04.10.2018 | Pressemitteilung

Öf­fent­li­che Ring­vor­le­sung zu „Hei­li­gen Schrif­ten“

In einer öffentlichen Ringvorlesung „Heilige Schriften“ analysieren Referentinnen und Referenten die Konzepte Heiliger Texte des Judentums, des Christentums und des Islam und zwar sowohl aus theologischer als auch aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Die Veranstaltung findet regelmäßig mittwochs von 18-20 Uhr statt. Auftakt ist am 24. Oktober mit dem Vortrag von Christl Maier (Marburg) zum Thema „Welchen Text nennen wir ‚heilig‘? Die vergebliche Suche nach dem Urtext am Beispiel des Jeremiabuches“.

Bild: Andreas Fischer.
Präsentation der Gutenberg-Bibel in der zur Uni Kassel gehörenden Landesbibliothek (Archivbild von 2010).

Für Judentum, Christentum und Islam ist der Bezug auf ein Corpus von verbindlichen Texten identitätsstiftend. Diese Texte gelten als heilig: Sie werden liturgisch vorgetragen, ausgelegt, sind Gegenstand von Lehre und ethischer Reflexion. Ihr Ursprung wird in allen drei Religionen mit dem Göttlichen verbunden, sie sind Quelle von Offenbarung.

Die Begründungen, was einen Text zum Heiligen macht, sind verschieden, ebenso wie die Form und Gestalt der Texte. Wie wichtig ist die Ursprache? Was an den Texten ist verbindlich? Welche Rolle spielt ein inspirierter Autor? Welchen Platz haben Widerspruch und Kritik? Diesen Fragen geht die Ringvorlesung „Heilige Schriften“ an der Uni Kassel nach.

Die Reihe wird organisiert von Prof. Dr. Ilse Müllner und Prof. Dr. Mirja Kutzer vom Institut für Katholische Theologie. Sie ist interdisziplinär ausgerichtet. Mit Prof. Dr. Stefan Greif vom Fachgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Prof. Dr. Michael Mecklenburg vom Fachgebiet Mediävistik nehmen auch zwei Kasseler Germanisten teil. Ihre Vorträge haben die Themen „Profanität und Geschlecht. Die Dichtungen der Frau Ava und ihre Rezeption“ (Prof. Mecklenburg) und „Knocking on Heavens Door. Heilige Texte in der Popkultur“ (Prof. Greif).

Judaistin Prof. Dr. Hanna Liss, die 2017 die Franz-Rosenzweig-Professur innehatte, ist am 28. November mit ihrem Vortrag „Für Kinder, Kantoren und Mystiker: Die Vielfalt hebräischer Bibelausgaben im Hochmittelalter“ erneut an der Uni Kassel zu Gast.

Die Vorlesungen finden ab dem 24. Oktober immer mittwochs von 18-20 Uhr im Campus Center, Moritzstr. 18, Hörsaal 4 (Raum 1127) statt. Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos.

Programm: https://tinyurl.com/ybg38njb
 

Kontakt:
Prof. Dr. Ilse Müllner
Universität Kassel
Institut für Theologie
Tel.: 0561 804 3492
E-Mail: ilse.muellner@uni-kassel.de

Sebastian Mense
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 561 804-1961
E-Mail: presse@uni-kassel.de