Wie ist das Stu­­di­um auf­­­ge­baut?

Bachelor Ar­chi­tek­tur

Ziel des 6-semestrigen Bachelorstudiengangs ist das Erlangen von Kenntnissen und Kompetenzen, die eine fundierte Basis für das Masterstudium darstellen und zur Arbeit in Tätigkeitsfeldern der Planung im baulich-räumlichen oder strategisch-konzeptionellen Kontext bzw. anderen affinen Aufgabengebieten befähigen. Die Ausbildung von Planungs- und Entwurfskompetenz bildet über den gesamten Studienverlauf hinweg den Kern des Curriculums.

Erlernt werden Grundfähigkeiten für das Planen und Entwerfen: das Verständnis für räumliches Denken und für kausale Zusammenhänge, das Entwerfen von Räumen und Prozessen, die Anwendung technischer und kommunikativer Instrumente, sei es per Hand, Computer oder Modellbau sowie die erfolgreiche Präsentation der eigenen Arbeit.

Der Architektur-Studiengang ist interdisziplinär mit den zwei anderen Fachbereichs-Studiengängen Stadt- und Regionalplanung und Landschaftsplanung & Landschaftsarchitektur verknüpft.

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Bild: Paavo Blafield

In 4 Studienfeldern werden ASL-übergreifend Grundlagen für interdisziplinäres Denken und Handeln vermittelt:

  • Allgemeine Wissenschaften,
  • Bildende Kunst,
  • Gestalten und Darstellen,
  • Instrumente, Verfahren und Technik, Planungsgegenstände und Planungsebenen.
Studierende werden damit auf ein Berufsbild vorbereitet, das geprägt ist von breit gefächerten, interdisziplinär angelegten und sich stetig wandelnden Aufgaben.

Lehr­an­ge­bot

Während das theoretisch-systematische Lehrangebot in den ersten drei Studiensemestern vorwiegend Pflichtveranstaltungen vorsieht, ist durch einen erhöhten Anteil an Wahlpflichtmodulen nach dem 3. Bachelor-Semester eine Spezifizierung der Studieninhalte mit individuell gewählten Interessensschwerpunkten möglich. Die Kompetenzfelder Wissen, Verstehen und Können werden so sinnvoll miteinander verbunden.

In Einführungsstudios und Projektmodulen werden werden Schlüsselqualifikationen vermittelt: die Fähigkeit zu Teamarbeit und Zeitmanagement, zu konzeptionellem, gestalterischem und wissenschaftlichem Arbeiten, Kommunikations-, Integrations- und Präsentationsfähigkeit.

Exkursionen öffnen den kritischen Blick auf die Praxis. Austauschprogramme zu internationalen Hochschulen bieten die Chance, das Studium im Ausland zu vertiefen, und fördern internationale Beziehungen. Das Praxissemester ergänzt und vertieft die Ausbildung.


1. Se­mes­ter I Ein­füh­rungs­stu­dio

Das interdisziplinär ausgerichtete Einführungsstudio führt in die Grundlagen und Vielfalt des Planens bzw. Entwerfens ein. Im Mittelpunkt der Studioarbeit stehen konzeptionelles und kreatives Denken, Gestalten und Darstellen sowie die Kommunikation im Team und nach Außen.

Ziel der Einführung ist es, für die drei Fachrichtungen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung die gemeinsamen inhaltlichen Grundlagen und erste methodischen Kenntnisse – wie perspektivisches Zeichnen oder Grundlagen der Computerarbeit in CAD- oder Layout-Programmen – zu vermitteln.


2. Se­mes­ter I Ein­füh­rungs­pro­jekt

Das Einführungsprojekt im 2. Semester erweitert die erlernten Fähigkeiten an Hand einer fachbezogenen Aufgabenstellung mit vergleichsweise einfachen baulich-räumlichen bzw. konzeptionellen Zusammenhängen.


Ab 3. Se­mes­ter I Pro­jekt­mo­du­le im Wahl­pflicht­be­reich

Im 3.-6. Semester werden im Wahlpflichtbereich Projektmodule angeboten, die das Lernziel der Entwurfs- und Planungskompetenz mit verschiedenen fachinhaltlichen Schwerpunkten kombinieren. Gemeinsam arbeiten wir an dem kontinuierlichen Aufbau grundlegender fachspezifischer Kenntnisse in den aktuellen und zukunftsweisenden Themenfeldern der Architektur:

Design und Technik (umfasst das Entwerfen und den Entwurfsprozess als solches in allen Aufgaben- und Maßstabsebenen mit Bezug zur baulich- räumlichen und konstruktiven Umsetzung)

Umwelt und Nachhaltigkeit (umfasst Fragen der Ökologie, Ökonomie, Soziologie sowie Technik und Kultur im Kontext des Planens und Bauens)

Bauwirtschaft und Projektentwicklung (umfasst den Bereich des Bau- Projektmanagements, bezogen auf Entwurf, Realisierungsplanung und Bauabwicklung)


    5. Se­mes­ter I Pra­xis­pro­jekt mit "Be­rufs­prak­ti­schen Stu­di­en"

    Im 5. Semester verküpft ein vom Fachbereich betreutes Praxisprojekt Theorie und Praxis und bietet die Möglichkeit zu einer persönlichen "Stärken-Schwächen-Analyse". Studierende lernen die Anforderungen der Praxis durch Arbeit in einem Büro kennen und knüpfen wertvolle Kontakte für die Zeit nach dem Studium.

    Die Studierenden haben zu diesem Zeitpunkt die Erfahrungen und Kenntnisse aus vier Studiensemestern zur Verfügung und können so an den Praxisstellen auch mit eigenverantwortlichen Tätigkeiten betraut werden. Anschließend besteht im Rahmen der Bachelorarbeit die Möglichkeit, die im Praxisprojekt erkannten Interessen, Defizite und Potentiale gezielt zu erweitern.


    6. Se­mes­ter I Pro­jekt­mo­dul und Vor­be­rei­tung auf die Ba­che­l­or­ar­beit

    Das Projektmodul im 6. Studiensemester bereitet i.d.R. konkret auf die Fragestellung der Abschlussarbeit (Bachelorarbeit) vor. Der weitere Studienverlauf und die abschließende Bachelorarbeit sind so konzipiert, dass im Praxisprojekt ausgebildete Interessenlagen intensiviert werden können.

    Ein Studiengang besteht aus Modulen, die in der Prüfungsordnung festgelegt und im Modulhandbuch näher beschrieben sind. Inhaltlich und zeitlich macht es Sinn, diese Module in einer bestimmten Reihenfolge zu studieren. Für jeden Studiengang gibt es einen Musterstudienverlaufsplan, der Ihnen eine idealtypischen Verlauf zeigt. Wenn Sie so studieren, können Sie das Studium in der Regelstudienzeit absolvieren. Nicht immer ist dies möglich, daher kann es zu individuellen Abweichungen von dem vorgeschlagenen Ablauf kommen.

    Bei der Planung sollten Sie beachten, dass nicht jedes Modul im Winter- und Sommersemester angeboten wird und dass einige Module zwingend aufeinander aufbauen oder sonstige Teilnahmevoraussetzungen beinhalten. Die Studienfachberatung unterstützt bei der individuellen Gestaltung Ihres Studiums.