Aus­bil­dung zur Bau­stoff­prü­fe­rin/zum Bau­stoff­prü­fer

Mann an einer MaschineBild: Studio Blåfield

Was macht ein/e Bau­stoff­prü­fer/in an der Universität Kassel?

An der Universität Kassel wird der Schwer­punkt Mör­tel- und Be­ton­tech­nik aus­ge­bil­det.

Hier beschäftigst du dich hauptsächlich mit den Baustoffen Beton und Mörtel. Du entnimmst Proben an Bauwerken oder Bauprodukten und untersuchst sie im Labor beispielsweise auf ihre Konsistenz und Dichte.

Der Baustoffprüfer geht allgemein in drei Schritten vor: Er nimmt Proben von Boden und Baumaterialien, untersucht die Proben auf ihre Einsatzfähigkeit und zum Schluss wertet er die Ergebnisse aus. Wie du siehst, ist die Arbeit eines Baustoffprüfers sehr abwechslungsreich. An verschiedenen Orten kommt er zum Einsatz. Proben entnimmt er draußen auf dem Bau, untersucht werden sie im Labor und zum Schluss verarbeitet er die Daten am Computer.

Bo­den über­prü­fen und Pro­ben ent­neh­men

Bevor auf einem Grundstück oder einer freien Fläche irgendetwas gebaut werden kann, muss der Baustoffprüfer vor Ort Proben entnehmen und den Boden überprüfen. Wenn die Erde sehr locker ist und leicht einfällt, kann darauf natürlich kein tonnenschweres Haus gebaut werden. Es wird also untersucht, wie dicht der Boden ist, wie gut seine Tragfähigkeit ist und wie gut er Wasser aufnehmen kann.

Ma­te­ri­al prü­fen

Die Baumaterialen wie Mörtel, Beton oder Asphalt werden vom Baustoffprüfer geprüft und er entscheidet, ob das jeweilige Material für den Bau geeignet ist. Was bringt ein günstiger und gutaussehender Straßenbelag, wenn er sich bei Hitze ausdehnt. Die Straße würde dann plötzlich Wellen bekommen und wäre schlecht befahrbar.

Neue Bau­stof­fe mit­ent­wi­ckeln

Baustoffprüfer an der Universität Kassel wirken bei der Entwicklung neuer innovativer Baustoffe mit. Sie unterstützen außerdem Studierende bei den Labortätigkeiten zur Erarbeitung ihrer Ergebnisse für ihre Bachelor-/ und Masterarbeiten

Wann be­ginnt die Aus­bil­dung als Bau­stoff­prü­fe­rin / Bau­stoff­prü­fer an der Universität Kassel und wo fin­det sie statt?

Die Ausbildung zur Baustoffprüferin/ zum Baustoffprüfer beginnt im September eines Jahres und findet im Fachbereich Bauingenieurwesen, Fachgebiet Werkstoffe des Bauwesens und dort in der Amtlichen Materialprüfanstalt für das Bauwesen am Standort Holländischer Platz der Universität Kassel statt.
Die Berufsschule findet im Blockunterricht am Staatlichen Berufsschulzentrum in Selb (Oberpfalz) statt.

Zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns solltest du den mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) haben. Deine Noten in Mathematik, Physik und Chemie sollten mindestens „befriedigend“ oder besser sein. Auch handwerkliches Geschick ist von Vorteil.Zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns solltest du den mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) haben. Deine Noten in Mathematik, Physik und Chemie sollten mindestens „befriedigend“ oder besser sein. Auch handwerkliches Geschick ist von Vorteil.

Die Arbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche. Es gibt feste Arbeitszeiten. Diese sind von 7:45 bis 16:15 Uhr.

Die Ausbildung zur Baustoffprüferin/ zum Baustoffprüfer dauert 3 Jahre. Die zuständige Berufsschule ist das Staatliche Berufsbildungszentrum für Produktdesign und Prüftechnik (BPP) in Selb (Oberpfalz). Der Unterricht dort findet als Blockunterricht statt.

  • Baustoffprüfungen planen und vorbereiten
  • Physikalische Eigenschaften von Baustoffen bestimmen
  • Chemische Eigenschaften von Baustoffen ermitteln
  • Anorganische Bindemittel prüfen
  • Bitumen und bitumenhaltige Bindemittel prüfen
  • Gesteine und Böden bestimmen und klassifizieren
  • Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Gesteinskörnungen bestimmen
  • Betonrezepturen erstellen
  • Natürliche und künstliche Baustoffe, Mörtel, Estriche und Putze untersuchen
  • Bodeneigenschaften bestimmen und Bodenkennwerte ermitteln
  • Asphaltrezepturen erstellen
  • Asphalt prüfen
  • Frisch- und Festbeton prüfen

Es wird ein monatliches Ausbildungsentgelt gem. § 8 Abs. 1 des Tarifvertrages für Auszubildende des Landes Hessen (TVA-H BBiG gezahlt). Dies beträgt derzeit

1.091,85 EUR im 1. Ausbildungsjahr

1.146,43 EUR im 2. Ausbildungsjahr

1.196,51 EUR im 3. Ausbildungsjahr

Du solltest über handwerkliches Interesse und Geschick verfügen, kommunikativ und teamfähig sein.

Be­wer­bungs­­zeit­­raum

Die aktuelle Bewerbungsfrist ist leider abgelaufen.

Frag dich vor­her, ob du ...

  • ... du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen
  • ... du sehr sorgfältig arbeiten kannst
  • ... du gerne Dinge analysierst

Oder ob …

  • ... du nicht so gern flexibel bist
  • ... du dich nicht gerne schmutzig machst
  • ... du handwerklich nicht sonderlich begabt bist