klaus David, Prof. Dr. Alexander Roßnagel
Ansprechpartner:Prof. Dr. Klaus David, Lena Isabell Löber
Laufzeit:10/2020 - 09/2022
Fördernde Einrichtung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektwebseite: NORA

 

Kurzbeschreibung:

Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts NORA ist es, eine praktikable Methode zu entwickeln, mit der kollaborative kontextsensitive Anwendungen und Algorithmen des maschinellen Lernens bereits während der Konzipierung nach normativen Anforderungen des Datenschutzrechts und der Informatik gestaltet werden.

Projektpartner :
Universität Kassel, Fachgebiet Kommunikationstechnik
Universität Kassel, Fachgebiet Öffentliches Recht

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Prof. Dr. Gerrit Hornung, LL.M.
Ansprechpartner:Dr. Andreas Janson, Sabrina Schomberg
Laufzeit:09/2018 - 08/2021
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Projektträgerschaft der VDI/VDE-IT Innovation + Technik GbmH
Projektwebseite: Nudger

 

Kurzbeschreibung:

Das Verbundprojekt Nudger setzt sich zum Ziel, Privacy Nudging Konzepte zu entwickeln und zu pilotieren, die sich in digitale Arbeitssysteme integrieren lassen. Durch die gezielte Einbeziehung von Nudges in den Entscheidungsprozess von Arbeitnehmern in digitalen Arbeitssystemen werden privatheitsfreundliche IT-Systeme mit einem hohen Grad an informationeller Selbstbestimmung geschaffen. Zugleich werden dadurch flexible Arbeitsmodelle der Zukunft und verbesserte Geschäftsmodelle für Lösungsanbieter ermöglicht. Die Anwendung von digitalen Nudges in Form von kleinen Designmodifikationen ist ein vielversprechender Ansatz zur Förderung des Datenschutzes, der bislang aber kaum im Bereich digitaler Arbeitssysteme erprobt ist.

Projektpartner :
Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik
Universität Kassel,Fachgebiet Öffentliches Recht, IT-Recht und Umweltrecht
SmarTransfer GmbH
Fraunhofer IAO — Produktionsmanagement und Future Work Lab

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Jan Marco Leimeister
Ansprechpartner:Sascha Weigel
Laufzeit:2020-2022
Fördernde Einrichtung:

Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung

Projektwebseite: https://www.skills-as-a-service.com/optopred/

 

Kurzbeschreibung:

Gerade die durch das Corona-Virus ausgelöste Volatilität am Projektmarkt stellt eine große Herausforderung für mittelständische Unternehmen dar: So müssen viele Unternehmen zeitgleich neue Projekte für zahlreiche Mitarbeiter finden. Das Vorhaben OptoPred zielt darauf ab, diese Projekte schneller zu besetzen, und kleinen Unternehmen und Selbstständigen damit zu helfen, ihre Auslastung hoch zu halten. Dazu entwickeln die Antragsteller ein KI-basiertes Vorhersagemodell, welches gezielt Erfolgswahrscheinlichkeiten von Projektbesetzungen prognostiziert. Das Modell berücksichtigt dabei vorwiegend folgende Dimensionen:
• Qualitätsindikatoren von Profilen, insb.
• glaubwürdige Belege für Skills und Kompetenzen
• Qualitative Hinweise in den Ausschreibungen

Projektpartner :
smarTransfer GmbH, Universitätsplatz 12, 34127 Kassel
Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Kurt Geihs
Ansprechpartner:Ralf Herzog
Laufzeit:September 2019 - Dezember 2021
Fördernde Einrichtung:LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben
Projektwebseite: Projektseite im Fachgebiet Verteilte Systeme

 

Kurzbeschreibung:

Mittels eines selbstverwaltenden Multi-Agenten-Systems wird eine skalierbare und sichere Fog-Computing-Architekur entwickelt, welche als anwendungsübergreifende Plattform etwa in Smart City-, Smart Grid- und Verkehrs- und Luftfahrt-Szenarien zum Einsatz kommen kann.

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Jörn Lamla, Prof. Dr. Gerrit Hornung
Weitere Ansprechpersonen:Dr. Carsten Ochs
Laufzeit:04/2021 - 03/2023
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektwebseite: Website im Fachgebiet Soziologische Theorie


Motivation:
Die digitale Transformation von Gesellschaften weltweit hat in den letzten Jahren nicht nur weiter an Dynamik gewonnen, sondern auch immer deutlicher spürbar globale Wirkungs- und Problemzusammenhänge ausgebildet. Heute stehen dabei vor allem die praktisch allgegenwärtigen Systeme der Künstlichen Intelligenz (KI) im Zentrum des wissenschaftlichen, politischen, ökonomischen, normativen und regulatorischen Interesses. KI und Globalisierung erzeugen neue Herausforderungen für den Datenschutz als einem Instrument für die Selbstbestimmung und Entscheidungsautonomie und damit letztendlich auch für demokratische Prozesse.

