06.03.2020 | Campus-Meldung

Glo­ba­le Wert­schöp­fungs­ket­te – ein­mal al­le an ei­nen Tisch

An der Lieferkette von Autos und Lebensmitteln sind Menschen aus aller Welt beteiligt. Deren Interessen sind jedoch verschieden. Nicht immer sind die Bedingungen für alle fair. Die International Kassel Summer Academy (IKSA) der Universität Kassel und der Friedrich-Ebert-Stiftung bietet ein spezielles Konzept, um alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen.

Bild: ©Joachim Wendler - stock.adobe.com.
Bei der International Kassel Summer Academy geht es um die Frage, wie Globalisierung fair gestaltet werden kann.

Vom 14. bis 19. Juni 2020 bringt die IKSA Unternehmer, Gewerkschafter, Studierende, politische Aktivisten und Interessierte aus der ganzen Welt zusammen. Unter dem Motto „Globalisierung fair gestalten“ diskutieren die Teilnehmer in den Seminaren über die weltwirtschaftlichen und –politischen Herausforderungen der Finanz- und Handelsordnung sowie der Menschenrechte. Die Bewerbung zur Teilnahme läuft noch bis zum 1. April.

„Die Länder im Norden sind wirtschaftlich immer noch dominant. Die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen der Länder und Unternehmen sind aber nicht unbedingt fair für die Länder im globalen Süden“, sagt Prof. Dr. Christoph Scherrer, Leiter des Fachgebietes Globalisierung und Politik an der Universität Kassel. Deshalb stellt die Sommerakademie unter anderem die Frage, wie sich Kleinbauern besser einklinken oder bessere Bedingungen für Arbeitskräfte geschaffen werden können.

Ein besonderer Fokus wird in diesem Jahr auf die Auswirkung des geplanten Lieferkettengesetzes des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales liegen. Deutsche Unternehmen, die im Ausland produzieren, sollen für bessere Arbeitsbedingungen vor Ort zur Verantwortung gezogen werden.

Rund 15 Personen werden aus den Ländern Südamerikas, Afrikas und Asiens erwartet. In Deutschland gibt es 7 Plätze, auf die sich interessierte Gewerkschafter, Betriebsräte, politische Aktivisten oder Studierende bewerben können.

Die IKSA findet in der Evangelischen Akademie Hofgeismar im Schlösschen Schönburg statt.

Die Bewerbung

Die Veranstaltung findet komplett in Englisch statt. Durchschnittliche bis gute Englischkenntnisse reichen für eine Teilnahme jedoch aus. Die Bewerbung muss online bis zum 1. April 2020 erfolgen. Teilnahmegebühren fallen keine an. Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung, Unterrichtsmaterialien sowie die Anfahrt zum/vom Tagungsort werden von der Friedrich-Ebert-Stiftung übernommen.

Mehr Infos unter: http://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen/politikwissenschaft/globalisierung-und-politik/sommerakademie.html

 

 

Kontakt:

Harald Kröck
Koordinator der Sommerakademie
E-Mail: hroeck[at]gmx[dot]de