Stu­di­en­auf­bau

Sinn und Hin­ter­grund des Stu­di­en­gangs

Der Sinn des Studiengangs ergibt sich aus verschiedenen Faktoren:
Inhaltlich betrachtet ist das Feld der Bildung insgesamt, vor allem aber das der vorschulischen Erziehung, in den letzten Jahren (nach PISA und ähnlichen Vergleichsuntersuchungen) in den Fokus des öffentlichen, politischen und fachöffentlichen Interesses geraten. Die Soziale Arbeit ist in verschiedenen Feldern und auf unterschiedliche Weise aufgefordert, ihren Beitrag zur Bildung und Qualifizierung von Kindern und Jugendlichen nachzuweisen. Insgesamt ist dabei die Bedeutung des Bildungssektors für die Soziale Arbeit enorm gestiegen.

Da pädagogische Angebote nur so gut sein können wie das ausgebildete Fachpersonal, ist damit auch deren Ausbildung und somit die Ausbildung der AusbilderInnen wie auch der Bereich der Fort- und Weiterbildung verstärkt zum Thema geworden. Der Studiengang qualifiziert die Studierenden sowohl in fachtheoretischer, als auch in fachdidaktischer und berufspraktischer Hinsicht. Das Ziel, die Erweiterung der Qualifizierung im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Soziale Berufe soll also - aufbauend auf dem erfolgreichen Abschluss eines grundständigen sechssemestrigen Studiums der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik/Sozialarbeit - nebst einer Vertiefung der im BA erworbenen fachtheoretischen Kenntnisse durch eine Fokussierung auf (fach-)didaktische Fragestellungen während des Master-Studiums verwirklicht werden.

Das Stu­di­en­pro­gramm

Insgesamt zeichnet sich der Studiengang durch eine Verzahnung mit anderen, sowohl fachbereichsinternen als auch fachbereichsexternen Studiengängen aus. Einige Lehrveranstaltungen werden zusammen mit dem fachbereichsinternen MA-Studiengang "Diversität - Forschung - Soziale Arbeit" angeboten beziehungsweise studiert. Darüber hinaus werden die Studierenden Lehrveranstaltungen bzw. Module von anderen Instituten und Fachbereichen besuchen - diese werden maßgeblich von Lehrenden der Institute für Erziehungswissenschaft und für Psychologie (Fachbereichs 01) und des Fachbereichs 07 (Wirtschaftswissenschaften) im Rahmen des bildungs- und gesellschaftswissenschaftlichen Kernstudiums angeboten, das ein obligatorischer Bestandteil der Lehrerausbildung an der Universität Kassel ist. Aufbauend auf einer breiten fachtheoretischen Qualifizierung im von den Studierenden erfolgreich abgeschlossenen ersten Hochschulstudium sollen diese fachwissenschaftlichen Kenntnisse im MA nochmals vertieft und spezifiziert werden.

Der Schwerpunkt in diesem MA-Studiengang liegt auf dem Erwerb (fach-)didaktischer und schulpädagogischer Qualifikationen wie Wissen um Funktionen, Strukturen und Systeme beruflicher Schulen oder die Fähigkeiten zur Analyse und Gestaltung von Fachunterricht. Ein Praktikum im 3./4. Semester ermöglicht den Studierenden, zunächst als teilnehmende BeobachterInnen und dann auch selbst aktiv in der Rolle der Lehrenden, erste Einblicke in den Lehrerberuf zu gewinnen. Die Grundidee des Studiengangs ist somit die Verknüpfung von fachtheoretischem, schulpädagogischem, berufspraktischem und (fach-)didaktischem Wissen, die Bedingung für eine qualifizierte Tätigkeit an beruflichen Schulen und im Bereich der Institutionen der Fort- und Weiterbildung ist.

Lehr­kräf­te im Stu­di­en­gang

Fast alle hauptamtlich Lehrenden des Instituts für Sozialwesen sind potentiell Lehrende des MA-Studiengangs "Sozialpädagogik in Aus-, Fort- und Weiterbildung". Die MitarbeiterInnen der Abteilung für Sozialpädagogik und Soziologie der Lebensalter und Lebenslagen, und hier insbesondere der Studiengangsverantwortliche, Herr Prof. Dr. Werner Thole, werden vergleichsweise stärker in der Lehre vertreten sein.