09.09.2019 | Pressemitteilung

TRO­PEN­TAG an der Universität Kas­sel

Vom 18. bis 20. September findet in Kassel der TROPENTAG statt, die größte Konferenz in Mitteleuropa rund um das Thema nachhaltige Agrarwirtschaft in den Tropen und Subtropen. Zu der Veranstaltung werden mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 60 Ländern erwartet. Den Eröffnungsvortrag hält Tony Rinaudo, Träger des alternativen Nobelpreises 2018. Die Veranstaltung wird von den Universitäten Kassel und Göttingen gemeinsam organisiert.

Bild: Universität Kassel

Während der dreitägigen Konferenz wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Chancen und Hindernisse diskutieren, die sich aus der aktuellen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung in den Tropen und Subtropen ergeben. „Vor dem Hintergrund von Klimawandel und Bevölkerungswachstum gewinnt das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen in den Tropen und Subtropen immer mehr an Brisanz“, sagt Professorin Eva Schlecht. Sie leitet den Lehrstuhl für Tierhaltung in den Subtropen und Tropen an den Universitäten Kassel und Göttingen und ist gemeinsam mit ihrem Kollegen Professor Bernhard Brümmer von der Georg-August-Universität Göttingen für die Ausgestaltung des diesjährigen TROPENTAGs verantwortlich.

Der TROPENTAG ist eine auf Entwicklung und interdisziplinäre Zusammenarbeit fokussierte Konferenz. „Ziel ist es, das Management von Ressourcen allgemein, insbesondere aber von natürlichen Ressourcen, in den Entwicklungsländern zu erweitern und zu verbessern“, fasst Professor Brümmer zusammen. Dabei müssen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen beachtet werden. Während der Konferenz werden über 100 Vorträge zu unterschiedlichen Themen gehalten – von der Pflanzengenetik über Vermarktungsmöglichkeiten von Produkten bis hin zur Rolle von Frauen und Jugendlichen in ländlichen Regionen.

Besonders relevant sind die Diskussionsbeiträge von renommierten Expertinnen und Experten  – darunter unter anderem Dr. Immaculate N. Maina, die als regionale Ministerin für Landwirtschaft, Fischerei und Genossenschaftswesen landwirtschaftliche Innovationen in der kenianischen Provinz Nakuru implementiert und Dr. Tony Rinaudo, der für seine einfache und effiziente Methode, degradierte Böden und Vegetationsdecken in der Sahel-Region natürlich aufzuforsten, im Dezember 2018 mit dem „Right Livelihood Award“ ausgezeichnet wurde. Dieser Preis, der hierzulande auch als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt ist, wird jedes Jahr von einer schwedischen Stiftung vergeben und ist eine Auszeichnung für Menschen, die sich für die Lösung drängender Fragen unserer Zeit einsetzen.

Erstmalig auf diesem TROPENTAG werden sogenannte „Meet & Greet“ Seminare organisiert, die eine Plattform für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler bieten sollen, um sich mit den eingeladenen Expertinnen und Experten beispielsweise über ein karriererelevantes oder anwendungsbezogenes Thema auszutauschen.

Der TROPENTAG findet einmal im Jahr statt und wird von drei Bundesministerien (BMBF, BMEL, BMZ) und einer Vielzahl an Stiftungen, Unternehmen und Organisationen gefördert. Neben dem umfangreichen wissenschaftlichen Programm gibt es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch das Angebot, an Exkursionen in Kassel, Göttingen und Umgebung teilzunehmen – so steht unter anderem eine Führung des Vereins „Essbare Stadt“ in Kassel und ein Besuch des Tropengewächshauses in Witzenhausen auf dem Programm. Im kommenden Jahr wird der TROPENTAG dann in Prag stattfinden.

 

Kontakt:

Tropenzentrum (Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel)
Steinstraße 19
D-37213 Witzenhausen

Tel.: +49 98-1372
E-Mail: info@tropentag.de

www.tropentag.de