Nachhaltige Landnutzung in niederschlagsarmen Gegenden: wirtschaftliche, politische, institutionelle und soziale Faktoren
Worum geht es?
Das Projekt SuLaMo verfolgt einen integrierten Ansatz zur Stärkung der Landwirtschaft unter ariden und semi-ariden Bedingungen am Beispiel Marokkos. SuLaMo adressiert die Verbesserung von Pflanzenproduktivität durch neuartige, wassersparende Bodenbewirtschaftungs- und Bewässerungstechniken, wie Mulchen und unterirdische Tropfbewässerung, sowie eine autonome Energieversorgung durch solare Photovoltaik und kapazitive Entionisierung als innovativem Entsalzungsprozess. Das Arbeitspaket der Uni Kassel befasst sich mit den wirtschaftlichen, politischen, institutionellen und sozialen Faktoren, die sich auf die Gestaltung, Umsetzung, (Kosten-)Wirksamkeit und Akzeptanz der in den Pilotstudien untersuchten Ansätze auswirken.
Im Mittelpunkt der Analyse stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen und politische Maßnahmen, die Charakteristik der beteiligten Schlüsselakteure auf allen Ebenen und die biophysikalisch-technischen Merkmale der untersuchten Agrarökosysteme und Bewirtschaftungssysteme sowie die informellen Institutionen (z.B. lokale Regeln, Traditionen), insbesondere bezüglich Land- und Wassernutzung, und Formen der Governance. Leitfadengestützte Interviews mit Schlüsselakteuren auf allen Ebenen (z.B. Landwirte, Administration) sowie Fokusgruppen sind zentrale Elemente des empirischen Ansatzes.
Steckbrief
Fachgebiet
Internationale Agrarpolitik und Umweltgovernance
Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Thiel
PD Dr. Christian Schleyer
Dr. Majdi Gouja
Laufzeit
2/2022 - 1/2025
Projektwebseite
Zwischenergebnisse
In der ersten Projektphase wurde eine ex-ante-Analyse wirtschaftlicher, politischer, institutioneller und sozialer Faktoren durchgeführt, die sich fördernd oder hemmend auf die Umsetzung der innovativen Bodenbewirtschaftungs- und Bewässerungstechniken auswirken können.
Hier konnte die zentrale Bedeutung
- der Verteilung und Implementation formaler und informeller Land- und Wassernutzungsrechte,
- staatlicher Förderprogramme und
- von – meist ungenügender - administrativ-politischer Unterstützung
herausgearbeitet werden.