Klaus Harpp­recht

Der Schriftsteller und Publizist Klaus Harpprecht übernahm 1990 die Brüder-Grimm-Gastprofessur an der Universität Gesamthochschule Kassel.

Als Schriftsteller, als anspruchsvoller Journalist, als Essayist und als wissenschaftlich arbeitender Autor kommt Harpprecht das Programm dieser Gastprofessur besonders entgegen.

In Kassel ist er zudem wegen seiner großen Biografie von Georg Forster sehr geschätzt, dem sich die Kasseler Universität besonders verbunden fühlt.

Bild: Blaues Sofa, Berlin (Wikimedia Commons; CC BY 2.0)
Klaus Harpprecht (Berlin 2011)

Klaus Harpprecht, am 11. April 1927 in Stuttgart geboren, lebt heute in Frankreich. Nach seinem Studium war er zunächst Redakteur bei Christ und Welt, dann bei RIAS in Berlin. In den 1960er Jahren griff er auch auf das Medium Film und Fernsehen aus, produzierte Dokumentarfilme für den WDR, ging schließlich für das ZDF in die USA, wo zugleich mehrere Bücher entstanden. Zeitgeschichtliches thematisierte er für das Fernsehen mit Serien wie ZEUGEN DES JAHRHUNDERTS (D 1979–2004 u. 2014–heute) und DIALOG (D 1967–1970). Willy Brandt widmete er 1970 nicht nur eine Aufsehen erregende TV-Dokumentation sondern engagierte sich während dessen Kanzlerschaft auch als internationaler Berater und Ghostwriter. Publizistisch wirkte Harpprecht ab 1966/67 als Verlagsleiter des S. Fischer-Verlags und als Herausgeber der Zeitschrift Der Monat. Ab den 1970er Jahren lebte und arbeitete er – ein Zwischenspiel als Chefredakteur der Zeitschrift GEO ausgenommen – erneut in Amerika, bis er 1982 ganz nach Frankreich übersiedelte.

GPP-Ver­an­stal­tungs­rei­he mit Klaus Harpp­recht

GPP-Veranstaltungsplakat

Klaus Harpprecht hat die Reihe seiner Grimm-Vorlesungen mit der Frage begonnen: »Sind wir eine Nation – sollen wir eine sein?« »Thomas Mann und die Deutschen« war die generelle Überschrift über Harpprechts Vorlesungen, die im Einzelnen fortgesetzt wurden: »Unpolitisch-konservativ: eine deutsche Haltung?«, »Lebensgefühl: Die chronische Romantik«, »Das Leiden an der Vernunft«, »Die schwierige Liebe zur Republik« und »Kein deutsches Europa – ein europäisches Deutschland«.

Prei­se und Aus­zeich­nun­gen (Aus­wahl):

  • 1966 Theodor-Wolff-Preis
  • 1966 Joseph-E.-Drexel-Preis
  • 2002 Medien-Preis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache
  • 2004 Chevalier de la Légion d'Honneur
  • 2009 Lessing-Preis der Stadt Hamburg
  • 2011 Theodor-Wolff-Preis