Ziele und Vorgehen:
Die Ziele des Projektes „Privatheit, Demokratie und Selbstbestimmung im Zeitalter von KI und Globalisierung (PRIDS)“ zentrieren sich auf die Analyse ebendieses Spannungsfeldes. Es wird sowohl theoretisch als auch empirisch untersucht, wie eine Selbstbestimmung des Individuums heute und in Zukunft gelingen kann. Denn vermehrt werden private Daten nicht nur dadurch gesammelt, dass Menschen sie aktiv preisgeben, sondern auch durch Auswertungen von Verhaltensdaten. Die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen werden im interdisziplinären Forschungsvorhaben vertieft analysiert. Das dabei gewonnene Wissen soll durch Publikationen, Vorträge und die Teilnahme an Nachwuchsnetzwerken kontinuierlich in den gesellschaftlichen Diskurs einfließen.

Bei der Forschungsarbeit werden vier inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

  • Erstens betrachten die Forschenden grundlegende Berührungspunkte und Auswirkungen von KI-Instrumenten auf die Selbstbestimmung von Individuen und Gruppen.
  • Zweitens sollen die Konsequenzen von Datensammlung und „intelligenter“ Auswertung in unterschiedlichen Kontexten und für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen über die Lebensspanne identifiziert werden, zum Beispiel in Schulen und im Gesundheitsweisen, für Kinder und andere vulnerable Gruppen.
  • Drittens sollen mögliche Wege für die rechtlichen, politischen und technischen Möglichkeiten des Grundrechtsschutzes in zunehmend globalen Infrastrukturen aufgezeigt werden.
  • Im vierten Schwerpunkt untersuchen die Forschenden die Rolle des Datenschutzes für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und loten Möglichkeiten aus, wie Datenschutz in einem marktwirtschaftlichen Umfeld garantiert werden kann.

Innovationen und Perspektiven:
Durch den interdisziplinären Ansatz und die evidenzorientierte Vorgehensweise werden im Projekt Grundlagen für eine Vielzahl von weiteren Aktivitäten gelegt, die zum Diskurs über eine moderne freiheitlich demokratische Gesellschaft beitragen: die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Fragen der Privatheit in digitalen Welten, die Unterstützung der Politik bei der Identifikation drängender Fragen sowie die Versorgung von Marktakteuren mit Orientierungswissen.

Projektpartner

Verbundkoordinator
Fraunhofer ISI, Karlsruhe

Partner
Ludwig-Maximilians-Universität München
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), Kiel
Universität Duisburg-Essen
ITeG, Universität Kassel
Eberhard Karls Universität Tübingen

BMBF PRIDS Projektwebsite

 

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Claude Draude
Ansprechpartner:Loren Britton
Laufzeit:Oktober 2019 - Juli 2021
Fördernde Einrichtung:Volkswagen Stiftung
Projektwebseite: Homepage Re:Coding im FG GeDIS

 

Kurzbeschreibung:

Das Projekt Re:Coding Algorithmic Culture hat in der Antragslinie "Originalitätsverdacht" der VW-Stiftung die beantragbare Höchstsumme erhalten. In den nächsten 1,5 Jahren werden die Projektbeteiligten der Frage nachgehen, wie durch algorithmisch basierte Sammlungen, Klassifikationenen und Interpretationen von Daten bestehende gesell-schaftliche Ungleichheiten/Diskriminerungen fortgeschrieben werden – und auch irri-tiert, wenn nicht sogar umgeschrieben werden können. Forschungsformate sind Hacka-thons, Game Jams, Coding-Workshops, partizipatorische Design Labs, Design Noir Exper-imente, Performances, Ausstellungen sowie Video- und Textanalysen. Diese inter-disziplinären Labs sollen kritisches, queer-feministisches, antirassistisches und dekolo-niales Wissens im digital-realen Raum weitertreiben. Den Antrag gestellt haben Elisabeth Tuider und Pinar Tuzcu (Soziologie der Diversität, Universität Kassel), Claude Draude (Gender/Diversity in Inforamtics Systems, Universität Kassel) und Johanna Schaffer (Visuelle Kommunikation, Kunsthochschule Kassel), weitere Projektautorinnen sind Ipek Burçak, Isabel Paehr und Nicole voec (Alumnae und Studierende der Kunsthochschule Kassel).

