25.07.2019 | Pressemitteilung

Uni Kas­sel ent­wi­ckelt Open Sour­ce Soft­ware zur Pla­nung sta­bi­ler Strom­net­ze

Wissenschaftler der Universität Kassel haben eine Software entwickelt, die die komplexe Planung und den Betrieb leistungsfähiger Stromnetze erheblich vereinfacht.

Bild: Westwind/Fotolia.com

Das Tool mit dem Namen pandapower steht Netzbetreibern zur Verfügung, um beispielsweise auf den Ausbau der E-Mobilität, neue Speichermöglichkeiten oder zusätzliche EEG-Anlagen zu reagieren. Auch die Bundesnetzagentur setzt das Tool bereits für ihre Arbeit ein.

Entwickelt wurde pandapower in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IEE in Kassel. Es kann im Netzbetrieb eingesetzt werden, etwa indem es die Auslastung vorhersehbarer und planbarer macht. In der Netzplanung ermöglicht das Programm eine teilweise oder vollständig automatisierte Erstellung, Berechnung und Bewertung von sehr vielen unterschiedlichen Varianten in der Netzplanung. Es können zudem für jede Lösungsvariante mehrere Szenarien automatisiert berechnet werden, die sich beispielsweise hinsichtlich der Durchdringung mit dezentralen Erzeugungsanlagen unterscheiden.

Das Programm ist unter einer Open Source Lizenz frei verfügbar und wird am Fachgebiet Energiemanagement und Betrieb elektrischer Netze der Universität Kassel kontinuierlich weiterentwickelt. Verantwortlich sind Dr. Leon Thurner, Träger des Postdoc-UNIKAT Fellowship des Otto-Braun Fonds an der Universität Kassel, und Prof. Dr-Ing. Martin Braun, Leiter des Fachgebiets und in Personalunion Geschäftsfeldleiter Netzplanung und Netzbetrieb am IEE. Weitere Informationen sind auch unter www.pandapower.org verfügbar.

 

Kontakt:

Dr. Leon Thurner
Universität Kassel
Fachgebiet Energiemanagement und Betrieb elektrischer Netze
E-Mail: leon.thurner@uni-kassel.de
Tel.: +49 561 804-6377