Ju­li Zeh

Literarisch und politisch gehört Juli Zeh seit vielen Jahren zu den einflussreichsten deutschen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. In ihren Werken behandelt die promovierte Juristin rechtsphilosophische Themen ebenso wie Fragen des Zusammenhalts und Zusammenlebens, von Normen, Machtstrukturen und kulturellen Freiräumen. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman Unterleuten (2016), in dem sie soziale Strukturen in einem Brandenburger Dorf aus der Perspektive verschiedener Bewohner darstellte. 
 

Juli Zeh (Thomas Müller ©)

Neben ihrem schriftstellerischen Werk trat Zeh immer wieder mit Beiträgen zur gesellschaftlichen und politischen Debatte in Erscheinung. „Dass politisches Engagement nicht zum bloßen Lippenbekenntnis verkommen darf, hat Juli Zeh in mehreren öffentlichen Kampagnen unter Beweis gestellt“, so Prof. Dr. Stefan Greif, Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Mitglied der Findungskommission. „Darunter sind international publizierte Stellungnahmen zum Bosnienkrieg sowie die 2013 dem Bundespresseamt übergebene Petition zur Aufklärung der NSA-Spähangriffe.“

In ihrer öffentlichen Antrittsvorlesung am 20. Juni (18 Uhr) sprach Frau Zeh unter dem Titel „Eine Seite (von mir)“ über ihr Selbstverständnis als Roman-, Theater- und Kinderbuchautorin. Am folgenden Tag (21.06., 20 Uhr) las sie an der Universität Kassel aus ihren Werken. Daneben gab es ein nicht-öffentliches Seminar im Rahmen des Lehrprogramms des Instituts für Germanistik mit dem Titel „Eine Seite (von euch)“.

Prei­se und Aus­zeich­nun­gen (Aus­wahl):

  • 2002 Deutscher Bücherpreis
  • 2003 Hölderlin-Förderpreis
  • 2008 Prix Cévennes
  • 2009 Carl-Amery-Literaturpreis
  • 2010 Heinrich-Heine-Gastdozentur
  • 2013 Frankfurter Poetik-Vorlesungen
  • 2013 Thomas-Mann-Preis
  • 2014 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis
  • 2015 Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik