Wie ist das Studium aufgebaut?

Ein Studiengang besteht aus Modulen, die in der Prüfungsordnung festgelegt und im Modulhandbuch näher beschrieben sind. Inhaltlich und zeitlich macht es Sinn, diese Module in einer bestimmten Reihenfolge zu studieren. Für jeden Studiengang gibt es einen Musterstudienverlaufsplan, der Ihnen eine idealtypischen Verlauf zeigt. Wenn Sie so studieren, können Sie das Studium in der Regelstudienzeit absolvieren. Nicht immer ist dies möglich, daher kann es zu individuellen Abweichungen von dem vorgeschlagenen Ablauf kommen.

Bei der Planung sollten Sie beachten, dass nicht jedes Modul im Winter- und Sommersemester angeboten wird und dass einige Module zwingend aufeinander aufbauen oder sonstige Teilnahmevoraussetzungen beinhalten. Die Studienfachberatung unterstützt bei der individuellen Gestaltung Ihres Studiums.

Die modulare Struktur des BA-Studiengangs Germanistik gliedert sich in einen Basis-, einen Vertiefungs- und einen Schwerpunktbereich sowie einen praxisorientierten Anteil. Dabei ist ein Spezifikum des Bachelorstudiengangs Germanistik eine enge Verzahnung und Zusammenarbeit von Sprach- und Literaturwissenschaften.

Der BA Germanistik dient durch eine breite fachliche Ausbildung der Vorbereitung für ein Masterstudium, an das ggf. eine Promotion anschließen kann. Zudem legt er auch durch seine Praxisanteile die Grundlage für einen erfolgreichen Einstieg in unterschiedliche Berufsfelder aus Kultur, Medien und Wirtschaft.

Basisbereich

Die fachwissenschaftliche Basis bilden folgende Module:

Modul 1 „Grundlagen der Sprach- und Literaturwissenschaft I“: In den beiden jährlich stattfindenden Überblicksvorlesungen mit ergänzenden Tutorien werden die in den Pflichtmodulen des BA Germanistik notwendigen fachmethodischen und fachwissenschaftlichen Grundkenntnisse vermittelt.

Modul 3 „Grundlagen der Sprachwissenschaft II“ lenkt den Blick auf die einzelnen Disziplinen der Sprachwissenschaft und fokussiert in den drei Veranstaltungen des Moduls allgemeine Forschungsgegenstände, z.B. Grammatik, Sprachgeschichte, Semantik oder Pragmatik.

Modul 4 „Grundlagen der Älteren und Neueren Literaturwissenschaft II“ lenkt den Blick auf die einzelnen Disziplinen der Literaturwissenschaft. In den drei zu besuchenden Veranstaltungen wird man an verschiedene Themenbereichen herangeführt, wie z.B. Verfahren der Textanalyse, Textsorten/Gattungen, Textbegriff/Literaturbegriff u.a.

Vertiefungsbereich

Der Vertiefungsbereich dient der weiteren Fundierung fachwissenschaftlicher Kenntnisse, die die Lehrformen und -methoden des Basisbereichs weitgehend fortführen. Dabei werden die Studierenden deutlich stärker in die aktive Gestaltung der Lehrveranstaltungen mit einbezogen, so dass die Seminare zunehmend einen Workshopcharakter bekommen.

  • Modul 5 „Ältere deutsche Sprache“ wird dem Vertiefungsbereich zugeordnet, da dieses Modul auf Grundkenntnissen in allgemeinen Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft aufbaut.
  • Modul 6 „Vertiefung Sprachwissenschaft“
  • Modul 7 „Vertiefung Ältere und Neuere Literaturwissenschaft“

Schwerpunktbereich

Die Semester fünf und sechs dienen der abschließenden Schwerpunktbildung des Studiums. Durch die vorangegangenen Module haben die Studierenden einen breiten sowie tiefen Einblick in die jeweiligen Bereiche der Sprach- und Literaturwissenschaft erlangt und können nun wählen, für welchen Schwerpunkt sie sich entscheiden. Die Fokussierung auf einer der beiden Teildisziplinen dient auch dazu, mögliche thematische Schwerpunkte für die Abschlussarbeit zu entwickeln.

Gewählt werden können zwei von vier Modulen:

  • Modul 8 “Schwerpunktbildung Sprachwissenschaft“ oder Modul 9 „Schwerpunktbildung Ältere und Neuere Literaturwissenschaft“.
  • Modul 10 “Literatur und Medien“ oder Modul 11 „Text und Diskurs“

Berufsorientierung/Praxis

Modul 2a (Praxisorientierung I: Textkompetenz, Berufsbezogener Umgang mit Texten) hat innerhalb des Studiengangs einen Sonderstatus und soll einen praktischen Einblick in den Umgang mit Texten geben sowie an das wissenschaftliche Arbeiten heranführen.

Die aufbauenden Module 15 (Praxismodul) und 12 „Berufsfeldbezogene Projektarbeit in Sprach-/Literaturwissenschaft“ oder 13 „Berufsfeldbezogene Projektarbeit in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ stellen eine Weiterführung der Berufsorientierung dar. Den Studierenden wird Raum für eine exemplarische Erprobung der erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in potenziellen Praxisfeldern von Germanist:innen geboten.

Für eine Schärfung des beruflichen Profils und/oder der weiteren Persönlichkeitsentwicklung dient Modul 16, in dessen Rahmen additive Schlüsselkompetenzen erworben werden.


Musterstudienplan des Hauptfachs Germanistik

Zum Vergrößern bitte anklicken

Musterstudienplan des Nebenfachs Germanistik

Zum Vergrößern bitte anklicken