Aus­bil­dung zur Fach­in­for­ma­ti­ke­rin/zum Fach­in­for­ma­ti­ker Fach­rich­tung An­wen­dungs­ent­wick­lung

Kleiner Roboter auf einem TischBild: Sonja Rode

Was macht ei­ne Fach­in­for­ma­ti­ke­rin/ein Fach­in­for­ma­ti­ker Fach­rich­tung An­wen­dungs­ent­wick­lung an der Universität Kassel?

Soft­ware ent­wi­ckeln

Die Grundlage des Berufes Fachinformatikerin/Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung ist, wie der Name schon sagt, die Entwicklung von Software und Anwendungen. Dabei decken sie ein breites Feld ab – von kaufmännischen Programmen, die beispielsweise Arbeitsprozesse, bis hin zu Web-Content-Management-Systemen, also Anwendungen, mit denen man Inhalte auf Webseiten darstellen kann.

An­wen­dun­gen tes­ten und an­pas­sen

Läuft die Anwendung problemfrei, und das auch auf allen Betriebssystemen? Gibt es Probleme, die übersehen worden sind und die nun ausgebessert werden müssen? Sobald eine Software entwickelt ist, muss sie zunächst auf Herz und Nieren geprüft werden. Es gehört auch zu den Aufgaben der Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung bereits bestehende Tools zu testen und gegebenenfalls anzupassen und zu aktualisieren.

Usa­bi­li­ty

Zudem gehört das Erstellen von Dokumentationen und Hinweisen für die Nutzer und die Service- und Benutzerunterstützung zum Aufgabenbereich einer Fachinformatikerin/eines Fachinformatikers Fachrichtung Anwendungsentwicklung.

Wann be­ginnt die Aus­bil­dung als Fach­in­for­ma­ti­ke­rin/Fach­in­for­ma­ti­ker Fach­rich­tung An­wen­dungs­ent­wick­lung an der Universität Kassel und wo fin­det sie statt?

Die Ausbildung beginnt zum 15.08. bzw. 01.09. dieses Jahres und erfolgt im IT-Servicezentrum und im Fachbereich Maschinenbau am Holländischen Platz der Universität Kassel.
Die theoretische Ausbildung erfolgt an der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel.

Zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns solltest Du einen mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) haben. Die Noten in Mathematik und Englisch sollten mindestens „befriedigend“ oder besser im Schulabschlusszeugnis sein. Zudem ist Interesse an Datenverarbeitung, vor allem an Netzwerktechnik, von Vorteil. Die Fähigkeit logischen Denkens und Verantwortungsbewusstsein sind wünschenswert

Die Arbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche. Die Beschäftigten des IT-Servicezentrums und somit auch die Auszubildenden des IT-Servicezentrums nehmen an der gleitenden Arbeitszeit teil, d.h. Du kannst Dir den Beginn und das Ende der täglichen individuellen Arbeitszeit im Rahmen der geltenden Vor- und Nachgleitzeit und der geltenden Kernarbeitszeit selbst bestimmen. Beachte aber, dass es sinnvoll ist, wenn Du auch dann anwesend bist, wenn auch Dein Ausbilder vor Ort ist.

Die Auszubildenden haben feste Arbeitszeiten. Dies sind von 8.00-16.30 Uhr.

Die Ausbildung zur Fachinformatikerin/zum Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung ist eine klassische duale Ausbildung und dauert insgesamt drei Jahre. Während der Unterricht an bis zu zwei Tagen an der Berufsschule oder in Form von Blockunterricht stattfindet, wird das erlernte Wissen an der Universität Kassel direkt in die Praxis umgesetzt. Im dritten Ausbildungsjahr wird die Ausbildung mit einer Prüfung abgeschlossen.

Du lernst theoretische und praktische Grundlagen, die in allen Fachinformatiker-Fachrichtungen gleich sind und die später durch spezielle Fachkenntnisse der Anwendungsentwicklung und betriebliche Projektarbeit ergänzt werden. Seit August 2020 gibt es eine gestreckte Abschlussprüfung. Teil eins der Prüfung ist in allen IT-Berufen gleich. Der zweite Prüfungsteil besteht aus berufsspezifischen Aufgaben und einer betrieblichen Projektarbeit.

Obwohl sich die Auszubildenden bereits zu Beginn der Ausbildung für einen der Schwerpunkte entscheiden, haben sie in den ersten Ausbildungsjahren gemeinsame Grundlagenfächer in der Berufsschule.

Während sich die Ausbildung zur Fachinformatikerin/zum Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung hauptsächlich mit der Webentwicklung sowie der Entwicklung von Plugins und Patches für Typo3, Moodle und Mahara befasst, richten Fachinformatikerinnen/Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration Netzwerke ein, installieren Systeme und sind die erste Ansprechpartnerin/der erste Ansprechpartner bei Problemen im technischen Bereich.

Der Unterricht der Berufsschule setzt sich aus verschiedenen Lernbereichen zusammen. Es werden berufsbezogene fachübergreifende und allgemeinbildende Fächer unterrichtet. In den berufsbezogenen Lernbereich fallen die Themen, die einen Praxisbezug für die Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung haben, wie beispielsweise Informationssysteme, aber auch Wirtschafts- und Geschäftsbereiche. Der allgemeinbildende Lernbereich dient dazu, weiterführende Kompetenzen in Fächern wie Deutsch, Politik und Sport zu erlangen. Zusätzlich müssen auch fachrichtungsübergreifende Kenntnisse erworben werden, zum Beispiel aus den Bereichen Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht. Und auch Inhalte wie Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Vernetztes Zusammenarbeiten unter Nutzung digitaler Medien gehören dazu.

Auszubildende erlernen die Grundlagen und Strukturen von Informations- und Kommunikationssystemen kennen. Thematisiert wird auch, wie einfache Anwendungen und Software installiert und konfiguriert wird. Außerdem steht fachliches Englisch auf dem Stundenplan, da Fachliteratur sowie Software und Hardware-Dokumentationen überwiegend auf Englisch verfasst werden. Eines der Hauptlernfelder ist das Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen. Hier lernen sie alles von den Basics, wie grundlegende Algorithmen, bis hin zu umfangreichen Entwicklungen von Datenbanken. Die Auszubildenden lernen Angebote für Kommunikationsnetze anhand der Beurteilung von aktuellen Leistungen verschiedener Informationsdienste (dazu gehören Festnetzanschlüsse oder Funknetze) zu erstellen. Hinzu kommt Rechnungswesen und Controlling.

Es wird ein monatliches Ausbildungsentgelt gem. § 8 Abs. 1 des Tarifvertrages für Auszubildende des Landes Hessen (TVA-H BBiG gezahlt). Dies beträgt derzeit

  • 1.091,85 EUR im 1. Ausbildungsjahr
  • 1.146,43 EUR im 2. Ausbildungsjahr
  • 1.196,51 EUR im 3. Ausbildungsjahr

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