Projektbeteiligte:
Fachgebiet "Soziologie der Diversität" (Prof. Dr. Elisabeth Tuider) Universität Kassel
Fachgebiet "Gender/Diversity in Informatics Systems" (Prof. Dr. Claude Draude) Universität Kassel
Fachgebiet "Visuelle Kommunikation" (Prof. Johanna Schaffer) Kunsthochschule Kassel

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Klaus David
Ansprechpartner:Judith Heinisch
Laufzeit:2020-2022
Fördernde Einrichtung:Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung
Projektwebseite: RoboTrust

 

Kurzbeschreibung:

Seit einigen Jahren bereits werden menschenähnliche Roboter in verschiedenen Branchen eingesetzt. Große Potenziale bestehen in der Kundenbetreuung sowie in Berufen, in denen menschliche Dienstleister aufgrund des Fachkräftemangels überlastet sind. Durch ihre besondere physische Präsenz können anthropomorphe Roboter eine emotionale Bindung zu menschlichen Nutzern aufbauen. Die Verbindung von Software und Maschine gibt der Robotik allerdings auch die Macht zur physischen Verletzung von Körper und Eigentum.

RoboTrust ist eine Initiative verschiedener Forschungsgruppen der TU Darmstadt, um die Zukunft der Mensch-Roboter-Interaktion zu formen. In Kooperation mit der Goethe Universität Frankfurt und der Universität Kassel entsteht ein interdisziplinäres Team, welches alle relevanten Dimensionen einer verantwortungsvollen Digitalisierung wie Psychologie, AI und Robotik, Recht und Kontext abdeckt. RoboTrust untersucht die notwendigen Grundlagen für anthropomorphe Roboter-Assistenten zur Entwicklung und Evaluierung einheitlicher technologischer Plattformen.

Die Forschung basiert auf den Prinzipien:

  • Der Roboter-Assistent unterstützt Menschen
  • Der Roboter-Assistent agiert transparent
  • Die Haftung ist klar geregelt.

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Dr. Ruth Stock-Homburg, TU Darmstadt (Projektkoordination)
Prof. Dr. Oskar von Stryk, TU Darmstadt
Prof. Jan Peters, PhD, TU Darmstadt
Prof. Dr. Janine Wendt, TU Darmstadt

Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann, Uni Frankfurt
Prof. Dr. Klaus David, Uni Kassel

 

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Sandra Ohly
Ansprechpartnerin:Laura Math
Laufzeit:10/2020 - 09/2022
Fördernde Einrichtung:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektwebseite:

 

 

Kurzbeschreibung:

Dieses Projekt zeigt die Vorteile von Aufgabenroutinisierung auf. Arbeitsaufgaben sind der Kern einer Arbeitstätigkeit und Merkmale der Aufgaben können daher das Erleben der Arbeit beeinflussen. Basierend auf dem Model der Leistungsepisoden und bei Berücksichtigung der Natur von Routinisierung erwarten wir positive Effekte auf Wohlbefinden und Arbeitsleistung, weil die Arbeit bei routinisierten Aufgaben weniger anstrengend und aufwändig ist. Diese Vorteile sollen sich besonders bei bestimmten Personen und bei komplexen anschließenden Aufgaben zeigen. In vier Studien werden wir die Hypothesen zu diesen Effekten testen. Dieses Forschungsprogramm trägt bei zum Wissen über die Dynamik von Wohlbefinden und Arbeitsleistung indem es die Sequenz und Merkmale von Arbeitsaufgaben berücksichtigt, und liefert Hinweise für die Gestaltung von digitalen Arbeitsumgebungen.
 

Projektpartner :
Prof. Shaul Oreg, Ph.D – The Hebrew University of Jerusalem
Prof. Dr. Sandra Ohly – Universität Kassel

Projektverantwortlich im ITeG:Prof. Dr. Bernhard Sick
Ansprechperson: 
Laufzeit:01/2021 - 12/2023
Fördernde Einrichtung:BMBF-Verbundprojekt
Projektwebseite:

www.uni-kassel.de/go/Projekt-SALM

 

Kurzbeschreibung:

 

Projektpartner:
 

 

Projektverantwortlich im ITeG:Prof. Dr. Bernhard Sick
Ansprechperson:Stephan Vogt, Jens Schreiber
Laufzeit:04/2020 - 03/2022
Fördernde Einrichtung:BMBF / DLR
Projektwebseite:

www.uni-kassel.de/go/Projekt-TRANSFER

 

