12.01.2022 | Campus-Meldung

Ein Re:Start für mehr Nachhaltigkeit und Kli­ma­schutz auf dem Cam­pus - Um­welt­ak­ti­vi­tä­ten der Uni Kassel wer­den sicht­ba­rer

Die betriebliche Nachhaltigkeit der Universität Kassel wird weiter ausgebaut und durch einen Re:Start noch sichtbarer. Dafür erhält die Hochschule durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) Unterstützung für sechs Projekte, die sich explizit mit der nachhaltigen Entwicklung des Hochschulbetriebs und des Campus befassen.

Bild: Uni Kassel
Foto: Uni Kassel / Haferburg

Wie kann die Universität Studierende und Mitarbeitende besser am Nachhaltigkeitsprozess beteiligen? Durch welche Gremien- und Beteiligungsstrukturen wird mehr Transparenz ermöglicht? Wie kann die Universität CO2-neutral werden? Bereits seit 2015 widmet sich das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement der Universität Kassel diesen und weiteren Fragen und führt nun mit einem Re:Start den betrieblichen Transformationsprozess fort. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines Green Office auf dem Campus Holländischer Platz als zentrale Kontakt-, Service- und Koordinationsstelle.

Das Green Office wird den betrieblichen Nachhaltigkeitsprozess der Universität koordinieren und die Ansprechpersonen und Beteiligungsmöglichkeiten sichtbarer machen. Es bündelt, steuert und macht Nachhaltigkeitsaktivitäten transparent. Mit seinem partizipativen Ansatz bindet es alle Hochschulakteure und -bereiche in den Entwicklungsprozess ein und setzt somit auf das Engagement aller. Damit soll zum einen die Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen erreicht werden. Zum anderen können sich interessierte Studierende und Mitarbeitende in zahlreichen Beteiligungsformaten für eine nachhaltigere Campusentwicklung einsetzen. Geplant sind zum Beispiel Ideenwerkstätten, eine Ideen-Plattform und eine Ideen-Sprechstunde.

Nachhaltigkeit wird dabei als kooperatives Querschnittsthema formuliert und soll in sämtlichen Betriebsabläufen, nach innen und nach außen gerichtet, verankert werden. Neu definierte Leitlinien zum nachhaltigen Handeln im täglichen Betrieb sollen dazu beitragen, dass wichtige strukturelle Entwicklungen und Änderungen in der Hochschule angestoßen und die Umweltleistungen verbessert werden. Ein energetischer Masterplan legt konkrete Maßnahmen fest und zeigt auf, mit welchen Ressourcen das selbstgesteckte Ziel einer weitgehenden CO2-Neutralität der Universität Kassel erreicht werden kann.

Ein weiteres Thema ist die nachhaltige Mobilität mit Maßnahmen wie beispielsweise der Errichtung einer E-Ladeinfrastruktur oder die Anbindung der Radwege an das städtische Radwegenetz. Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden somit Anreize erhalten, auf das Fahrrad oder alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Zudem soll ein weiteres Konzept die biologische Vielfalt erhöhen, für mehr Artenschutz und eine bessere Aufenthaltsqualität auf dem Campus sorgen. Nicht zuletzt sollen der technische Anlagenbetrieb optimiert, der Energie- und Ressourcenverbrauch der Gebäude reduziert und die Energieeffizienz im Gebäudebetrieb gesteigert werden.

Ermöglicht wird dieser Re:Start durch das HMWK. Es fördert innerhalb des Innovations- und Strukturentwicklungsbudgets (2021 bis 2025) sechs Projekte an der Uni Kassel zum Thema Nachhaltigkeit mit einem Gesamtfördervolumen von 1,75 Millionen Euro.

  1. Aufbau eines Green Office (Nachhaltigkeitsbüro)
  2. Maßnahmen zur Beeinflussung Nutzungsverhalten
  3. Nachhaltiger Verkehr an der Universität Kassel – Konzept und Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilität und Logistik
  4. Klimaanpassungsmaßnahmen zur nachhaltigen Freiflächenbewirtschaftung
  5. Energetischer Masterplan zur CO2-Neutralität
  6. Energetische Optimierung Anlagenbetrieb

Für die Projekte werden in der Abteilung Bau, Technik und Liegenschaften, Sachgebiet Arbeitssicherheit und Umweltschutz der Uni Kassel sechs Personalstellen geschaffen. Zwei weitere Personalstellen werden an den Fachgebieten „Verkehrsplanung und Verkehrssysteme“ (Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer) und „Landschaftsbau, Landschaftsmanagement und Vegetationsentwicklung“ (Prof. Dr.-Ing. Stefan Körner) eingerichtet.

Die Projekte starten ab dem ersten Quartal 2022 und werden dazu beitragen, dass die betriebliche Nachhaltigkeit der Universität Kassel verstärkt wird und sich die Gesamtorganisation nachhaltiger ausrichtet. Ganz im Sinne der an die Universitäten gestellten gesellschaftlichen großen Herausforderung.

 

Kontakt:

Nadine Chrubasik
Nachhaltigkeitsmanagerin
Integriertes Nachhaltigkeitsmanagement im Betrieb
Tel.: +49 561 804-2519
E-Mail: chrubasik[at]uni-kassel[dot]de


Georg Mösbauer
Leiter Gruppe Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Beauftragter für Arbeits-, Gesundheits-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Betrieb (AGUN)
Tel.: +49 561 804-3811
E-Mail: moesbauer[at]uni-kassel[dot]de