Pro­mo­ti­ons­ar­ten

We­ge zur Pro­mo­ti­on

Ein Cotutelle-Verfahren/Co-tutelle/Cotutelle de thése oder bi-nationales Promotionsverfahren ist eine von zwei Betreuer:innen an Universitäten aus zwei Ländern betreute Promotion. Sie bietet die Möglichkeit, auf Grundlage eines internationalen Kooperationsvertrages einen Doktorgrad von zwei Hochschulen zu erwerben. Der Kooperationsvertrag wird für jede Doktorandin bzw. jeden Doktoranden individuell vereinbart. Die Dissertation wird an beiden Hochschulen gleichzeitig eingereicht.

Ein Cotutelle-Verfahren sollte in Erwägung gezogen werden, wenn

  • die Doktorandin bzw. der Doktorand eine internationale Ausrichtung in der weiteren Karriere anstrebt;
  • das Promotionsthema eine internationale Forschungskomponente in beiden Ländern hat;
  • das Promotionsthema im Forschungsinteresse der ausländischen Universität liegt oder die Partnereinrichtung von besonderem Mehrwert für das Thema ist;
  • die Bereitschaft zu einem längeren Aufenthalt oder mehreren längeren Aufenthalten an der Partnerhochschule gegeben ist.

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In der Regel entscheiden sich Doktorand:innen für die Individualpromotion bzw. Monographie. Hierbei handelt es sich um ein selbst gewähltes und selbstständig erstelltes wissenschaftliches Forschungsvorhaben, das von einer Betreuungsperson des Fachbereichs, in dem die Promotion durchgeführt wird, betreut wird.

Als kooperative Promotionsverfahren werden Promotionsverfahren bezeichnet, die in Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen ohne eigenes Promotionsrecht und Universitäten durchgeführt werden. Die gesetzlichen Bestimmungen dazu sind im Hessischen Hochschulgesetz § 24 (3) geregelt. "Kooperative Promotion" bedeutet, dass das formale Promotionsverfahren an der Universität Kassel durchlaufen wird, ein:e Professor:in der Universität Kassel die Promotion betreut und ein:e Professor:in einer Fachhochschule im offiziellen Promotionsverfahren in der Regel die Zweitbetreuung und das zweite Gutachten übernimmt. 

Das Bewerbungs- und Annahmeverfahren verläuft bei Kooperationspromotionen analog zum Standardverfahren. Doktorand:innen reichen mit dem Antrag auf Annahme außerdem eine Bestätigung der Betreuerin bzw. des Betreuers ein, in der auf die Kooperation und die Partnerhochschule hingewiesen wird. Sofern möglich, sollte die Zweitbetreuerin bzw. der Zweitbetreuer der Partnerhochschule die Betreuungsagenda ebenfalls unterschreiben.

Die Universität Kassel arbeitet insbesondere mit der Hochschule Fulda eng zusammen. Weitere Informationen finden Sie auch auf den Webseiten der Hochschule Fulda.

Anstelle einer Monographie kann die Dissertation auch aus einer Sammlung mehrerer wissenschaftlicher Publikationen bestehen. Dargestellt wird auch hier der aktuelle Stand der Forschung unter Berücksichtigung der eigenen Forschungsarbeiten. Diese Schriften müssen vorab in Fachzeitschriften veröffentlicht oder zur Veröffentlichung angenommen worden sein. Am Ende muss eine zusammenfassende Darstellung der verarbeiteten Themen zusammen mit einem Text, der die Forschungsarbeiten in einen thematischen und methodischen Zusammenhang einordnet.

Beachten Sie unbedingt die fachbereichspezifischen Regelungen zur kumulativen Promotoin in den Besonderen Bestimmungen für Promotionen an der Universität Kassel.

Neben der Möglichkeit der Individualpromotion bietet die Universität Kassel auch strukturierte Promotionsprogramme an. Während der Promotion begleitet Sie ein Team von Betreuer:innen und Sie nehmen an Kursen, oft mit interdisziplinären Fokus, teil. Eine Übersicht über die an der Universität Kassel angebotenen Promotionsprogramme finden Sie hier: https://www.uni-kassel.de/einrichtungen/graduiertenakademie/promovierende/netzwerke/graduiertenprogramme.html