Kurzbeschreibung:

 

Projektpartner:
 

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt, Prof. Dr. Gerrit Hornung, LL.M.
Ansprechperson:Jens Hegenberg
Laufzeit:Förderphase I 12.2017 - 11.2018; Förderphase II 06.2019 - 05.2023
Fördernde Einrichtung:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektwebseite: Homepage U-hoch-3 im FG MMS

 

Kurzbeschreibung:
Wenn öffentliche Verkehrsmittel (ÖV) attraktiver werden, verbessert das die Lebensqualität im urbanen Raum deutlich. Zwei Drittel der zurückgelegten Wege in Städten entfallen auf Freizeitaktivitäten, Einkauf und private Erledigungen. Dabei müssen oft Einkäufe oder Gepäck transportiert werden, was mit ÖV unbequem sein kann. Außerdem kann man nicht sicher sein, dass Sitzplätze verfügbar sind und die gewünschten Anschlüsse beim Umsteigen erreicht werden.

Deshalb wird in diesem vom Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik koordinierten Projekt ein Assistenzsystem konzipiert, das den Nutzer bedarfsgerecht entlang seiner Reisekette unterstützt. Zusätzlich zur intermodalen Reiseplanung bietet es einen innovativen innerstädtischen Lieferdienst, der mit Gepäckabgabe, Transport und Zustellung die gesamte Lieferkette abdeckt. Gemeinsam mit innerstädtischen Verkehrsdienstleistern wird evaluiert, wie der Belegungszustand von ÖV erfasst und in Echtzeit bereitgestellt werden kann, damit man künftig in seiner Reiseplanung flexibel darauf reagieren kann. Zudem wird ein Konzept zur Anschlusssicherung entwickelt, umgesetzt und erprobt. Dabei soll der Kunde seinen Anschlusswunsch signalisieren können, damit Verkehrsdienstleister den Anschluss sicherstellen und verlässliche Informationen dazu bereitstellen können.

Das Assistenzsystem bietet eine integrierte Lösung für die getrennte Personen- und Gepäckbeförderung, die das Einkaufen ohne Auto erleichtert. Indem ÖV attraktiver gemacht werden, reduzieren sich Schadstoff- und Lärmbelastung in der Stadt.

Projektpartner:
Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik (ITeG), Universität Kassel (Koordination)
Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel
Fachgebiet Öff. Recht, IT-Recht und Umweltrecht (ITeG), Univeristät Kassel
INIT Innovative Informatikanwendungen in Transport-, Verkehrs- und Leitsystemen GmbH, Karlsruhe
IVU Traffic Technologies AG, Berlin
Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG, Kassel 
Verkehrsverbund und Fördergesellschaft Nordhessen mbH, Kassel

City Kaufleute Kassel e. V., Kassel

ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG, Kassel 

Werbegemeinschaft Königs-Galerie, Kassel 

MoWiN.net e. V., Kassel 

Quartier Wilhelmsstraße e. V., Kassel 

Stadt Kassel
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Köln

 

Projektverantwortliche im ITeG:Prof. Dr. Jörn Lamla
Ansprechpartner:Dr. Jonathan Kropf
Laufzeit:11/2020-07/2022
Fördernde Einrichtung:Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung
Projektwebseite: Projektgruppe Verantwortungsdiffusion

 

Kurzbeschreibung:

Zuschreibung wie auch Verschwinden persönlicher Verantwortung durch algorithmenbasiertes Entscheiden ist ein fundamentales Problem für Gesellschaft, Wirtschaft, Demokratie und Staat. Das Verbundprojekt greift Kernerscheinungen algorithmischen Entscheidens heraus, in denen eine Verantwortungsverschleierung und -verschiebung zu beobachten ist.

Die Forschung erfolgt in zwei Anwendungsbereichen: a) zur Entscheidungsunterstützung im Bereich des privaten Konsums durch digitale Bewertungsinfrastrukturen (z.B. Empfehlungssysteme und -algorithmen) sowie b) zu staatlichen Beurteilungsverfahren als Steuerungsinstrument staatlicher Entscheidung unter Unsicherheit. An diesen Feldern sollen die normativen Implikationen der Verantwortungsdiffusion herausgearbeitet werden, wobei der Vergleich und die Verbindung von privaten und staatlichen Entscheidungsproblemen Neuland betritt.

Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann, Uni Frankfurt, Sprecherin
Prof. Dr. Jörn Lamla, Uni Kassel, Stellv. Sprecher